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Abnehmen mit Diabetes – geht das?
6 Minuten

Hallo ihr lieben Diabetiker, ich wollte mal etwas „ausprobieren“ und schauen, was im Endeffekt dabei herauskommt. Wovon ich rede: von Kilogramm und Kohlenhydraten. Ok, ich höre ja schon auf, um den heißen Brei herumzureden. Ich denke, wie die Überschrift ganz gut beschreibt, geht es um das Thema: Abnehmen. Das Wort Diät mag ich überhaupt nicht und so war es ja auch nicht, denn ich habe auf nichts verzichtet.
(P.S.: Ich hasse es, auf Sachen verzichten zu müssen, das macht keinen Spaß und man bekommt so nur noch mehr Lust darauf, sie zu essen.)
Doch was war mein Plan? Sport? Feste Zeiten? Nur noch Low Carb? Nein! Ich bin absolut kein Fan von Diäten und ich war auch nie dick. Doch ich habe viele Jahre Leistungssport betrieben und wollte mich selbst mal testen, ob ich es schaffe, nur durch ein bisschen gesündere Ernährung 1-2 Kilos zu verlieren. Dann stellte ich mir die Frage: „Wie stelle ich das bloß am schlausten an, ohne ständig in die Hypo-Falle zu kommen und ohne hungern zu müssen?“ Außerdem wollte ich, dass mir nichts am Essen fehlt, also Mahlzeiten weglassen.
Ich verrate euch jetzt meine Tipps und Tricks, wie ich ganz langsam (über 6 Monate hinweg), 5 kg verloren habe. Also, man muss Geduld mitbringen.
(P.S.: Die Ernährung, Verdauung und der Diabetes ticken bei jedem anders. Deswegen möchte ich dazu sagen: Ich bin KEIN Ernährungsexperte und kann NICHT garantieren, dass dir meine Tipps etwas bringen. Jeder hat eine andere Ernährung und reagiert auf Ernährungs-Wechsel anders. Also bitte nicht krampfhaft versuchen, meine Tipps zu befolgen und dadurch den Spaß am Essen zu verlieren.)
Tipp Nr. 1.): „Zum Frühstück, unter der Woche, gesund. Am Wochenende darf zugeschlagen werden.“

Ich bin ein absoluter Nutella-Freak, am liebsten auf einem warmen Toast. Das kann ich jeden Tag essen, nicht nur morgens. So ungefähr sah mein Frühstück aus. Nutella und Toast + Kaffee. Doch ich habe auch gemerkt, dass ein Toast oder zwei Toasts mich nicht sonderlich satt machen. Bisher glaube ich, das die „Abschaffung“ meines heißgeliebten Nutella-Toasts unter der Woche das Schlimmste an meinem ganzen Plan war. Also habe ich nach einer guten Alternative gesucht. Etwas, was ich gerne esse, morgens keine hundert Jahre für die Zubereitung braucht und länger satt macht. Porridge oder Haferflockenbrei kamen für mich gar nicht in Frage. Ih! Bah! – mag ich nicht. Aber dass Haferflocken lange satt machen, wusste ich. Außerdem mag ich sehr gerne den griechischen Naturjoghurt, der ist schön cremig und man braucht ihn (eigentlich) nicht nachzusüßen und wenig Kohlenhydrate bringt er auch noch mit. Damit stand es fest, mein Frühstück.
Ich esse also, unter der Woche, morgens = griechischen Naturjoghurt mit einem Apfel oder einer Banane oder Haferflocken oder (Vollkorn-) Cornflakes. Schmeckt mir sehr gut und macht satt.

