diabetesDE unterstützt gesunde Challenge „Zucker is(s) nicht“

3 Minuten

© Fotolia_klausfotolia48
diabetesDE unterstützt gesunde Challenge „Zucker is(s) nicht“

Im dritten Jahr in Folge ruft TV-Moderatorin Andrea Ballschuh gemeinsam mit Mental-Coach Fabienne Bill zu einer 90 Tage-Challenge auf, in der man ausprobieren kann, ohne Zucker – insbesondere zugesetzten „Industriezucker“ – auszukommen. diabetesDE unterstützt die Challenge und ruft zum Mitmachen auf.

Auch dieses Weihnachten lockte wie jedes Jahr mit Marzipanstollen, selbstgebackenen Keksen und Schokoprinten im Überfluss. Viele Menschen möchten daher gesundheitsbewusst ins neue Jahr starten, mit guten Vorsätzen für eine bessere Ernährung. Immer mehr wollen dabei möglichst zuckerfrei leben, denn zugesetzter Zucker ist nachweislich einer der Hauptrisikofaktoren für Übergewicht und die Entstehung von Typ-2-Diabetes.

Die TV-Moderatorin Andrea Ballschuh ruft zusammen mit Mental-Coach Fabienne Bill nun schon im dritten Jahr in der Facebook-Gruppe „Zucker is(s) nicht!“ zu einer 90 Tage-Challenge auf, in der man ausprobieren kann, ohne Zucker auszukommen. Dabei kann jeder frei für sich entscheiden, wie breit oder eng er den Begriff „zuckerfrei“ für sich auslegen will. Vor allem aber geht es darum, den zugesetzten „Industriezucker“ zu umgehen. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe unterstützt diese Challenge und ruft zum Mitmachen auf.

„Industriezucker ist eine Teufelsdroge, insbesondere in Getränken“

Nach Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollten pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker verzehrt werden. Ein dauerhaft zu hoher Zuckerkonsum erhöht das Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Allein in einem Glas (250ml) Coca Cola stecken aber bereits 26,5 Gramm.

„Industriezucker ist eine Teufelsdroge, insbesondere, wenn er durch Getränke konsumiert wird. Softdrinks sind leere, nicht sättigende Kalorien, die Übergewicht und Diabetes Typ 2 fördern. Meine Erfahrung ist, sie erhöhen auch das Verlangen nach noch mehr Süßem“, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Zucker gibt zwar kurzzeitig einen Energieschub, bewirkt aber oftmals große Blutzuckerschwankungen, was auch zu Stimmungsschwankungen führen kann.

Wer viele leere Kalorien isst, ist häufig längerfristig auch müde, launisch, träge und unkonzentriert. Ein hoher Zuckerverzehr begünstigt Heißhungerattacken, fördert das Überessen und damit Übergewicht, und beschleunigt vermutlich den Alterungsprozess der Zellen. Auch die Zahngesundheit (Karies) ist häufig in Mitleidenschaft gezogen.

Versteckter zugesetzter Zucker: Phantasienamen auf Zutatenlisten

Dass Zucker in Limonaden, Eistees, Energy Drinks und Süßigkeiten wie Bonbons, Gummibärchen oder Schokolade steckt, ist den meisten Verbrauchern bekannt. „Den Verbrauchern ist aber nicht bewusst, dass Zucker in vielen verpackten Lebensmitteln wie Müsli, Pizza oder Fertigsaucen steckt. Die meisten meinen, sich mit einem Glas Apfelrotkohl etwas besonders Gesundes zu kaufen – dabei ist er eine Zuckerbombe!“

Da die Lebensmittelindustrie für versteckten zugesetzten Zucker in der Zutatenliste immer neue Namen erfindet, rät Mattig-Fabian, sich die Nährwerttabelle auf der Rückseite der Verpackungen anzusehen. Hier muss der Zuckergehalt in Gramm pro 100 Gramm Lebensmittel seit letztem Jahr deklariert sein.

Ballschuh: „Ich war Sklave meiner Zuckergelüste“

Andrea Ballschuh, Moderatorin und Fabienne Bill, Mental-Coach, unterzogen sich vor zwei Jahren erstmals einem Selbstversuch „90 Tage zuckerfrei“ und tauschten ihre Erfahrungen in einer Facebook-Gruppe mit anderen Challenge-Teilnehmern. „Ich hatte vor zwei Jahren das Gefühl, ich sei Sklave meiner Zuckergelüste. Ich war regelrecht süchtig danach und aß oft unkontrolliert wie von einer fremden Macht geführt“, erzählt Andrea Ballschuh.

„Als eine Ärztin mir attestierte, dass ich, die so gut wie nie Alkohol trinkt, auf dem besten Wege zu einer Fettleber war, wollte ich mich endlich von der ‚Droge Zucker‘ befreien. Seitdem fühle ich mich einfach nur gut. Der Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten hilft mir beim Durchhalten.“

Keine straffen Regeln: Teilnehmer können „zuckerfrei“ selbst definieren

Dies ist keine wissenschaftliche Studie – bei der Facebook-Challenge darf jeder für sich selbst entscheiden, wie er den Begriff zuckerfrei für sich auslegen möchte. Kein raffinierter Zucker, kein Weißmehl, kein Alkohol, kein Nutellabrot, kein Honig – jeder darf sich seine eigenen Ziele setzen.

„Wir wollten das so zwanglos wie möglich machen und einfach schauen, was mit unserem Körper und Geist passiert, wenn wir auf leere Kalorien, speziell Zucker, verzichten. Und wir waren erstaunt, wie sehr es uns verändert hat“, ergänzt Fabienne Bill. „Ein Leben mit Zucker ist für mich in der alten Form gar nicht mehr vorstellbar.“

„Zucker is(s) nicht!“ – bald auch in Buchform

Die beiden Freundinnen haben auf der Grundlage ihrer Erfahrung nun ein Buch geschrieben, „Zucker is(s) nicht!“, das Ende Februar 2018 im PLASSEN-Buchverlag erscheint. Ihre Facebookgruppe wird unter dem gleichen Namen regelmäßig mit Infos, Rezepten und Tipps von Experten gefüllt.

„Wir finden den Ansatz von Andrea und Fabienne toll: Das ist praktische Lebenshilfe! Jeder kann für sich austesten, wie oft und wie lange er dem Zucker die Stirn bieten will. Wir unterstützen das Projekt gerne“, erläutert Nicole Mattig-Fabian das Engagement von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe für das Projekt.


Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Vormerken und einschalten: Diabetes-Dialog zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes am 14. November
Typ-1-Diabetes kann sich lange entwickeln, bevor erste Beschwerden auftreten. Im Diabetes-Dialog am Weltdiabetestag geht es um mögliche Warnzeichen, Autoantikörpertests und die Frage, wie Früherkennung Familien auf eine Diagnose vorbereiten kann. Die Erstausstrahlung ist am Samstag, 14. November 2026, um 9 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Diabetes-Ankers.
Prof. Dr. Matthias Blüher, Anika Köhler und Heike Schätzle sitzen bei einem Gespräch des „Diabetes-Dialogs“ in Sesseln. Auf dem Tisch steht ein Schild mit dem Sendungstitel; im Hintergrund ist ein Blumenarrangement zu sehen.

< 1 minute

Markus Majowski im Interview: Unterstützung annehmen
Markus Majowski hätte nie gedacht, dass Diabetes auch etwas mit ihm zu tun haben könnte. Eine Verkettung von Ereignissen sorgte in kürzester Zeit dafür, dass er seinen Typ-2-Diabetes anerkennen und schließlich auch angehen konnte. Im Interview schildert er, wieso das Annehmen von Unterstützung ein entscheidender dafür Faktor war.
Porträt von Markus Majowski im Freien. Er sitzt vor einem grünen Hintergrund, trägt ein hellblaues Hemd und einen blauen Pullover über den Schultern und stützt eine Hand ans Kinn.

13 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • kety22 postete ein Update vor 5 Tagen, 21 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen

    Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …

  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?