“Haus Töller”: Kölsche Küche

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© Hans Lauber
“Haus Töller”: Kölsche Küche

Im Traditionsgasthaus von 1871 stimmt alles: Ambiente, Essen und Trinken. Und der ruppige Charme der Kellner wird unter Brauchtum verbucht.

Zu den beliebtesten deutschen Wirtschaften gehören die Kölner Brauhäuser. In gastlichen Stätten mit so anheimelnden Namen wie „Früh em Veedel“, „Malzmühle“, „Max Stark“ oder „Em Golde Kappes“ wird das süffige, obergärige Kölsch in typisch kleinen 0,2-Liter-Gläsern ausgeschenkt. Es wird deftig gekocht, es ist gemütlich und die Kellner, die hier Köbes heißen, versprühen einen rauen Charme.

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Wo die Vergangenheit lebendig ist: Wirtsstube im „Töller“

Eine der traditionsreichsten Gaststätten ist das „Haus Töller“, dessen Einrichtung seit 1871 fast unverändert ist und wo die hölzerne Kassettendecke sogar die letzte ihrer Art in der Domstadt ist. Aber nicht nur das holz-gemütliche Ambiente lockt zum Besuch, sondern auch die Speisen. Geht es in vielen Brauhäusern eher Convenience-orientiert zu, wird hier noch richtig gekocht, weshalb es manchmal auch ein wenig dauern kann.

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Die pure Fleischeslust: Geschältes Schinkenhämchen

Fast unverändert ist seit Jahren die Karte, welche rund 20 Klassiker der Kölschen Küche auflistet und naturgemäß sehr fleischlastig ist. Sie reicht von der frischen Bratwurst über Kassler mit Sauerkraut bis zum berühmten Rheinischen Sauerbraten, der hier natürlich noch vom Pferd ist. Mein persönliches Lieblingsgericht ist das geschälte Schinkenhämchen, also ohne die fette Schwarte. Es kostet 20 Euro und ist unfassbar saftig. Ordentlich das Püree, schlotzig genial das Sauerkraut, das mich so begeistert hat, dass ich noch eine Portion für 3 Euro nachbestellt habe.

© Hans Lauber
Sind so kleine Gläser: Päffgen-Kölsch

Die Kölsche Kultmarke heißt Päffgen, was noch mitten in der Stadt gebraut und im urigen Brauhaus in der Altstadt aus großen Holzfässern gezapft wird (jedenfalls war das in “normalen” Zeiten so). Etwas kleiner sind die Päffgen-Fässer bei Töller, wo das Bier für 2 Euro in der Regel flott auf den Tisch kommt. Das ist auch nötig, denn durch die wenige Kohlensäure fällt der Schaum sehr schnell zusammen. Aber Vorsicht: Weil sich Kölsch so leicht wegschlappern lässt, weil die Gläser so klein sind, glauben viele, dass es weniger Alkohol als andere Biere habe. Dem ist nicht so, weshalb es sich empfiehlt, irgendwann den Bierdeckel aufs Glas zu legen. Erst dann bringt der Köbes kein neues Kölsch.

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Es hat sich gelohnt: Ordentliche Zeche

Etwas teurer als die normalen Kölsch-Kneipen ist Töller. Aber für die Qualität der Speisen geht das absolut in Ordnung. Erfreulich die Mischung der Gäste – auch sehr viele junge Leute finden den Weg ins Traditionshaus und lassen sich auch nicht vom manchmal ruppigen Ton der Köbesse stören. Wer deftige Küche liebt (ein Gedicht die Kartoffelsuppe, ebenso wie freitags die Reibekuchen), wird hier glücklich. Allergiker, Vegetarier, gar Veganer eher nicht. Auch Weintrinker kommen hier nicht auf ihre Kosten, denn die Auswahl ist so, wie ich es in der amerikanischen Provinz erlebt habe: Rotwein oder Weißwein.

Fazit: Eine erfreulich kompromisslose Kölsche Küche auf hohem Niveau.

Haus Töller


Adresse: Weyerstraße 96, 50 676 Köln

Öffnungszeiten: Von Montag bis Samstag ab 17 Uhr

Kontakt: 0221/25 89 316. Reservieren ist empfehlenswert. Keine Website


ECHT ESSENheißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.

von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de

Internet: www.lauber-methode.de

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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