- Ernährung
Compartir: Genuss teilen!
5 Minuten
Das Echt essen-Gasthaus im Oktober: Eine raffinierte Küche zu fairen Preisen wird im lauschigen Cadaqués an der Costa Brava serviert – und Teilen ist ausdrücklich erwünscht
Traumhaft in einer Bucht liegt Cadaqués an der Costa Brava. Wie magisch hat das ehemalige Fischer- und Weindorf immer wieder Künstler angezogen. Salvador Dali, der Meister des Surrealismus, wurde hier groß – und ließ sich im nahen Portlligat nieder. Picasso, Miro und Max Ernst waren da, ebenso der berühmte Fotograf Man Ray. Auch Mick Jagger ließ sich von der schlichten gotischen Kirche Santa Maria verzaubern – oder von einer weniger heiligen katalanischen Maria.

Zieht Künstler magisch an: Cadaqués
Nur über kurvige Bergstraßen ist der Ort auf der Halbinsel Cap de Creus nahe der französischen Grenze zu erreichen. Das bewahrt das Dorf zwar im Sommer nicht vor großem Touristenansturm, aber im Herbst geht es hier beschaulich zu. Die Luft ist noch mild, das Meer lädt zum Baden ein, es lässt sich angenehm flanieren, es locken kleine Läden und schöne Hotels warten auf Gäste. Auch kulinarisch ist Cadaques eine Reise wert, gehören doch die Gewässer rund um die Halbinsel zu den besonders fischreichen am Mittelmeer.

Schlicht das Schild, raffiniert die Küche: Compartir
Auch am baumbestandenen Platz am Hafen, wo sonst die Tourifallen drohen, lässt es sich auf gutem Niveau tafeln. Wer aber etwas Besonderes sucht, läuft durch die verwinkelten Gassen in Richtung des großen Parkplatzes, der den Verkehr sehr vernünftig weitgehend aus dem Ort hält. Dort ist das „Compartir“ in einer ehemaligen Diskothek. Draußen sitzt es sich unter Pergolas bequem und innen warten geschmackvoll und stilsicher eingerichtete Räume.

Lockt auch im Herbst oft noch zum draußen Sitzen: Innenhof
Nicht weit von Cadaqués war das weltberühmte El Bulli mit dem höchstgelobten Koch Ferran Adria. Doch das ist Geschichte – aber einige seiner Köche haben vor vier Jahren das Compartir aufgemacht, wo sie zu fairen Preisen eine höchst raffinierte Küche zubereiten, die nur wenige, dann aber klug eingesetzte Elemente der viel diskutierten Molekularküche aufgreift. Zum zweiten Mal war ich hier – und bin wieder begeistert von der ungezwungenen Art, wie hier der Gast von dem freundlichen, meist gut englisch sprechenden Personal bedient wird.

Geteilt ist der Genuss doppelt: Thunfisch-Cannelloni
„Teilen“ heißt Compartir – und der Name ist Programm, schließlich ist für viele Leute Teilen das neue Besitzen. Fern solcher Ideologien ist das Teilen gerade hier sehr praktisch, weil es erlaubt, viele der wunderbaren Kreationen bei einem Besuch zu genießen. Wir waren zu viert – und haben neun Gerichte probiert. Das hört sich nach viel an, aber die Portionen sind nicht zu groß.
Als kleiner Aperitif wurde Calvados mit Apfelsaft und einem herrlich cremigen Apfelschaum serviert. Dann folgte einer der Klassiker des Hauses, der zur Cannelloni gerollte Thunfisch – umhüllt von Oliven- und Mandelöl, garniert mit Fischrogen, Kapern, Olivenpaste und Basilikumblättern. Das sieht nicht nur hinreißend aus, es schmeckt auch grandios. Wer genau hinschaut, merkt dass die große Rolle aus einzelnen Teilen besteht – idael fürs „compartir“. Die 16,95 Euro dafür sind bestens angelegt. So gut ist der Thunfisch aus dieser Gegend, dass er sogar die fischverliebten Japaner begeistert.