Am Wochenende wird dann „geschlemmt“. Da gibt’s gar keinen Joghurt, zumindest nicht für mich. Da gibt es leckere Brötchen oder Toast, mit ordentlich Nutella. Nicht nur eins, sondern so, wie mein Hunger gerade ist. Jawohl.
Was ich noch dazusagen möchte, ich halte das natürlich nicht seit 6 Monaten jeden Tag unter der Woche aus, nur Joghurt zu essen. Das wäre zu eintönig. Natürlich esse ich öfter auch mal meinen heißgeliebten Nutella-Toast oder ein Brötchen oder nur „normale“ Cornflakes. Aber so grundsätzlich versucht man natürlich, sich daran zu halten. Deswegen esst das, wonach euch ist, und zwingt euch nicht.
Tipp Nr. 2.): „Nicht hungern. Zwischenmahlzeiten sind immer o.k.. Mittagessen auch.“
Da wären wir bei Nr. 2.)! Das ist eigentlich gar nicht schwer, denn ich kann nur sagen, beim Mittagessen ist mir alles egal. Egal ob es Pfannkuchen gibt oder eine leckere Hähnchen-Gemüse Pfanne. Völlig egal. Zum Mittagsessen ist bei mir alles erlaubt. Da darf es natürlich auch Nachtisch geben. Und wo wir gerade beim Nachtisch sind. Ja, auch ich bekomme manchmal über den Tag verteilt ein „Hungerchen“. Dann möchte ich nicht unbedingt eine Banane oder eine Gurke essen. Ich bin ja eher so die Süße. Vormittags finde ich Schokolade & Co. (in Maßen) noch vollkommen o.k. Also, wenn du Lust hast, dann iss ein Stück oder zwei…oder drei. Als Abwechslung zu Schokolade, Gummibären und Co. habe ich Müsli-Riegel für mich entdeckt. Da gibt es auch so leckere Sesam-Honig-Riegel, bei denen auch die Zähne und der Mund etwas zu tun haben. Außerdem ist man dann nicht so schnell fertig mit dem Essen wie bei einem Stück Schoki. ☺
Also Mittagessen, was du möchtest und Zwischenmahlzeiten sind vollkommen o.k., nur die süßen Sachen habe ich auf den Vormittag/Mittag beschränkt. Ab frühem Abend dann doch lieber die Gurken- oder Karotten-Sticks.
Tipp Nr. 3.): „Low Carb am Abend, aber so, dass ich satt werde.“
Ich höre schon die Menschen, die sagen: „Ih Bah, Gemüse, keine Kohlenhydrate, das kann nicht schmecken.“ Oh doch, und wie. Anfangs habe ich mich wirklich schwer getan, etwas zu finden, was „Low Carb“ (also Kohlenhydrat-arm) ist und mir schmeckt. Wir Deutschen sind ja Brot-Liebhaber, da zähle ich mich dazu. Doch mit der Zeit habe ich auch dort etwas gefunden, z.B. frisch gemachtes Rührei, Zucchini-Pfanne mit Grill-Käse-Würfeln. Grill-Käse und Zaziki, Gemüse-Suppen, Fisch oder Salat mit Feta-Käse oder Hähnchenbrust-Streifen. Das hört sich anstrengend an… ist es aber nicht. So ein Salat ist schnell gemacht, da geht auch schon Eisbergsalat oder Feldsalat. Ein bisschen aufgepeppt mit würzigen Ölen, schmeckt super… finde ich.

Natürlich kommt dann die große Frage auf: „Kann man davon satt werden?“ Naja, von zwei Gabeln Salat bestimmt nicht, aber von einer normalen Portion – JA. Natürlich ist so etwas nicht gerade das sättigendste Abendmahl der Welt. Das stimmt, aber für den „späteren Appetit“ gab es früher immer meine „Spät-Schokolade“ oder Snacks. Auf der Couch ganz gemütlich. Dazu kommen wir jetzt.
Tipp Nr. 4.): „Schoki & Co mal ersetzen.“
Ich kann nicht ohne Schokolade und Co., am Abend. Das war schon immer so und wird wahrscheinlich auch immer so bleiben. Fand ich aber auch nie schlimm. War eben eine Art „Nachtisch auf dem Sofa“. Doch wenn man dann mal auf dem „abends Low Carb“-Trip ist, will man das ja nicht mit 3 Tafeln Schokolade wieder verschlechtern. Also brauchte ich eine Alternative. Obst. Ja, Obst. Da ist Fruchtzucker drin, ich weiß. Ich esse jetzt keine Bananen, sondern Weintrauben, Melone, Apfel-Mango-Mus, Ananas, Apfel usw. Alles, worauf ich Lust habe und was ich mag. Klar, man könnte auch ganz auf den „abendlichen Nachtisch“ verzichten, aber wie gesagt, bin ich nicht der Typ dafür. Und wenn man es nicht schafft, seine Vitaminchen tagsüber zu essen, kann man die Gelegenheit jetzt erst recht nutzen.

