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3-Tages-Saftkur – Tag 3
4 Minuten
Wie ist Susanne mit der Saftkur gestartet? Und wie ging es weiter? Das könnt Ihr in den Beiträgen zu Tag 1 und Tag 2 nachlesen.
8 Uhr: Motivation auf Talfahrt
Am Vorabend war ich nochmal ganz tief im Blutzuckerkeller – vermutlich der Grund, warum über Nacht bis zum heutigen Morgen eine Gegenregulation auftrat. Aufwachen mit einem Blutzuckerwert um die 300 mg/dl (16,6 mmol/l) und ein weiterer Tag Saftkur vor mir: Kein Wunder, dass meine Motivation nicht so recht aufkommen will. Aber gut. Nur noch 6 Säfte. Endspurt. Das schaffe ich.

11 Uhr: Kopfschmerzen, ade!
Der Blutzucker ist wieder im grünen Bereich. Und abgesehen davon, dass ich den Spaß am Safttrinken allmählich verliere, fühle ich mich tatsächlich ganz gut. Irgendwie leicht. Dann fällt mir auf, woher mein Hochgefühl kommt: Die Kopfschmerzen, die mich seit Tag 1 begleitet haben, sind weg! Juhu!

14 Uhr: Vorfreude auf Obst und Gemüse
Die Leichtigkeit des Seins kann bekanntermaßen auch unerträglich sein. Ich werde ungeduldig. Freue mich auf den nächsten Tag, auf das Ende der Saftkur. Deshalb war ich gerade einkaufen und packe jetzt meine Einkäufe aus: Mango, Erdbeeren, Nektarinen, Bananen, Salat, Tomaten, Kohlrabi, Pilze, Zucchini … was für eine Vorfreude, damit ab morgen wieder kochen zu dürfen. Ich rieche an den Erdbeeren. Und obwohl die aus Spanien importierte Ware so früh im Jahr bei Weitem noch nicht so süß duftet wie in der Hochsaison: Selten habe ich den Duft von Erdbeeren so genossen!
16 Uhr: Schluss. Aus. Vorbei.
Eigentlich würde nun Saft Nummer 5 auf dem Speiseplan stehen. Aber ich will nicht mehr. Gerade arbeite ich ohnehin vertieft und konzentriert an einem Thema am Laptop. Hunger habe ich auch nicht. Und Lust auf Säfte schon seit ein paar Stunden nicht mehr. Ich lasse also Saft Nummer 5 – „Kalvin Kale“ – aus. Der hat mir eh nie geschmeckt.
18 Uhr: „Amy?“ Nein Danke!
Jetzt wäre es Zeit für meinen letzten Saft. Für heute. Und für die gesamten drei Tage. Aber auch jetzt kann ich die Säfte nicht mehr sehen und schon gar nicht mehr trinken. Ich verzichte folglich auch auf „Amy Almond“, mache mir stattdessen abends wieder Gemüsebrühe. Denn vorzeitig aufgeben will ich auch nicht!

Ohne Kopfschmerzen und mit einem leichten und auch guten Gefühl, die drei Tage durchgehalten zu haben, gehe ich später ins Bett …
Bilanz
Geschafft. Am nächsten Tag genieße ich morgens einen Obstsalat. Rohkost wird vom Anbieter der Saftkur ohnehin zur Eingewöhnung in der „Zeit danach“ empfohlen. Und währenddessen ziehe ich einen gedanklichen Strich unter die letzten drei Tage.

Hat es mir geschmeckt? Jein. Anfangs fand ich die Säfte ganz lecker, dann nur noch interessant und am Ende richtig nervig. Die letzten zwei der 18 Säfte habe ich nicht mehr getrunken. Hunger war aber erstaunlicherweise selten ein Problem, obwohl man täglich nur gut 800 Kilokalorien zu sich nimmt. Meine Stimmung war schwankend: Zwischendurch Hochgefühle, aber auch viel Ungeduld und Gereiztheit waren dabei.
Hat es meinem Diabetes geschmeckt? Nicht immer. Ich war (zu oft) recht tief. Die Kohlenhydrat-Angaben der Säfte muss man definitiv mit Vorsicht genießen und auch sonst scheint sich die Insulinsensibilität umzustellen, wenn man seine Ernährung auf so drastische Weise umstellt. Aber das wichtigste Fazit: Es ging trotzdem – ein weiteres Beispiel dafür, dass man sich nicht von seinem Diabetes einschränken lassen sollte! Denn ich muss zwar mit dem Diabetes leben – aber er auch mit mir!
Was hat es mir gebracht? Ein gutes Kilo hat sich als Gesamtabnahme eingependelt. Das war zwar nicht mein Ziel, nehme ich aber als netten Nebeneffekt gerne mit. Ich fühle mich hinterher nicht anders als vorher, aber die Vorstellung, dass mein Verdauungssystem mal drei Tage lang mehr oder weniger Urlaub machen konnte, finde ich gut. Die extremen Kopfschmerzen, die ich von Tag 1 bis morgens an Tag 3 hatte, sind für mich auch ein Zeichen dafür, dass Entgiftungsprozesse in Gang gesetzt wurden.
Was bleibt? Das Gefühl, meinem Körper eine sinnvolle Auszeit gegönnt zu haben. Die Zufriedenheit, durchgehalten zu haben. Eine stärkere Bewusstheit und Achtsamkeit für Nahrungsmittel, für Gerüche, für Aromen. Und eine neue Freude am Kochen und Essen.
Hat es sich gelohnt? Es hat sich gelohnt.
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 6 Stunden, 9 Minuten
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 1 Stunde
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 20 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 18 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 16 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 1 Tag, 2 Stunden
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Tag, 1 Stunde
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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