Auf die Nuss gekommen! Warum Nüsse Diabetikern gut tun

2 Minuten

Community-Beitrag
Auf die Nuss gekommen! Warum Nüsse Diabetikern gut tun

Letztlich bin ich wieder mal über eine dieser großen Schlagzeilen gestolpert. „Frauen, die fünf Mal pro Woche Nüsse oder Erdnussbutter konsumieren, haben ein signifikant geringeres Diabetes-Typ-2-Risiko als Frauen, die beides nie bis selten essen.“. Das klingt gut. Da stellte sich mir aber grundsätzlich die Frage:

Warum sind Nüsse so gesund?

Es ist bekannt, dass Nüsse generell kleine Kalorienbomben sind. Denn sie enthalten sehr viel Fett. Aber genau das ist das Entscheidende! Nüsse enthalten viele einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und nur eine geringe Menge an den ungesunden gesättigten Fettsäuren.

Für einen Diabetiker bedeutet das: Diese gesunden einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren verbessern die Insulin-Resistenz. Das bedeutet, wenn ich eine hohe Insulin-Resistenz habe, dann sind meine Zellen automatisch weniger empfindlich gegen Insulin. Daher ist die Insulin-Resistenz wiederum die Hauptursache für das Auftreten einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung.

Was verbirgt sich noch alles unter den harten Schalen einer Nuss? Nüsse bestehen zu 50 bis 70 Prozent aus Fett und 10 bis 20 Prozent aus Eiweiß. Darüber hinaus sind Nüsse noch gute Lieferanten für Vitamin E, Folsäure (wichtig bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft), Magnesium, Kalium und Kupfer. Zudem enthalten Nüsse noch die guten Omega-3 Fettsäuren und sie weisen das beste Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren auf. Für Diabetiker bieten besonders die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren einen Schutz. Denn sie können die Insulinresistenz des Körpers verbessern und helfen damit, den Blutzuckerspiegel im Lot zu halten. Weitere Details zu dem, was in Nüssen steckt, findet ihr unter http://www.fuchsmed.ch/cholesterin.htm.

Welche Auswirkungen haben Nüsse auf den Blutzuckerspiegel?

Nüsse sättigen gut und lassen den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen. Ich persönlich esse regelmäßig eine Handvoll Nüsse. Wenn ich mal eine größere Menge an Nüssen esse und zwar mehr als nur eine Hand voll, erhöhe ich die nächsten drei bis vier Stunden mein Basalinsulin um 10 Prozent. Das sind allerdings individuelle Erfahrungswerte, die nur für mich gelten.

Nun habe ich noch ein Rezept mit Nüssen für euch. Es ist ein Brotaufstrich oder Dip aus Cashewkernen, der sich auch ein paar Tage im Kühlschrank neben Butter, Wurst und Käse gut hält. Aber aufgepasst! Cashewnüsse enthalten 30 Gramm Kohlehydrate pro 100 Gramm. Die meisten anderen Nusssorten liegen bei nur etwa 5-8 Gramm.

Paprika-Nuss-Paste

Ein Rezept, dass auch meiner Tochter Emilia sehr gut schmeckt!

Zutaten für ca. 400g:

1 rote Paprikaschote

40g Cashewkerne

1 Schalotte

1 EL Rapsöl

1 Pellkartoffel, ca. 100g

Salz, Pfeffer

1 TL Balsamico-Essig

Zubereitung

  1. Backofengrill vorheizen. Paprikaschote waschen, halbieren und putzen. Mit der gewölbten Seite nach oben auf den Rost legen und grillen. Wird die Haut schwarz, Paprika aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen, enthäuten und klein würfeln.
  2. In der Zwischenzeit die Cashewkerne fein hacken. Dazu die Schalotte schälen und klein würfeln. Im Rapsöl die Schalotten glasig andünsten und später die Cashewkerne dazugeben.
  3. Die geschälte Pellkartoffel fein würfeln und zusammen mit den Paprika, Cashewkernen und den Schalotten mit dem Mixstab fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Essig pikant abschmecken.
  4. Die fertige Paste in ein Schraubverschluss-Glas füllen. Das Glas hält sich im Kühlschrank ca. 1 Woche.

Paprika-Nuss-Paste II

Lasst es euch schmecken! 🙂

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Atherosklerose behandeln: Enzym-Infusion bei Gefäß-Verschlüssen – alte Therapie neu entdeckt

Für die Therapie von Gefäß-Verschlüssen gibt es Standard-Verfahren. Mitunter reichen diese Möglichkeiten jedoch bei der Behandlung einer Atherosklerose nicht aus. Ein Blick über den Tellerrand zeigt, das eine Enzym-Infusion hier Abhilfe schaffen kann.
Atherosklerose behandeln: Enzym-Infusion bei Gefäß-Verschlüssen – alte Therapie neu entdeckt | Foto: Jo Panuwat D - stock.adobe.com

3 Minuten

Schwerbehinderten-Ausweis und Führerschein: Arbeiten Behörden zusammen?

Manche Menschen mit Diabetes haben Bedenken, dass ein Antrag für einen Schwerbehinderten-Ausweis zu Problemen mit dem Führerschein führen könnte, da die Fahrerlaubnisbehörde und das Versorgungsamt beim gleichen Behörden-Träger angesiedelt sind und erstere von den dort genannten Beeinträchtigungen durch den Diabetes erfahren könnte. Sind solche Bedenken berechtigt?
Schwerbehinderten-Ausweis und Führerschein: Arbeiten Behörden zusammen? | Foto: Kaluya Stock - stock.adobe.com

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

  • moira postete ein Update vor 2 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

Verbände