Tipp Nr. 5.): „Der Plan ist nicht in Stein gemeißelt.“
Auf Pläne habe ich keine Lust, genauso wenig wie auf den Verzicht. Das heißt, mein Plan wurde (und wird) auch regelmäßig über Bord geschmissen. Abends Kohlenhydrate, morgens Nutella-Toast, den ganzen Tag über Schoki fürs Herz und Kuchen, wenn ich Lust drauf habe. Natürlich nicht alles an einem Tag, von so „Fress-Tagen“ halte ich nämlich nichts. Auch nicht von dem Begriff „Cheat Day“ („Mogel-Tag“), an dem du schlemmen kannst, wie du willst. So ein Blödsinn, finde ich. Ich habe gegessen, worauf ich Lust hatte. Keinen Sport betrieben, außer ab und an den Hula-Hoop-Reifen zu schwingen und den Rasen zu mähen.
Dadurch, dass ich Obst und Salat mag, war das nie eine Einschränkung für mich. Aber nach den ersten 1-2 Kilo, die sich auch wirklich länger hielten, also nicht nur durch Wasserverteilung verschwunden waren, bekommt man mehr Motivation.
Ich sehe noch genauso aus, trage keine andere Kleidung und passe auch sehr gut in meine Kleidung. Vielleicht brauche ich jetzt öfter einen Gürtel, aber den habe ich sowieso zuhause. Fünf Kilo in sechs Monaten ist nix, könnte man sagen. Ich sage, das ist gut so und in einer gesunden Art und Weise passiert, sodass ich nicht glaube, dass die 5 Kilo so schnell wiederkommen. Ich werde mein „Experiment“ jetzt noch weiterhin durchziehen und mal sehen, ob die Kilozahl stehen bleibt oder weiter fällt. Zu Weihnachten wünsche ich mir auf jeden Fall Schokolade vom Nikolaus und esse jetzt (im Herbst) schon wieder Lebkuchen. Auf dass die Plätzchen-Zeit beginnt. ☺
Wie denkst du denn über das Thema Ernährung und Diabetes? Schreib es gerne in einem Kommentar hier unter diesen Beitrag und teile deine Idee mit uns.
P.S.: Meine Blutzuckerwerte fanden die „Low Carb“-Geschichte am Abend erst nicht so „lustig“ und haben mit einer Hypoglykämie reagiert. Doch nach einer gewissen Eingewöhnungsphase und dadurch, dass ich auch noch Obst (oder Schokolade) gegessen habe, hatte ich immer genügend Kohlenhydrate im Blut, um beruhigt über die Nacht zu kommen. Ich habe morgens und mittags, sowieso bei den Zwischenmahlzeiten niemals an Kohlenhydraten gespart, sodass sich da der Blutzucker nicht umgewöhnen musste. Kohlenhydrate sind wichtig für unseren Energie-Haushalt, bitte niemals vergessen. Und mal eine Woche zu essen, was man möchte, ist auch erlaubt. Wie schon oben beschrieben, iss, worauf du Lust hast, und wenn du Lust auf einen gesunden Tag hast, dann zieh’s durch. ☺
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 2 Tagen, 6 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 2 Tagen, 5 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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