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Absurde Diabetikerartikel – die einen mehr, die anderen weniger
3 Minuten

Diabetikerartikel kennt jeder. Da gibt es die ganz typischen und teilweise auch nötigen, die wahrscheinlich jeder von uns zuhause hat. Dazu zählen Pen, Messgerät und eine passende Tasche. Dann gibt es noch die „Ich-gönn-mir-mal“-Diabetikerartikel. Das sind dann mehr Produkte, die nicht unbedingt notwendig, aber toll zu haben sind. Dazu zählen Pumpensticker, Hüllen für das Messgerät, teure Diabetestaschen, Aufkleber für das CGM und, und, und. Ich gebe zu: Zum Teil gehöre ich auch zu den Menschen, die mit Diabetes nur einen weiteren Grund zum Shoppen suchen. Es gibt jedoch viele Artikel, welche unter uns Diabetikern – vor allem den Typ-1ern – sehr umstritten sind.

Hier einmal meine Meinung zu den jeweiligen Produkten:
#1 Diabetikerarmbänder/-ketten und Diabetikertattoos
Kommen wir zuerst zum neuen Hype. Das sind nämlich Diabetikerarmbänder/-ketten. Ergänzend dazu sind auch Diabetikertattoos ganz beliebt. Damit meine ich keine schönen Tattoos, die für einen selbst eine Bedeutung haben sollen. Ich meine die, die einem Sanitäter im Falle eines Notfalls sagen sollen, dass man Typ-1-Diabetiker ist. Und das gleiche Prinzip verfolgen auch die Armbänder. Übliches Diskussionsthema dazu: Ein Sanitäter hat gar nicht die Zeit, nach so etwas zu suchen, und ignoriert Schmuck am Körper. Und so sehe ich das auch.
#2 Diabetikersocken
Weiter im Kontext: Diabetikersocken. Ja, okay. Es gibt Diabetiker mit Neuropathie. Aber sollten die Socken dann nicht eher „Neuropathieer Socken“ oder sowas heißen? Was bringt mir als „einfacher“ Diabetiker so eine Socke? Vor allem, wenn sie irgendwo im Discounter verkauft werden, fühle ich mich erst einmal angesprochen.
#3 Fußcreme
Genauso irrsinnig finde ich es aber auch, wenn wir mit dem Spruch „Diabetiker geeignet“ gelockt werden. Ganz häufig auf Fußcreme zu finden! Meine Mutter haben sie tatsächlich damit bekommen. Ja, die Creme war gut. Aber das wäre sie sicher auch ohne diesen Werbeslogan gewesen. Jetzt mal ehrlich, was ist denn „Diabetiker geeignet“? Beinhaltet die Fußcreme irgendwelches Insulin, das über die Haut aufgenommen wird? Oder schützt es uns auf ewig vor Neuropathie? Wirklich. Ich verstehe es nicht.
#4 Diabetes-Patchs
Nachdem ich für diesen Beitrag noch etwas gegooglet habe, bin ich auf noch etwas gestoßen, was ich nicht verstehe. Ich habe Diabetes-Patchs gefunden. Das sind Pflaster, die mit Hilfe von pflanzlichen Stoffen den Blutzucker senken sollen. Erst langsam und nach einer Zeit so stark, dass man keinen Blutzucker mehr messen muss. Ich frag mich noch immer, wie das funktionieren soll. Auch frage ich mich, wie das bei einem anderen Typ funktionieren soll?! Vielleicht kenne ich mich mit Typ-2-Diabetes auch einfach zu wenig aus. Aber nach meinem Wissensstand – wie zur Hölle soll das gehen?!
#5 Diabetikerspiegel
Dann habe ich noch einen Diabetikerspiegel gefunden. Er dient zur Kontrolle der Fußsohlen. Und wieso genau heißt es nun „Diabetiker“-Spiegel?! Ist dieses Produkt etwa ausschließlich für Diabetiker? Oder ein Ellenbogenschoner für Diabetes. Leute, ich versteh es einfach nicht!
#6 Kühlbox für Insulin
Nun ein Klassiker zum Kohleverdienen: eine Kühlbox für Insulin. Denn in was für einer Welt würden wir leben, wenn wir Diabetiker einfach eine stinknormale Kühltasche/-box verwenden würden anstatt einer extra für Insulin gebauten für schlappe 160€? Das wäre ja nicht verantwortbar.
#7 Diabetikeressen
Und natürlich gibt es dann noch das Diabetikeressen. Damit meine ich keine Diät-Produkte. Ich rede von ganz normalen Produkten, welche im Supermarkt oder auf dem Weihnachtsmarkt verkauft werden. Und warum werden sie „Diabetes …“ genannt? Einfach, weil sie keinen Zucker beinhalten. Dafür aber Fruktose oder einfach noch die Kohlenhydrate des Mehls oder anderer Produkte. Was bringt es einem Diabetiker, wenn es dennoch nicht gesund, sondern nur gesünder ist und wir dennoch Insulin brauchen? Ist es dann nicht einfach nur ein gesünderes Produkt wie für alle anderen auch? Bei Glühwein, oder Wein allgemein, verstehe ich noch nicht einmal, was bei der Diabetikervariante überhaupt anders sein könnte. Und wann zur Hölle versteht die Industrie endlich, dass wir alles essen dürfen? Denn mit „Diabetes“ fühle auch ich als Typ-1er mich eindeutig angesprochen. Und bei den besagten Artikeln wüsste ich auch nicht, wieso es für Typ-2er ein Diabetikerprodukt sein sollte.
Und wenn wir schon bei Fragen über Fragen sind: Was ist an Diabetiker-Knallfröschen anders als bei normalen?

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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße