Teilnehmerzahl für Insulin-Interventions-Studie erhöht

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Teilnehmerzahl für Insulin-Interventions-Studie erhöht

Fr1da, Fr1dolin, Freder1k – diese neuen Reihenuntersuchungen zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes in Bayern, Niedersachsen und Sachsen haben eines gemeinsam: Sie sollen Kinder erkennen, bei denen ein hohes Erkrankungsrisiko oder bereits ein asymptomatisches Frühstadium der Autoimmunerkrankung vorliegt. Ergänzend zu diesen Screening-Projekten bietet das Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, Kindern mit einem Frühstadium des Typ 1 Diabetes die Teilnahme an einer Studie zur Prävention der klinischen Erkrankung an. Die Teilnehmerzahl dieser ‘Fr1da-Insulin-Interventions-Studie’ wurde jetzt von 62 auf 220 erhöht.

Hintergründe zu den Studien Fr1da, Freder1k und Fr1dolin

Die Fr1da-Studie ist die weltweit erste bevölkerungsweite Früherkennungs-Untersuchung für Typ 1 Diabetes. Die Fr1da-Studie richtet sich an alle bayerischen Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren. Sie wurde 2015 unter der Schirmherrschaft der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml und unter Beteiligung der bayerischen Kinderärzte gestartet. Sind mehrere körpereigene diabetesspezifische Antikörper vorhanden, liegt ein Typ 1 Diabetes im Frühstadium vor. Unterstützt wird die Fr1da-Studie mit Fördermitteln von der JDRF, der LifeScience-Stiftung, dem Bayerischen Gesundheitsministerium, der Deutschen Diabetes Hilfe, der B. Braun Stiftung, den BKK Betriebskrankenkassen und der Deutschen Diabetes-Stiftung.

In der sächsischen Freder1k-Studie werden Neugeborene auf Diabetes-Risikogene getestet. Koordiniert wird die Studie durch das Center for Regenerative Therapies (CRTD) der TU Dresden in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, dem Universitätsklinikum Leipzig und weiteren teilnehmenden Kliniken sowie dem Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München.

Bei der Fr1dolin-Studie werden Zwei- bis Sechsjährige aus Niedersachsen auf zwei Erkrankungen getestet: Neben dem Frühstadium des Typ 1 Diabetes wird hier zusätzlich das Vorliegen einer familiären Hypercholesterinämie abgeklärt. Koordiniert wird die Studie durch das Diabeteszentrum im Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der BULT in Hannover in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Psychologie der Medizinischen Hochschule Hannover sowie dem Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum in München.

Neun von zehn Kindern, die einen Diabetes entwickeln, haben keinen Angehörigen mit Typ 1 Diabetes. Durch die Messung von diabetesspezifischen Autoantikörpern lässt sich die Erkrankung aber vorhersagen beziehungsweise früh erkennen.

Zu diesem Zweck wurde im Jahr 2015 in Bayern die erste bevölkerungsweite Früherkennungs-Untersuchung für Typ 1 Diabetes, die Fr1da-Studie1, initiiert. Bei etwa vier von 1.000 der in Fr1da untersuchten Zwei- bis Fünfjährigen liegt ein Frühstadium des Typ 1 Diabetes vor. „Diese Diagnose kann bereits gestellt werden, ohne dass klinische Symptome vorliegen, wenn im Blut mehrere diabetesspezifische Autoantikörper nachweisbar sind“, sagt PD Dr. Peter Achenbach vom Institut für Diabetesforschung.

Das Immunsystem hochdosiert mit oralem Insulin konfrontieren

Um Kindern mit einem Frühstadium des Typ 1 Diabetes eine frühe Behandlungsmöglichkeit zu bieten, haben die Initiatoren des bayerischen Pilotprojektes Fr1da, das Institut für Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München, im Jahr 2016 die Fr1da-Insulin-Interventions-Studie ins Leben gerufen. Die Studienteilnehmer nehmen täglich Insulinpulver oder ein Placebopulver ein.

Ähnlich wie bei einer Desensibilisierung, soll das Immunsystem über den Magen-Darm-Trakt mit dem Insulin konfrontiert und dadurch eine schützende, insulinspezifische regulative Immunantwort hervorgerufen werden. Dies hätte bestenfalls zur Folge, dass die Entstehung des klinisch-symptomatischen Typ 1 Diabetes verhindert werden könnte. In einer Pilotstudie (Pre-POINT-Studie) verlief eine präventive Behandlung mit oralem Insulin bei Kindern ohne diabetesspezifische Autoantikörper erfolgversprechend.

Aufstockung der Teilnehmerzahl von 62 auf 220 Probanden

Das Forscherteam um Professor Anette-Gabriele Ziegler hat jetzt die Teilnehmerzahl der Fr1da-Insulin-Interventions-Studie von 62 auf 220 Probanden erhöht. Die ursprünglich vorgesehene Teilnehmerzahl wurde bereits im ersten Studienjahr erreicht.

„Die Aufstockung ermöglicht uns nun zu prüfen, ob eine durch die Behandlung ausgelöste insulinspezifische regulative Immunantwort das Fortschreiten der Erkrankung verhindert beziehungsweise vor dem Auftreten einer gestörten Glukosetoleranz (Anm. d. Red.: Blutzuckerwerte im Bereich von 140 bis 200 mg/dl bzw. 7,8 bis 11,1 mmol/l beim Zwei-Stunden-Wert im oralen Glukosetoleranztest) und einem klinischen Diabetes schützt“, kommentiert Ziegler die Entscheidung für die Erhöhung der Teilnehmerzahl.

Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Fr1da-Insulin-Interventions-Studie

An der Fr1da-Insulin-Interventions-Studie können Kinder teilnehmen im Alter von zwei bis zwölf Jahren, die mehrere diabetesspezifische Autoantikörper und normale Blutzuckerwerte aufweisen. So können zum Beispiel gegebenenfalls auch ältere Geschwister von Kindern aus der Fr1da-Studie sowie Kinder aus Familien der Freder1k-Studie oder der Fr1dolin-Studie teilnehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob bereits ein Familienmitglied an Typ 1 Diabetes erkrankt ist oder nicht. Die Studie wird voraussichtlich noch bis Mitte 2018 laufen.

Anmeldung und Informationen zur Fr1da-Insulin-Interventions-Studie:
Institut für Diabetesforschung
Helmholtz Zentrum München
Univ.-Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler
Tel.: 0800 – 4 64 88 35 (kostenfrei)
E-Mail: diabetes.frueherkennung@helmholtz-muenchen.de

Website: www.typ1diabetes-verhindern.de

Quelle: Pressemitteilung des Helmholtz Zentrum München

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  • Ich kündige das Abo mit Ihnen zum nächstmöglichen Zetpunkt. Danke . Bitte bestätigen. Klaus Eisenschmidt, Bloherfelder str. 212D, 26129 Oldenburg

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    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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