Wie Sie Zuckerfallen entlarven

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Wie Sie Zuckerfallen entlarven

Kennen Sie das? Auf der Packung steht „ohne Zucker“, doch beim genaueren Hinsehen entpuppt sich das Produkt als Wolf im Schafspelz: Es steckt vielleicht kein herkömmlicher Haushaltszucker darin, doch die vielen Zucker-Synonyme zeigen an, dass das Produkt trotzdem den Blutzuckerspiegel beeinflussen wird.

In drei von vier industriell hergestellten Produkten steckt in irgendeiner Form Zucker: um die Haltbarkeit zu verlängern, weil es harmonischer schmeckt und weil Konsumenten es gerne süß mögen. Gehen Sie auf Nummer sicher und werfen Sie – insbesondere bei Fertiglebensmitteln – einen Blick auf die Nährwertanalyse und die Zutatenliste.

Häufige Zuckerfallen


Ein Großteil der täglichen Zuckermenge wird unbewusst über fertig verarbeitete Lebensmittel konsumiert – Zuckerfallen!
  1. Die große Gruppe versteckter Zucker z. B. in Milchprodukten, Frühstücksflocken, Smoothies etc.
  2. Falsche Botschaften auf der Verpackung, in der Werbung etc.; zum Beispiel: weniger süß, reduzierter Zuckergehalt von 30 %
  3. Trügerische Natur wie: aus Ursüße, aus Direktsaft, aus Natursüße, 100 % Frucht ohne Zuckerzusatz
  4. Ablenkungsmanöver: fettreduziert oder fettarm/-frei, zugunsten eines höheren Zuckeranteils
  5. Untergejubelter Zucker in Produkten, bei denen der tatsächliche Gehalt deutlich unterschätzt wird; typisch in pikanten Saucen, Ketchup, Fertigrotkohl, Feinkostsalaten wie Weiß- und Rotkohlsalat, Essiggemüse, Cornflakes

Zucker-Trick in Zutatenlisten

Saccharose, also klassischer Haushaltszucker, lässt sich recht schnell erkennen. Doch wie sieht es aus, wenn davon nichts in der Zutatenliste steht und in der Nährwertanalyse trotzdem Zucker angeben wird? Der Trick: Es gibt unzählige Bezeichnungen für Zucker in Zutatenlisten.

Verdeckspiel: So kann Zucker in Zutatenlisten heißen


Haben Sie schon einmal etwas von ­Farin, Raffinose oder Hexose gehört? Diese Begriffe stehen im Grunde genommen alle für dasselbe: Zucker. Da sich Zucker auf den Blutzucker auswirkt, ist es wichtig, sich Zutatenlisten genau anzuschauen: Welcher Zucker ist enthalten, und an wievielter Stelle steht er in der Liste? Je weiter vorne der Zucker steht, desto höher ist der Zuckergehalt am Gesamtprodukt. Damit Sie versteckte Zucker künftig schnell entlarven können, sehen Sie hier die wichtigsten Zucker bzw. Namen für Zucker auf einen Blick.

A

  • Agavendicksaft und andere Dicksäfte
  • Ahornsirup

D


F


G

  • Gerstenmalz
  • Gerstenmalzextrakt
  • Glukose (Fachbegriff für ­Traubenzucker)
  • Glukose-Fruktose-Sirup
  • Glukosesirup

H

  • Hexosen
  • Honig

I

  • Isoglukose
  • Invertzucker

K

  • Karamellsirup

L


M


R

  • Raffinade
  • Raffinose

S

  • Saccharose (Fachbegriff für Rüben- und Rohrzucker, also Haushaltszucker)
  • Stärkesirup
  • Süßmolkenpulver

T

  • Traubenfruchtsüße

W

  • Weizendextrin

von Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE,
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf,
E-Mail: info@metternich24.de
Website: www.metternich24.de

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2020; 12 (1) Seite 31

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  • uho1 postete ein Update vor 3 Tagen, 5 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