Erbsen, Bohnen, Linsen: Hülsenfrüchte passen ideal zum Diabetes

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Erbsen, Bohnen, Linsen: Hülsenfrüchte passen ideal zum Diabetes

Hülsenfrüchte sind ein echtes Highlight in der Küche und lassen sich immer wieder neu und anders zubereiten, machen satt und glücklich. Wir erklären Ihnen, was Sie beim Zubereiten wissen müssen und wie sie ideal zum Diabetes passen. Damit Sie so richtig Lust auf Erbsen, Linsen und Co bekommen, haben wir dazu auch leckere Rezepte.

Linsensuppe, Erbseneintopf und Hummus – dies sind die wohl bekanntesten Gerichte, die hierzulande ohne Hülsenfrüchte (auch Leguminosen genannt) nicht möglich wären. Doch die kleinen runden Kernchen können noch viel mehr. Zum Beispiel werden sie zu Pasta verarbeitet oder bieten sich als Ersatz zu herkömmlichem Weizenmehl im Kuchen an, mit vielen Ballaststoffen.

Ein leckeres Rezept dazu sind unsere süßen Kichererbsen Streifen. Das Einweichwasser eignet sich sogar als Ersatz für Eiklar und Eischnee und nennt sich Aquafaba. Was das genau ist, erklären wir Ihnen auf Seite 9 im Lebensmittel-Check. Auch als Fleischersatz werden sie immer beliebter: beispielsweise als Alternative zu Hackfleisch für Bolognese oder gekocht und zerkleinert zu Frikadellen geformt. Im Grunde spricht alles für Hülsenfrüchte. Denn sie sind nicht nur flexibel in der Zubereitung, sondern versorgen den Körper mit einer Fülle gesunder Inhaltsstoffe.

Leguminosen und Diabetes – geht das?

Vielleicht kennen Sie noch die Empfehlung, bei Diabetes keine Erbsen- oder Linseneintöpfe zu essen, da sich die Menge der darin enthaltenen Kohlenhydrate nur schwer kalkulieren lässt. Diese Empfehlungen sind ein alter Hut. Heute sind solche Eintöpfe mit reichlich Gemüse sehr zu empfehlen, besonders bei Typ-2-Diabetes mit Übergewicht.

Denn Hülsenfrüchte und große Mengen an Gemüse helfen, schnell und angenehm satt zu werden, bei einer moderaten Menge an Kalorien – vorausgesetzt, in den Eintopf wandern kein Speck oder fettreiches Fleisch oder Würstchen. Hülsenfrüchte können Fleisch im Eintopf perfekt ersetzen, denn sie sind eine gute Quelle für pflanzliches Eiweiß. Dazu stecken in ihnen kleine Mengen Fett sowie Kohlenhydrate und reichlich Ballaststoffe sowie aus dem Bereich der Vitalstoffe Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen, dazu B-Vitamine, Niacin und Vitamin A.

Dank ihres hohen Gehalts an Ballaststoffen werden die enthaltenen Kohlenhydrate aus Linsen, Erbsen und Co besonders langsam ins Blut abgegeben. Das trägt in der Praxis dazu bei, dass der Blutzucker nach dem Genuss von Hülsenfrüchten weniger stark ansteigt als beispielsweise beim Genuss von Reis, Nudeln oder Brot. Kurzum: Diabetes und Hülsenfrüchte sind ein ideales Paar.

Vielseitige Hülsenfrüchte

  1. Linsen müssen nicht stundenlang einweichen und sind schnell weich gekocht.
  2. Alle Hülsenfrüchte werden schneller gar, wenn Sie ins Kochwasser eine Messerspitze Natron oder etwas Salz geben.
  3. Statt Kartoffeln, Reis oder Nudeln bieten sich Linsenpüree und Pasta aus Linsen, Erbsen oder Kichererbsen an.

Gut fürs Gewicht

Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit dem Konsum von Hülsenfrüchten und deren Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. So heißt es, dass der regelmäßige Verzehr von Linsen, Erbsen, Bohnen und Co aktiv dazu beiträgt, ein gesundes Körpergewicht aufrechtzuerhalten.

In einer spanischen Studie, an der 3349 Menschen ohne Diabetes teilnahmen, spielten Hülsenfrüchte für die Gesundheit eine entscheidende Rolle. Im Lauf der Nachbeobachtungszeit von etwas mehr als vier Jahren entwickelten 266 der Studien-Teilnehmenden einen Typ-2-Diabetes.

Dabei zeigte sich, dass diejenigen, welche am meisten Hülsenfrüchte verzehrten, ein um 35 Prozent niedrigeres Diabetes-Risiko hatten. Im Hinblick auf die Wahl der Hülsenfrüchte galt hier der Genuss von Linsen als besonders günstig. Ähnlich verhielt es sich beim Konsum von Kichererbsen. Auch sie waren mit einem Risiko-mindernden Effekt verbunden.

Rezept-Ideen mit Hülsenfrüchten

Rezept für Broccoli mit Hähnchen und schwarzen Linsen | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

Broccoli mit Hähnchen und schwarzen Linsen

Proteinreich, ballaststoffreich und blutzuckerfreundlich: Dieses Rezept für Hähnchen mit Broccoli und schwarzen Linsen ist ein ausgewogenes Gericht, das sich mit rund 41 g anrechenbaren Kohlenhydraten gut in den Diabetes-Alltag integrieren lässt.

