- Aus der Community
6 Hippe Hypo-Helfer …
4 Minuten

Seit Sascha und ich zusammenwohnen, sind unsere Rollen (meistens) klar verteilt. Jeder macht das, was er am besten kann. Ich kann ziemlich gut einkaufen und Sascha hat ein ausgeprägtes Talent, Lebensmittel zu vernichten. Leider meidet Sascha Supermärkte und Klamottenläden wie der Teufel das Weihwasser. Geschäfte betritt er nur, wenn es dort Foto-, Technik- und Computerkram gibt. Sind wir doch einmal zusammen in der Stadt und ich gehe in einem Laden „nur mal gucken“, steht er mit genervtem Gesicht draußen und wartet ungeduldig, bis ich wieder da bin. Das macht keinen Spaß! Aus diesem Grund bin ich der Chef-Einkäufer in unserem Haushalt. Das macht unser Zusammenleben deutlich entspannter.
Mir kommt gerade der Gedanke, wie es wohl zu Neandertaler-Zeiten bei uns ausgesehen hätte. Ob Sascha wohl die Höhle geputzt und aufgeräumt, den Tisch schon mal gedeckt und es uns mit ein paar Fackeln schön gemütlich gemacht hätte, während ich draußen einem Mammut den Garaus mache, um es später am hübsch dekorierten Tisch zu verspeisen? Eher nicht! Vermutlich hätte mein Höhlenmann gemütlich mit Hammer und Meißel am Steinblock gesessen, sich neue Blo(g)ckbeiträge ausgedacht und dabei sinnierend den haarigen Hintern gekratzt!
Aber bleiben wir doch in der Neuzeit, wo ich für das Lebensmittelmanagement zuständig bin. Da ich immer etwas Mitleid habe, wenn Sascha bei einer Hypoglykämie den doch ziemlich „drögen“ Traubenzucker essen muss, suche ich gerne nach Alternativen. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste diese Traubenzuckerplättchen häufiger essen, gruselt es mich ziemlich. Die Dinger kratzen so fies im Hals und sind auch nicht gerade eine kulinarische Spezialität. Kakao ist die einzige Sorte, die ich mag, aber damit stehe ich alleine da. Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht und diverse schnelle Kohlenhydrate für die nächste Hypoglykämie besorgt und sie vom „Chefdiabetiker“ testen und absegnen lassen.
#1 Odenwald Pocket Fruchtmus

Ein reines Fruchtpüree, in einer praktischen Verpackung. Lecker, leicht zu öffnen und gut für unterwegs.
Folgende Sorten gibt es jeweils im 100-g-Beutel:
- Apfel, Ananas, Maracuja 18,5 g Kohlenhydrate je Beutel
- Apfel, Erdbeer, Banane 17,9 g Kohlenhydrate je Beutel
- Apfel, Aprikose 19,0 g Kohlenhydrate je Beutel
- Apfel, Birne 16,6 g Kohlenhydrate je Beutel
Kosten: 0,79 € je Beutel bei REWE
#2 Nature Addicts! Frucht Snack
Quelle: Manuela Vollmer
Kleine Stückchen aus 100% gepresstem Fruchtsaft/Fruchtmus. Die etwas gummiartige Konsistenz muss man mögen, uns stört das nicht. Schmeckt sehr lecker fruchtig. Die Verpackung lässt sich auch mit zittrigen Händen leicht öffnen.
Folgende Sorten sind im 35-g-Beutel erhältlich:
- Apfel 25,5 g Kohlenhydrate je Beutel
- Erdbeere 24,5 g Kohlenhydrate je Beutel
- Himbeere 24,3 g Kohlenhydrate je Beutel
Kosten: 0,99 € je Beutel bei dm
#3 ALNATURA Fruchtriegel

Ein sehr gehaltvolles Fruchtmus zwischen zwei Esspapierblättern. Zusätzlich sind aber auch noch kleine Mengen Stärke aus Reis, Weizen und Kartoffeln enthalten. Die Verpackung lässt sich gut öffnen und es gibt unzählige Sorten und verschiedene Größen für jeden Geschmack. Nachfolgend nur mal eine kleine Auswahl:
- Granatapfel-Traube 44,8 g Kohlenhydrate je 75-g-Riegel
- Vielfrucht 22,4 g Kohlenhydrate je 40-g-Riegel
- Apfel-Honig 24,8 g Kohlenhydrate je 40-g-Riegel
Die Preise variieren zwischen 0,89 € und 1,55 € je nach Größe bei dm.
#4 PowerGel

Ein sehr süßes Gel. Praktisch zum Sport, da man die Verpackung gut einstecken kann. Die vorgesehene Stelle zum Öffnen lässt sich leider nicht immer problemlos einreißen. Hier müssen dann die Zähne ein wenig nachhelfen.
Es gibt das Gel in sieben verschiedenen Geschmacksrichtungen im 41-g-Beutel
- Vanille
- Zitrone-Limette
- Tropical Fruit
- Erdbeer-Banane
- schwarze Johannisbeere
- grüner Apfel
Alle Sorten haben 26,7 g Kohlenhydrate je Beutel. Der Preis bei dm und Rossmann liegt bei 1,85 € je Beutel.
#5 Traubenzucker Brause-Lutscher mit Himbeer-Geschmack

Doch wieder Traubenzucker, denkt Ihr jetzt bestimmt. Aber die kleinen Lollies sind nicht mit den herkömmlichen Traubenzuckerplättchen zu vergleichen. Ich finde sie superlecker, Sascha sind sie fast schon zu süß. Vor allem sind sie aber nicht so staubtrocken, wie man es sonst von Traubenzucker gewohnt ist. Durch den Brauseanteil sind sie schön „fluffig“ und zerschmelzen schnell im Mund. Ich finde sie klasse und denke mal, dass sie besonders für Kinder eine gute Abwechslung bieten. Sie lassen sich auch ganz gut an der vorgesehenen Stelle öffnen.
- Himbeer-Brause-Lutscher 5,9 g Kohlenhydrate je Lolli
Eine Packung mit zehn Lutschern kostet 1,75 € bei dm.
#6 HARIBO

Die kennt wohl jeder. Klein, lecker, praktisch und schmecken immer. In unzähligen Variationen erhältlich. Wir haben uns als waschechte Wuppertaler für eine ganz besondere Sorte entschieden.
- Wuppertaler Schwebis 77 g Kohlenhydrate je 100-g-Packung
Die Schwebis gibt es nur in einem speziellen Wuppertaler Supermarkt und kosten 0,99 € pro Packung. Alle anderen Fruchtgummisorten haben aber ziemlich identische Nährwerte und sind auch günstiger.

Jetzt kann die nächste „Hypo“ kommen!
Dieser Beitrag ist Teil von Das sind Eure liebsten „Hypo-Helfer“
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community

6 Minuten
- Aus der Community

3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]








Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße