- Ernährung
Essen und Gesundheit: Was stimmt, was nicht?
5 Minuten
Gut gemeinte Ratschläge im Hinblick auf Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe und ihre Wirkungen auf den Körper gibt es wie Sand am Meer. Teils sind sie völlig falsch, ab und an ist etwas Wahres dran und häufig sind Empfehlungen alte Zöpfe, die längst durch die Wissenschaft widerlegt sind.
Spätestens zur Europa- oder Weltmeisterschaft im Fußball verwandelt sich jeder zweite Bundesbürger in einen Bundestrainer. Ähnlich verhielt es sich mit dem Beginn der Corona-Pandemie. Auf einmal gab es gefühlt Millionen Virologen, die ein Wörtchen mitreden wollten. Geht es um das Thema Essen und Trinken, insbesondere bei Diabetes oder zum Abnehmen, gibt es ebenfalls unzählige Laien-Ernährungs-Experten, die unaufgefordert das ganze Jahr über mit wohlgemeinten Ratschlägen daherkommen.
Lassen Sie sich davon nicht verunsichern und vertrauen Sie seriösen Quellen und fachkundigen Experten. Denn in der unendlich großen Welt der Lebensmittel und Ernährungs-Trends ist es nicht immer so leicht, Fake-News von wahren Informationen zu unterscheiden. Wir erklären Ihnen, was an einigen Ernährungs-Mythen, Falschaussagen und Widersprüchlichkeiten dran ist.
Mythos: Diabetiker sollen so gut wie keine Kohlenhydrate essen
Wahrheitsgehalt: Falsch.
Kohlenhydrate sind in den vergangenen Jahren durch den Ernährungs-Trend Low Carb in Verruf geraten. Als Grund wird hier gern genannt, dass sie zu Übergewicht beitragen. Bei Diabetes heißt es hier zudem häufig, dass Kohlenhydrate für einen gemäßigten Blutzucker-Verlauf nicht geeignet sind, da sie den Blutzucker stark erhöhen. Richtig ist, dass eine Low-Carb-Ernährung mit viel frischem Gemüse und bevorzugt Wasser-reichem Obst eine Gewichts-Abnahme möglich machen kann. Das bestätigt auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) in ihren aktuellen Leitlinien.
Doch auch zur Low-Carb-Ernährung gehört eine moderate Menge an Kohlenhydraten, bevorzugt aus Lebensmitteln mit vielen Ballaststoffen wie Hülsenfrüchten, Vollkorn-Getreide und frischen Früchten. Je mehr Ballaststoffe Lebensmittel mit Kohlenhydraten enthalten, desto positiver ist dies für den Verlauf des Blutzuckers. Sinnvoll ist es, Produkte aus Weißmehl, Fertiggerichte, Zucker, Süßigkeiten und Kuchen nur bewusst und wenig zu essen und stattdessen Kohlenhydrat-Träger mit vielen Ballaststoffen. Dann sind Lebensmittel mit Kohlenhydraten auch bei Diabetes eine gute Wahl.
Mythos: Vegan zu essen, kann zu Vitamin-Mangel beitragen
Wahrheitsgehalt: Teils richtig.
Vegan oder vegetarisch zu essen, liegt seit Jahren im Trend. Die Vorteile liegen auf der Hand: Dank mehr Gemüse, Salat und Obst können das Gewicht und der Blutzucker profitieren. Auch ein Bluthochdruck, erhöhte Blutfett-Werte oder ein erhöhter Harnsäure-Spiegel beziehungsweise eine Gicht können durch Pflanzen-betontes Essen positiv beeinflusst werden. Allerdings kann es auf Dauer bei einer rein veganen Kost zu Schwierigkeiten im Hinblick auf die Versorgung mit einigen Vitaminen und Mineralien kommen.
Besonders kritisch ist, die Versorgung mit Vitamin B12 sicherzustellen, ebenfalls die des fettlöslichen Vitamin D. Hier empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Hausarzt und ein entsprechendes Ergänzen der Nahrung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erklärt, dass auch die Versorgung mit essenziellen, also lebenswichtigen Aminosäuren (den Bausteinen des Eiweißes) sowie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B2, Kalzium, Eisen, Jod, Zink und Selen kritisch sein kann. Deshalb empfiehlt sich auch hier die Rücksprache mit dem Hausarzt sowie eine Beratung durch eine qualifizierte Ernährungs-Fachkraft.
Mythos: Mehl ist nichts für Diabetiker
Wahrheitsgehalt: Falsch.