➤ zum Rezept

Weitere Rezepte zum Thema:

Erbsen, Bohnen, Linsen – Abwechslung ist garantiert

Ganz gleich, ob Sie nun ein Fan von Linsen oder Bohnen sind: Lassen Sie sich Hülsenfrüchte jede Woche schmecken. Das ist alles andere als langweilig, denn allein die einzelnen Sorten bieten von Natur aus immer wieder neue Geschmacks-Erlebnisse. Plagen Sie sich mit Blähungen nach dem Genuss eines Tellers Erbsensuppe, bieten sich hier zum Beispiel geschälte Erbsen an. Diese zerkochen und die Suppe wird cremig und weich in ihrer Konsistenz. Sie sind schneller gar als klassische trockene Erbsen.

Eine Menge von 25 Gramm trockenen Erbsen enthält 10 Gramm Kohlenhydrate. Erbsen werden nicht nur ganz, halbiert und geschält, sondern auch als gelbe und grüne, trockene oder vorgekochte Produkte im Handel angeboten. Kichererbsen werden immer beliebter, sind als Konserve und trocken im Angebot. Auch hier enthalten 25 Gramm trockene Erbsen 10 Gramm Kohlenhydrate. Dank ihres leicht nussigen Geschmacks harmonieren sie sehr gut mit asiatischen Gerichten, als Zutat zum süßen Backen und für Desserts.

Küchentipps rund um Hülsenfrüchte

Tipps zum Kochen

  • Essen Sie Hülsenfrüchte generell nicht ungekocht.
  • Außer Linsen müssen alle trockenen Hülsenfrüchte 10 bis 12 Stunden einweichen, am besten am Abend in kaltem Wasser. Tauschen Sie am Folgetag das Wasser aus. Kochen Sie Leguminosen 45 bis 60 Minuten auf mittlerer Flamme gar.
  • Geben Sie etwas Salz oder eine Prise Natron ins Kochwasser, dann werden sie schneller weich. Natron intensiviert dabei die Farbe von Linsen, Erbsen und Co.
  • Kochen Sie keine Säure wie Essig in Eintöpfen mit. Säure verhindert, dass Hülsenfrüchte gar kochen.
  • Das Einweichwasser von Kichererbsen, zum Beispiel aus Konserven, eignet sich als veganer Ersatz für Eiklar und Eischnee und nennt sich Aquafaba. Tipps und Informationen dazu finden Sie im Lebensmittel-Check auf Seite 9 in der Printausgabe.

Tipps gegen Blähungen

  • Tauschen Sie das Einweichwasser nach der Einweichzeit gegen frisches Wasser aus.
  • Je öfter Sie Hülsenfrüchte essen, desto besser gewöhnt sich der Körper an die große Menge an Ballaststoffen. Erhöhen Sie dazu die Mengen am besten Stück für Stück.
  • Werden zum Beispiel Bohnenkraut, Majoran, Rosmarin, aber auch Curry, Ingwer, Koriander oder Fenchelsamen mitgekocht, wirken sie lindernd.
  • Ein Allroundtalent ist Kümmel, gemahlen oder als ganzes Korn. Geben Sie ihn dazu entweder direkt in die Speise oder kochen Sie ihn in einem Teefilter mit und nehmen Sie ihn vor dem Verzehr aus dem Topf.
  • Trinken Sie an Tagen mit Hülsenfrüchten drei bis vier Tassen Kümmel-Anis-Fenchel-Tee.

Die Auswahl an getrockneten Bohnen ist immens: Ob weiß, braun, schwarz, als Wachtel- oder Kidneybohne – ihre jeweilige Zubereitungszeit entnehmen Sie der Verpackung. Weiße und Kidneybohnen gibt es überall im Handel bereits vorgekocht in Konserven und Gläsern. Ihr Gehalt an Kohlenhydraten im trockenen Zustand ist vergleichbar mit dem von Erbsen. Immer beliebter werden Linsen – ob rot, gelb, schwarz oder braun.

Alle müssen nicht extra eingeweicht werden. Rote Linsen sind dabei besonders schnell gar. Knapp 20 Gramm trockene rote oder braune Linsen liefern 10 Gramm Kohlenhydrate. Besonders hochwertiges Eiweiß und dabei sehr wenige Kohlenhydrate liefern Sojabohnen (160 Gramm trocken liefern 10 Gramm Kohlenhydrate). Sie werden hierzulande vorwiegend in verarbeiteten Produkten wie Sojaöl, Sojadrinks, Tofu, Fleischersatz oder Sojasoße konsumiert.


von Kirsten Metternich von Wolff

Kirsten Metternich von Wolff hat eine ernährungs­medizinische Ausbildung mit Zusatzqualifikation bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als freie Journalistin, Buchautorin und Referentin. Gesunde Ernährung bei Diabetes ist einer ihrer thematischen Schwerpunkte.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (4) Seite 74-77

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  • olivers postete ein Update vor 3 Tagen, 1 Stunde

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 4 Tagen, 2 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver

    • @olivers: Haben wir alles gemacht und hat dennoch nicht geholfen 🙁
      Wir haben auch spezielle Pflaster zum drauf kleben,aber die machen keine Probleme.
      Nun sollten bis mitte nächster Woche die neuen Sensoren kommen und ich hoffe es klappt dann mal ohne Probleme

      Gruß Sandra