Von Geschmacksbomben umzingelt: Makrele
Lange wurde sie verschmäht, gerne auch auf dem Oktoberfest als Steckerlfisch verhunzt, die Makrele. Dabei ist der Fisch mit der charakteristischen Zeichnung ein ausgezeichneter Speisefisch – und mit einem Fettanteil von zwölf Prozent der perfekte Lieferant für die so gesunden Omega-3-Öle. Vor allem Spitzenköche lieben die Makrele – wenn sie auch manchmal sprachliche Verrenkungen unternehmen müssen, um ihre unwissende Kundschaft zu überzeugen, wie ein Basler Drei-Sterne Koch, der die Makrele „Kingfish“ nennt – und seitdem ist sie ein Renner.
Ich brauche keine Sprachspiele, bin begeistert von dem Schwarmfisch. Vor allem, wenn er wie hier noch fast roh serviert wird, mit feiner Vinaigrette, mild eingelegten Zwiebeln, Kapern, Gürkchen, schmelziger Avocado und Estragon. Ja, und dann sind da noch die gelben „Kugeln“, die Sphären aus der Molekularküche. Hier geliertes Olivenöl, das im Mund mit einem ungeheuer intensiven Säureton zerplatzt. Eine großartige Geschmacksbombe. Sehr gut dazu der 2014er Cava von Raventos i Blanc aus der Cava-Metropole Sant Sadurni d´ Anoia bei Barcelona für 27 Euro.

Schwein zu Schwein, vom Couscous geküsst: Dreiklang
Wirklich große Küche kann auch ganz schlicht sein: Hier das berühmte Iberico-Schwein gebraten und mit weißem Speck belegt, der langsam schmilzt. Das schmeckt einfach hinreißend, ach, liebe Vegetarier, wenn ihr wüsstet, was euch entgeht! Für die gibt es das beigestellte Couscous mit Zimt und Orangen. Fein gemacht und raffiniert – aber fast ein schon ein wenig zu stark wie Weihnachten. Auf jeden Fall aber seine 19,75 Euro wert.

Heimatklassiker auf katalanisch: La nostra Selva Negra
Der wichtigste kulinarische Botschafter Deutschlands kommt aus dem Schwarzwald – und es die Kirschtorte. In Seattle und Paris habe ich sie mit Genuss gegessen – und auch die katalanische Interpretation zitiert klug wesentliche Bestandteile: Ein Schokokuchen, knusprige Crumbles (sind nicht ganz original, passen aber kongenial), Kirschsahne mit einem zu kleinen Hauch Schnaps, aber der fehlt auch bei uns meistens – und einem wunderbaren Kirscheneis. Nicht mal zu süß – und die 7,95 Euro habe ich gerne bezahlt.
Was haben wir noch gegessen? Eine ausgelöste Meereskrabbe, Bou de Mar, mit dem derzeit angesagten Umami-Geschmack. Sehr intensive Anchovis mit großartigen Steinpilzen und leider zu viel Honig. Eine schmelzige Jakobsmuschel mit Fenchel und knackigen Champignons. Einen Seeteufel mit Mandelsplittern. Ein aromastarkes Huhn, schwimmend in einer Sauce aus stark oxidiertem Wein – ein uraltes katalanisches Prinzip, das bei uns als „Natural Wine“ zum letzten Schrei hochgejubelt wird. Fast alles Produkte aus der Umgebung sind das, Regionalküche in Vollendung.
Ungeheuer aufwendig ist diese Küche. So verwundert es nicht, dass in der winzigen Küche sechs Köche arbeiten – wobei das im Sommer dann oft doppelt so viele sind, wie mir einer der Herdkünstler freudestrahlend erzählt. Die sind hier schon mit Liebe bei der Sache!
Fazit: Eine Küche auf Sterneniveau ohne das Sternegetue und zu fairen Preisen. Lohnt den Weg nach Cadaqués!
Wer das Ganze mit Sternegetue zu Sternepreisen haben will, kann in Barcelona das Schwesterrestaurant „Disfrutar“ besuchen.
„Compartir“, Riera St. Vincenc, 17 488 Cadaqués, 0034 972/258 482, es gibt 3 Apartments. www.compartircadaques.com Wann offen ist, steht hier: http://en.compartircadaques.com/calendar/2016
von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
, Internet: www.lauber-methode.de
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 3 Stunden, 40 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 22 Stunden, 48 Minuten
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 20 Stunden, 55 Minuten
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 18 Stunden, 18 Minuten
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 4 Stunden, 6 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 3 Stunden, 42 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 9 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