Kein Mehl ist beim Diabetes-Essen verboten. Auswirkungen auf den Blutzucker-Spiegel haben sämtliche Mehle aus Getreide. Allerdings empfiehlt es sich, bevorzugt Vollkorn-Mehle auszuwählen. Im Trend liegen mittlerweile Low-Carb-Mehle, zum Beispiel Mandel-, Kokos-, Hanf-, Kürbis-, Leinsamen- und Soja-Mehl. Etwa 30 bis 40 Prozent des herkömmlichen Getreide-Mehls können, je nach Angaben der Hersteller der jeweiligen Sorte, beim Backen dadurch ersetzt werden. So lässt sich der Gehalt an Kohlenhydraten in süßem und pikantem Gebäck reduzieren.
Oft wird Menschen mit Diabetes empfohlen, von herkömmlichem Weizen-Mehl auf Dinkel-Mehl umzusteigen. Der Grund erschließt sich nicht. Denn die Wirkung auf den Blutzucker-Spiegel ist ähnlich wie beim Weizen-Mehl. Glutenfrei ist es auch nicht, was allerdings bei Diabetes ohnehin nicht notwendig ist, es sei denn, es besteht neben dem Diabetes eine medizinisch diagnostizierte Gluten-Intoleranz (Sprue, Zöliakie).
Mythos: Fettarmes, rotes Fleisch und Wurst sind gut bei Diabetes
Wahrheitsgehalt: Falsch.
Rotes Fleisch und auch Wurst vom Rind, Kalb, Schwein, Lamm oder Wild gehört für viele Menschen regelmäßig auf ihren Teller. Dabei wird meistens davon ausgegangen, dass es lediglich fettarm sein soll und dann bei Diabetes ein Sattmacher ohne Kohlenhydrate ist. Doch sämtliche roten Fleisch- und Wurst-Produkte können das Risiko für das Entstehen eines Typ-2-Diabetes erhöhen. Mehr noch: je niedriger der Konsum von rotem Fleisch und Wurst bei Diabetes, desto besser. Das hilft, Folgeerkrankungen wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv zu beeinflussen. Ebenso verbessern sich dabei meistens auch erhöhte Blutdruck- und Blutfett-Werte.
Mythos: Süßstoffe sind ungesund
Wahrheitsgehalt: Falsch.
Wie bei vielem anderen macht auch hier die Dosis das Gift. Fakt ist, dass mittlerweile vom Konsum großer Süßstoff-Mengen abgeraten wird. Denn je stärker süß gegessen und getrunken wird, desto mehr gewöhnen wir uns an den Geschmack – mit der Folge, dass immer süßer gegessen und praktisch die Menge an Süßstoffen erhöht wird. Das ist vergleichbar mit dem Salz-Streuer, der vor dem Genuss übers Essen wandert. Mittlerweile gibt es immer wieder Meldungen, in denen es heißt, dass Süßstoff die Darmgesundheit bzw. die im Darm lebenden Kleinstlebewesen (als Darm-Mikrobiom bezeichnet) schädigt oder Auswirkungen auf den Blutzucker haben soll. Ob und wie sich Süßstoffe auf eine gesunde Besiedlung des Darms auswirken, ist aktuell noch nicht vollständig geklärt.
Klar ist dagegen, dass Übergewicht negative Auswirkungen aufs Mikrobiom hat. Und wenn durch das moderate Verwenden von Süßstoffen das Abnehmen leichter wird, ist schon viel gewonnen. Falsch ist, dass Süßstoffe den Blutzucker erhöhen. Denn sie sind völlig energiefrei und haben keine Auswirkungen auf Gewicht und Blutzucker. Damit die Mengen im gesundheitlich unbedenklichen Rahmen bleiben, gibt es Europa-weit festgelegte Tages-Höchstmengen (ADI, engl. Acceptable Daily Intake) für jeden einzelnen Süßstoff. Fachgesellschaften wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) oder die DGE geben grünes Licht für einen bewussten und moderaten Konsum von Süßstoffen. Im Schwerpunkt-Beitrag zu Süßstoffen und Zucker-Austauschstoffen auf Seite 20 finden Sie weitere Informationen rund um die Alternativen ohne Kalorien.
Mythos: Fruchtzucker, Honig und Kokosblüten-Zucker sind gesunde Zucker-Alternativen
Wahrheitsgehalt: Falsch.
