Tipps für Familien mit Kindern mit Diabetes: Sonne, Strand und Pumpe – gut vorbereitet in den Urlaub

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Tipps für Familien mit Kindern mit Diabetes: Sonne, Strand und Pumpe – gut vorbereitet in den Urlaub | Foto: Sunny studio – stock.adobe.com
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Tipps für Familien mit Kindern mit Diabetes: Sonne, Strand und Pumpe – gut vorbereitet in den Urlaub

Die Temperaturen steigen ebenso wie die Vorfreude bei Groß und Klein: Der Sommer-Urlaub rückt näher. Und wie jedes Jahr heißt es im Vorfeld: planen, planen, planen. Was packen wir ein? Wie organisieren wir An- und Abreise? Und wenn dann noch der Diabetes des Kindes berücksichtigt werden muss, kann es noch mal komplizierter werden. Für Familien mit Kindern mit Diabetes gibt es hier wichtige Tipps für die Vorbereitung.

Bei der Urlaubsplanung ist es wie sonst auch: Je früher man mit der Planung beginnt, umso gelassener ist man, wenn die Vorbereitungen in die heiße Phase gehen. Dabei ist natürlich zunächst zu unterscheiden, welche Diabetestherapie das eigene Kind hat.

Bei einer Therapie mit Insulinpen ist der organisatorische Aufwand im Vorfeld geringer, da man weniger Material vorrätig haben muss. Ausreichend Insulin und Pen-Kanülen sowie Ersatzpens sollten in jedem Haushalt vorhanden sein.

Was mit Insulinpumpe und/oder CGM-System zu beachten ist

Mehr zu bedenken gibt es bei Pumpenträgerinnen und -trägern. Je nachdem, in welchem Land man Urlaub macht, kann eine (Leih-)Ersatzpumpe sinnvoll sein. Bei Reisen innerhalb des Festlands der Europäischen Union (EU) ist dies nicht nötig. Hier garantieren die Hersteller meist die Lieferung einer Ersatzpumpe innerhalb eines Tages. Innerhalb dieser Zeit kann man sich mit Insulinpens oder Einmalspritzen behelfen – dieses „Notfallset“ gehört in jedes Pumpen-Zubehör.

Alles Wichtige auf einen Blick: Urlaub gut vorbereiten

  1. Leihpumpen sind nur für Urlaube außerhalb des EU-Festlands verfügbar, der Ablauf ist je nach Hersteller unterschiedlich
  2. frühzeitig großzügige Packliste erstellen, doppelte Menge an Verbrauchsmaterial berücksichtigen
  3. Termin mit dem Diabetes-Team zum Klären offener Fragen

Ratsam ist, bei der entsprechenden Hotline anzurufen, sobald man seinen Urlaubsort kennt. So kann man abklären, ob und wie die Notfall-Versorgung am Urlaubsort sichergestellt ist. Ist eine schnelle Notfall-Versorgung nicht möglich, bieten einige Insulinpumpen-Hersteller Leihpumpen an. Diese sollten frühzeitig beantragt werden. Teilweise gelten Fristen oder es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Leihpumpen.

Beratung durch das Diabetes-Team vor Antritt der Reise

Vor der Urlaubsreise ist ein Termin beim behandelnden Diabetes-Team ratsam. Es gibt einiges abzustimmen. So sollte das Anpassen der Insulindosis während des Urlaubs hinsichtlich Hitze und Bewegung besprochen werden. Auch mit Insulinpumpe empfiehlt sich ein „Notfall-ICT-Plan“, falls die Pumpe im Urlaub abgelegt wird oder einen Defekt hat. Insbesondere die Dosierung eines passenden Basalinsulins – für das das Kind vor dem Urlaub ein Rezept benötigt – sollte besprochen werden.

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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