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Zwischen Buffet und Bolus: Kindergeburtstage und andere Feste feiern mit Typ-1-Diabetes
3 Minuten

Kindergeburtstage und andere Feste sind für die Kleinen oft das Größte. Doch wie wirkt sich das Feiern auf das Diabetes-Management aus? Wir zeigen, wie es mit Typ-1-Diabetes leichter gelingt, auch dabei die Glukosewerte im Blick zu behalten und als Elternteil den Ablauf entspannt zu gestalten.
Wer ein Fest veranstaltet, kann die Rahmenbedingungen aktiv gestalten und so dazu beitragen, dass nicht den ganzen Tag nur gegessen wird. Hilfreich sind bewusst festgelegte Zeiten für die Mahlzeiten, beispielsweise eine ausgewogene warme oder kalte Mahlzeit am Mittag und Muffins oder Kuchen am Nachmittag. Muffins bieten sich besonders gut an, da sie bereits vorportioniert sind. Durch Verwendung hochwertiger Zutaten wie Vollkornmehl, Nüsse und Früchte lässt sich das süße Gebäck etwas gesünder gestalten.
Das Mittagessen kann z. B. herzhafte Snacks und Rohkost beinhalten, um die Glukoswerte zu stabilisieren. Wie grundsätzlich empfohlen, sollte bei der GetränkeAuswahl auf zuckerfreie Getränke wie Wasser, ungesüßte Tees oder aromatisiertes Wasser (mit Gurke, Zitrus-Scheiben, Minze, Beeren-Obst usw.) zurückgegriffen werden, da diese keinen Einfluss auf den Blutzucker haben.
Als Gast vorausschauend planen
Als eingeladener Gast gestaltet sich die Situation oft deutlich anspruchsvoller. Hier liegt der Schlüssel vor allem in einer guten Vorbereitung und klaren Absprachen. Ein Gespräch mit den Gastgebern kann im Vorfeld Unsicherheiten beseitigen. Eventuell gibt es einen Ablauf-Plan, genaue Essenszeiten oder ein Buffet. Optimal wäre es, wenn bewusste Zeiten für Mahlzeiten eingeplant werden. Möglicherweise lässt sich vorab erfahren, welche Snacks und Mahlzeiten serviert werden. So kann man den jeweiligen Kohlenhydrat-Gehalt besser einschätzen.
Zudem ist es wichtig, sicherzustellen, dass während der Feier eine kontinuierliche Insulin-Versorgung und eine genaue Messung der Glukosewerte gewährleistet sind. Hierfür ist es ratsam, Ersatzmaterial dabeizuhaben, falls Glukose-Sensor oder Bestandteile des Pumpensystems ausfallen. So muss die Feierlichkeit nicht vorzeitig beendet werden. Zudem sollte das Kind möglichst nicht hungrig zu der Party gehen, da dies zu unkontrolliertem Essverhalten führen kann.
Feste meistern und genießen: So gelingt’s
- sich gut vorbereiten (Absprache mit Gastgeber oder eigene Gestaltung)
- Diabetes-Technologie gezielt einsetzen
- Erfahrung gewinnen
- höhere Glukosewerte akzeptieren
Bei jüngeren Kindern sollte ein Elternteil oder eine andere Begleitperson bei den Festen dabei sein. Kinder, die schon längere Zeit die Schule besuchen und dort die Eingabe der Kohlenhydrate oder die Behandlung einer Unterzuckerung selbstständig und gewissenhaft durchführen, können bei guter Planung und in Absprache mit den Gastgeber-Eltern die Feierlichkeit allein besuchen. Die Eltern sollten jedoch jederzeit erreichbar und bei Bedarf schnell am Veranstaltungsort sein, falls ein Problem auftritt, z. B. wenn die Kanüle verstopft ist oder abfällt oder die Glukosewerte stärker schwanken.
Jugendliche handhaben ihr Diabetes-Management in der Regel sehr selbstständig. Eine Feier können sie bei gewissenhaftem Verhalten selbstverständlich allein besuchen. Jugendliche ab 16 Jahren sollten eine Schulung für den Umgang mit Alkohol bei Typ-1-Diabetes wahrnehmen. Solche Schulungen bieten in der Regel die behandelnden Kinderdiabetologinnen und Kinderdiabetologen an.
AID-Systeme richtig einstellen
Systeme zur automatisierten Insulin-Dosierung (AID) können bei häufigeren oder fettreichen Mahlzeiten sehr hilfreich sein. Sie bieten verschiedene Einstellungen an, wie einen verlängerten Bolus oder eine Snack-Funktion. Dabei wird ein Teil der Insulindosis für die Kohlenhydrate zeitverzögert abgegeben oder der Algorithmus steuert selbstständig, ob eine Insulin-Abgabe nötig ist.
Wird viel getobt, z. B. beim Trampolin-Springen oder Spielen an der frischen Luft, empfiehlt es sich bei AID-Systemen, den Modus für eine abgeschwächte Insulin-Abgabe (z. B. Sport-Modus) frühzeitig einzuschalten, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Der Name für diesen Modus variiert je nach Insulinpumpen-Hersteller. Das behandelnde Diabetes-Team steht für eine Beratung gern zur Verfügung.
Es muss nicht perfekt sein
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes sollen trotz ihrer Erkrankung möglichst wenige Einschränkungen in ihrem Alltag erleben. Deshalb geht es bei besonderen Anlässen nicht darum, perfekte Glukosewerte zu erzielen, sondern jungen Menschen ein Stück Normalität zu ermöglichen.

Im Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg werden Kinder und Jugendliche mit Diabetes interdisziplinär behandelt und individuell betreut. Für den Diabetes-Anker schreibt das Team regelmäßig Beiträge.
von Katharina Mahr
Katharina Mahr ist Diätassistentin und Diabetesberaterin DDG. Sie ist tätig am Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg in der Sektion für Kinderendokrinologie und Kinderdiabetologie.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (7) Seite 44-45
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 4 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 12 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 19 Stunden
Ich meinte Liberty