So blumig und vielversprechend die Empfehlungen zu diesen dreien auch sein mögen – sie sind keine gesunden Alternativen bei Diabetes. Fruchtzucker galt bei Diabetes früher als passendes Süßungs-Mittel. Mittlerweile gibt es keine Süßigkeiten mit Fruchtzucker mehr. Wissenschaftler sind sich einig, dass Fruchtzucker, allen voran aus verarbeiteten Lebensmitteln, das Entstehen von Übergewicht fördert. Außerdem ist die Insulin-Empfindlichkeit herabgesetzt und die Entwicklung einer Fettleber wird dadurch gefördert. Außerdem kann Fruchtzucker den Harnsäure-Spiegel negativ beeinflussen, was das Risiko für eine Gicht erhöht. Fruchtzucker wird deshalb heute lediglich in Form von frischem Obst empfohlen.
Honig hat zwar einen angenehmen Geschmack und verleiht zum Beispiel Weihnachtsgebäck eine besondere Note. Doch im Hinblick auf seine Nährwerte und deren Wirkung auf den Blutzucker ist er bei Diabetes wie herkömmlicher Zucker zu bewerten. Auch Kokosblüten-Zucker ist bei Diabetes keine geeignete Alternative. Denn auch er hat Einfluss auf den Blutzucker und enthält einiges an Kalorien: In 100 g stecken 384 kcal.
Mythos: Rotwein ist gut fürs Herz
Wahrheitsgehalt: Falsch.
Immer wieder heißt es, dass das tägliche Glas Rotwein positive Wirkungen auf die Herz-Gesundheit hat. Verantwortlich dafür sollen die im roten Wein enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Polyphenole) sein. Sie wirken antioxidativ und sollen vor Ablagerungen in den Blutgefäßen schützen. Doch mit dem Rotwein ist es so eine Sache: Gegen ein kleines Glas trockenen Wein zum Beispiel ein- bis zweimal in der Woche spricht meistens nichts. Bei Diabetes gibt es dazu ein großes Aber: Alkohol ist ein Zellgift und die Leber ist bestrebt, ihn so schnell wie möglich wieder abzubauen, bevor sie wieder in der Lage ist, Zucker aus ihren Speichern ins Blut abzugeben. So kann durch den Alkohol-Konsum eine Unterzuckerung entstehen.
Mehr noch: Alkohol hat einen negativen Einfluss auf die Blutgefäße und den Blutdruck. Und wer auf sein Gewicht achten oder abnehmen möchte, sollte besser auf Bewegung und reichlich Gemüse und Salat setzen, denn Alkohol liefert einiges an Kalorien und fördert den Appetit. Sekundäre Pflanzenstoffe, wie die erwähnten Polyphenole aus den roten Trauben im Rotwein, gibt es in geballter Ladung in frischem Gemüse, Salat, Kräutern und Früchten (mehr Informationen dazu gibt es im Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe in der Mai-Ausgabe des Diabetes-Journals).
Mythos: Grapefruit verträgt sich nicht mit einigen Medikamenten
Wahrheitsgehalt: Richtig.
Zum Schluss noch eine Behauptung, die wichtig und auch richtig ist. Denn Grapefruits sind zwar gesund, aber ihre Bitterstoffe können die Wirkung zahlreicher Medikamente verstärken oder abschwächen. Dazu gehören Arzneien, die zum Beispiel bei Bluthochdruck, erhöhten Blutfett-Werten, Depressionen, erektiler Dysfunktion oder einer Antihormon-Therapie nach Brustkrebs verordnet werden. Oft heißt es, dass lediglich Grapefruit-Saft diese Wechselwirkungen hervorrufen kann. Experten raten mittlerweile aber auch davon ab, frische Früchte zu essen, wenn Medikamente aus den genannten Gruppen zum täglichen Leben dazugehören. Damit Sie auf Nummer sicher gehen, lassen Sie diese und andere Wechselwirkungen in der Apotheke überprüfen.
Fazit
Viele Ratschläge sind zwar gut gemeint, doch oft nicht richtig. Bei anderen kommt es auf die Menge und Häufigkeit an. Deshalb prüfen Sie genau, bevor Sie auf bestimmte Dinge verzichten.
Schwerpunkt „Ernährung für eine gute Gesundheit“
- Essen und Gesundheit: Was stimmt, was nicht?
- Viele Mythen zu Süß-Alternativen
- Besiedlung durch Bakterien: Was dem Darm guttut
- Interview: Viele Ballaststoffe essen
- Warum die Leber bei Diabetes so wichtig ist
von Kirsten Metternich von Wolff
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (6) Seite 16-19
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 1 Tag
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 5 Tagen, 10 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 5 Tagen, 9 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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