- Ernährung
Hafer und Diabetes: ein perfektes Paar?
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Wussten Sie, dass Hafer einiges für Ihre Gesundheit tun kann? Vorausgesetzt, Sie wählen die passenden Lebensmittel dazu aus. Wir sagen, was sinnvoll ist.
„Hafer ist doch so kohlenhydratreich und erhöht den Blutzucker?“ Vielleicht haben Sie das auch mal gehört. Aber: „Die Dosis macht das Gift.“ Wenn Sie Hafer meist als süßen Müsliriegel, gezuckerten Kuchen, Gebäck, Knuspermüsli oder Porridge mit Zucker zu sich nehmen, schnellt der Blutzucker in die Höhe. Doch passend ausgewählt, kann Hafer für Ihren Blutzucker sowie Cholesterinspiegel hilfreich sein.
Die gute Seite des Hafers
Der im Hafer enthaltene lösliche Ballaststoff Beta-Glucan ist die Schlüsselsubstanz in Haferflocken oder -kleie. Nach dem Essen solcher Produkte bildet sich, im Zuge der Verdauung, durch Beta-Glucan eine zähflüssige Masse. Diese trägt dazu bei, dass der Kohlenhydrat-Abbau im Dünndarm und die Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel länger dauern. Sprich: Der Blutzucker schnellt nicht so stark in die Höhe wie bei anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln.
Damit kann Hafer dazu beitragen, Blutzuckerspitzen zu verhindern. Das ist wissenschaftlich belegt und darf mit einer entsprechenden Gesundheitsaussage (Health Claim) auf der Verpackung von Haferkleie und Haferflocken stehen. Bekannt ist auch, dass Beta-Glucan aktiv zum Senken des Cholesterinspiegels beiträgt – vorausgesetzt, es wird im Rahmen einer abwechslungsreichen Lebensmittelauswahl regelmäßig gegessen.
Eine Menge von 3 g Hafer-Beta-Glucan wird hier empfohlen. Diese Menge essen Sie z. B. über 70 g Haferflocken, 50 g Haferkleie oder 40 g lösliche Haferkleieflocken, am besten verteilt auf mehrere Mahlzeiten. Es bieten sich an: Einsatz z. B. in Porridge, selbst gemachtem Müsli, Brot/Brötchen mit Hafer und Haferkleie, selbst gemachtem Kuchen oder Plätzchen mit Haferflocken. Lösliche Haferkleie eignet sich für Gemüsesaucen, Aufläufe oder Suppen. Hafer gibt Speisen eine angenehm nussige Note, lecker.
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (4) Seite 9
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

