- Aus der Community
Außenseiterin am Esstisch – Diabetes, Low Carb und Familie unter einen Hut bringen
2 Minuten

Heute spreche ich über ein Problem, dass mich als Diabetikerin, Partnerin und Mama in meiner Familie sehr belastet. Wie gestalte ich mit meinem Diabetes und meiner Low-Carb-Ernährung die gemeinsamen Mahlzeiten in meiner Familie? Obwohl ich eine berufstätige Mutter mit Diabetes bin, lege ich doch großen Wert auf das tägliche gemeinsame Essen mit meiner Familie. Doch in meiner Familie sind die Geschmäcker leider extrem verschieden!

Die Unterschiede
Es gibt bei uns drei Parteien am Esstisch:
Meine Tochter liebt vorwiegend Nudeln, Weißbrot und Obst, nascht aber auch oft bei meinem Mann mit.
Denn mein Mann ist der „Fleischtiger“ in unserer Familie. Er kombiniert zu seinem „Fleisch“ vorwiegend zahlreiche kohlenhydratlastige Beilagen wie Brot, Kartoffeln oder Reis.
Und ich als Low-Carb-Diabetikerin bin die Ess-Außenseiterin! Denn bei mir kommen meist die unterschiedlichsten Variationen von Bio-Gemüse mit viel Käse, Eiern, wenig Fleisch und ab und zu Tofu auf den Tisch. Wenn es schnell gehen muss, gibt es dann auch spezielle Low-Carb-Nudeln mit Tomatensauce.
Ihr seht, die Unterschiede sind groß! Ich bin die Ess-Außenseiterin bei uns am Familientisch!
Gesundheitlich und besonders für meinen Diabetes bringt meine Low-Carb-Ernährung vorwiegend Vorteile. Es bedeutet einen stabileren Glukoseverlauf, weniger Hypoglykämien und generell mehr Spaß beim Essen.
Die Zubereitung vom gemeinsamen Familienessen bedeutet für mich als Mama vor allem eine große logistische Herausforderung. Das beginnt beim Einkaufen der Lebensmittel und hört beim Kochen auf. Wie bringe ich alle drei Bedürfnisse – den gesundheitlichen Aspekt nicht zu vergessen – am Esstisch unter?

Für meine Low-Carb-Lebensmittel bestelle ich mittlerweile einige Sachen wie Nudeln übers Internet. Brot oder Gemüse kaufe ich in speziellen Supermärkten ein, wo dann auch die Bio-Qualität passt. In der Praxis schaut es dann so aus, dass ich fast immer für mich selbst separat koche, was sehr zeitintensiv ist. Daneben gibt es dann die Portion „Normalnudeln“ für meine Tochter und meinen Mann mit der extra Fleischbeilage dazu. Das gestaltet sich im Alltag oft extrem zeitaufwendig! Ich helfe mir häufig so, dass ich ein Low-Carb-Gericht für mich vorkoche und an 2 bis 3 Tagen hintereinander verspeise. Häufig greife ich zu Rezeptideen aus dem Internet wie von Bettina Meiselbach (www.happycarb.de).
Unsere Gemeinsamkeit
Immerhin gibt es eine Gemeinsamkeit. Auf dem Esstisch steht immer ein großer Teller mit Äpfeln, Orangen und Kiwi. Manchmal gibt es auch einen Gemüseteller mit Karotten, Paprika oder Kohlrabi. Das naschen meine Tochter und ich dann gemeinsam! Meinem Blutzucker schadet dieses Naschen von Obst auf keinen Fall! Im Gegenteil – ich habe das Gefühl, dass mein Körper speziell bei sportlichen oder extrem stressigen Tagen nach mehr Kohlenhydraten verlangt. Das bringt dann manchmal schon höhere Glukosespitzen mit sich, aber ich akzeptiere es. Speziell für meinen Sport habe ich dann wieder eine Extraportion mehr Energie.
Habt ihr in der Familie oder Partnerschaft auch diese Ess-Außenseiter-Momente und für mich spezielle Tipps für mehr Zeiteinsparung?
Praktisch, lecker, zeitsparend: Meal Prepping – so plant Caro ihre Mahlzeiten!
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Ernährung
- Eltern und Kind

< 1 minute
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
lena-schmidt postete ein Update vor 1 Woche
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße