Ein Tag aus meinem Diabetes Leben #2 – Familienfeier!

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Community-Beitrag
Ein Tag aus meinem Diabetes Leben #2 – Familienfeier!

Collage_Familienfeiern-BSL
Quelle: Olli Peters

Heyho! Geburtstage gibt es ja jedes Jahr. Große „Familien-Geburtstags-Feiern“ dafür umso weniger. Doch dieses Jahr stand wieder eine Feier an. Also pilgerten die gesamte Familie, Freunde und Bekannte zum Ort des Geschehens, um das „Geburtstagskind“ zu feiern und sich mal wieder zu sehen. ☺
Ich habe mir mal aufgeschrieben, wie meine Werte an dem Abend so waren, um euch zu berichten, ob ich es geschafft habe, gute Blutzuckerwerte während und nach der Feier zu haben. Meistens machen an so Abenden/Tagen meine Blutzuckerwerte nämlich, was sie wollen, da es zu den unterschiedlichsten Zeiten etwas zu essen gibt, welches dann auch oft nur so „Pi mal Daumen“ berechnet wird. Doch dieses Mal hatte ich mir fest vorgenommen, dass die Werte nicht wieder „Achterbahn“ fahren.

Los geht’s – das Buffet ist eröffnet!

Angekommen an der Location, fing es üblicherweise erst einmal mit einer Begrüßung an. Eine kurze Ansprache und ein bisschen Smalltalk mit Cousins, Opas und Bekannten. Dann gab es auch schon Essen, also besser gesagt, das Buffet wurde eröffnet. Mein Blutzuckerwert lag vor dem Essen noch bei 6,5 mmol/l (117 mg/dl). Das war ja mal ein akzeptabler Startwert.

Bild 1_Buffet_BSL
Quelle: Olli Peters

Nach dem Essen musste natürlich erst einmal in Ruhe verdaut werden, denn wer Familienfeiern kennt, der weiß, dass es dort immer eins gibt: Viiiiel Essen und eine große Auswahl. Dementsprechend voll war mein Bauch dann auch und ich habe vermutet, dass man mich später nach Hause „kugeln“ müsste. 😀 So blieb dann wieder Zeit für neue Geschichten und regen Austausch.

Je später der Abend wurde, desto lustiger wurden die Leute.

Dem „guten“ Alkohol sei Dank. Und natürlich auch ohne Alkohol stieg die Stimmung. Mittlerweile war es draußen zu frisch und zu dunkel, um zu filmen, außerdem fühlte ich mich immer noch, als würde ich platzen.
Eine kurze Blutzucker-Zwischenmessung ergab, dass ich zu diesem Zeitpunkt doch tatsächlich auf einem guten Weg war, denn mein Blutzuckerwert lag erstaunlicherweise (ich war wirklich verblüfft) bei 7,0 mmol/l (126 mg/dl). Mann, da habe ich mich wirklich gefreut! ☺

Der Mitternachtssnack

Kurz vor Mitternacht wurden dann Kaffee und Kuchen verteilt, damit die Gäste auch bloß wach bleiben und noch nicht auf die Idee kommen, die Party zu verlassen. ☺ Außerdem gab es noch verschiedene Desserts und Snacks, wie Chips, SchokoBons…
Die meisten, die mich kennen, wissen es schon, euch verrate ich es noch einmal: Das Dessert ist das Beste am ganzen Essen (finde ich). Wenn ich könnte, würde ich nur noch das Dessert essen, aber lieber nicht, sonst sehe ich bald selber aus wie ein Dessert! 😀

Bild 2_dessert_BSL
Quelle: Olli Peters

Meistens ist der Nachtisch (eben das Süße, sei es Kuchen, Süßigkeiten… & Co.) das, was meine Blutzuckerwerte endgültig außer Rand und Band springen lässt. Doch, ich möchte noch einmal erwähnen, ich habe mir fest vorgenommen, dass mir das an diesem Abend nicht passiert. Darauf verzichtet habe ich selbstverständlich nicht, aber es in Maßen gehalten und anständig gebolt.


Jippie, ein Blutzuckerwert von 7,8 mmol/l (140 mg/dl) hat mich angestrahlt. Ich weiß, wenn man ganz akkurat ist, könnte man jetzt auch schon wieder sagen: „Na na na, das ist aber etwas erhöht.“ Doch für mich war das nach dem ganzen Essen und dem Abschätzen der BEs per Augenmaß -> PERFEKT! ☺

Ab ins Bett – das Ende der Familienfeier!

Irgendwann nachts ging’s dann ins Hotel und mir war aufgefallen, dass ich eigentlich gar nicht so oft meinen Blutzucker gemessen hatte, aber trotzdem hatte es funktioniert. Natürlich graute es mir ein wenig vor dem Wert vorm Schlafengehen. Doch auch der war einfach nur gut. Ich hatte sogar 7,5 mmol/l (135 mg/dl). Das heißt, ich war sogar nochmal etwas gesunken und so in einem guten Zielbereich. Auch aktives Insulin war keins mehr da, also keine Sorge, sich Gedanken zu machen.

Am Morgen danach erwachte ich dann ein bisschen niedrig, aber noch im Rahmen mit 4,9 mmol/l (88 mg/dl). Mehr als glücklich über den Verlauf der Blutzuckerwerte am vergangenen Abend begab ich mich dann zum Frühstück, denn dafür war dann wieder Platz.

Wie ist das denn bei euch mit Familienfeiern und den Blutzuckerwerten? Bekommt ihr das gut hin oder fahren sie auch gerne mal Achterbahn? Schreibt es mir gerne in einem Kommentar, hier unter den Beitrag. ☺

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?