Schulbeginn: Unterstützende Maßnahmen kennen und beantragen

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Schulbeginn: Unterstützende Maßnahmen kennen und beantragen

Mit der Einschulung beginnt für kleine ABC-Schützen nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt. Für Kinder mit Diabetes Typ 1, aber auch für ihre Eltern und betreuenden Lehrer kann die Umstellung auf den Schulalltag anfangs eine größere Herausforderung sein. In Deutschland sind etwa 30.500 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre an Diabetes Typ 1 erkrankt. Sie müssen täglich mehrmals Blutzucker messen und darauf ihre Mahlzeiten abstimmen sowie Insulin spritzen beziehungsweise ihre Insulinpumpe kontrollieren und die passende Insulindosis einstellen. Gerade betroffene Grundschüler benötigen dabei anfangs meist noch Hilfestellung.

Ein neuer Tagesablauf mit mehr Selbstständigkeit

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist schon für Familien mit stoffwechselgesunden Kindern häufig mit größeren Veränderungen und mehr Selbstständigkeit verbunden: Sei es, dass der Schulweg eine Busfahrt in einen anderen Ort erfordert oder dass sich Schulanfänger ohne bisherige Freunde in einer neuen Klasse eingewöhnen müssen. Kinder mit Diabetes müssen zudem ihre Therapie auf den neuen Tagesablauf abstimmen und eigenverantwortlich mit der Stoffwechselerkrankung umgehen.

„Haben Eltern ihre Kinder bei bestimmten Abläufen wie bspw. bei Blutzuckermessungen im Kindergarten noch unterstützt, ist das in der Schule häufig nicht mehr möglich und sinnvoll“, sagt Michaela Heinrich, Sozialarbeiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und erklärt: „Viele Eltern diabeteskranker Kinder machen sich Sorgen, ob ihr Kind mit den notwendigen Therapiemaßnahmen parallel zum neuen Schulalltag überfordert sein könnten, gerade, wenn ihre Kinder noch nicht lesen und rechnen können.“ Die Lehrkräfte sind in der Regel nicht bezüglich Diabetes geschult.

Schulbegleiter können die Eingewöhnung erleichtern

Die Lösung in einer solchen Situation kann – neben der Installierung eines Pflegedienstes – auch ein Schulbegleiter sein: Je nach Bundesland werden sie auch Schulhelfer, Schulassistenz oder Integrationshilfe genannt und sorgen dafür, dass Kinder mit einem Förderbedarf am Schulalltag teilnehmen können: Sie unterstützen sie bei den täglichen Therapiemaßnahmen und können sie auch bei Ausflügen oder Klassenfahrten begleiten. Die Beantragung eines Schulbegleiters kann von Bundesland zu Bundesland verschieden sein. In der Regel können Eltern betroffener Kinder gemeinsam mit der Schule eine Integrationshilfe beantragen.

Wie und wo Eltern schulunterstützende Maßnahmen beantragen können, erklärt Sozialarbeiterin Michaela Heinrich von der Charitè – Universitätsmedizin Berlin im nächsten Experten-Chat von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe am 4. August 2016. Fragen können Interessierte schon jetzt auf www.diabetesde.org einsenden.

Darüber hinaus hat die Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Diabetologie e.V. (AGPD) zusammen mit diabetesDE eine Broschüre für den Umgang mit diabeteskranken Kindern für Lehrerinnen und Lehrer herausgegeben.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes-Hilfe (diabetesDE)

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 3 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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