- Ernährung
Echt essen: „Zippiri“ – sardo puro
3 Minuten

Das Echt essen-Gasthaus im Juni: In dem sardinischen Lokal „Zippiri“ in Köln wird eine schnörkellose Küche serviert, bei der auch Pferdefleisch eine wichtige Rolle spielt – sardo puro eben.
Die Deutschen lieben die Italienische Küche. Was wohl daran liegt, dass es den Italienern gelingt, einen Hauch Exotik mit Bodenständigkeit zu verbinden. Auch das Kölner Zippiri macht da keine Ausnahme. Eine übersichtliche Karte listet die allbekannten Klassiker wie Pasta auf, wobei ein Schwerpunkt auf Fisch und Fleisch liegt – und das alles zu bezahlbaren Preisen. Erfreulich: Es wird fett- und salzarm gearbeitet, gesundheitliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle. Viele Köche blenden dieses Thema gerne aus, obwohl es in unserer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger wird.
Zwei Räume und ein hübscher kleiner Garten
Marco Piras heißt der in Sardinien geborene Koch und Wirt, der auf eine erfolgreiche Karriere mit vielen Stationen in ganz Europa zurückblicken kann, so hatte er etwa in Wuppertal ein eigenes Restaurant. In Köln betreibt er mit seiner Frau, die den Service charmant leitet, das beliebte Zippiri, was auf deutsch Rosmarin heißt. Das lang gestreckte Gasthaus verfügt über zwei Räume und einen hübschen kleinen Garten.
Immer wieder schaue ich Köchen gerne bei der Arbeit zu, gibt das doch einen hervorragenden Eindruck über die Art und Weise wie die Abläufe sind. Die blitzsaubere Küche im Zippiri, die ich von meinem Platz bestens beobachten kann, vermittelt zwei Dinge: Es sind Profis am Werk, jeder Handgriff sitzt, und es herrscht eine gute Stimmung. Interessant ist es, den Chef zu beobachten. Er steht lachend mittendrin und hat es nicht nötig, sich als großen Zampano zu inszenieren. Sehr angenehm.
Das Ristorante nennt sich auch Weinbar – und diese Bezeichnung ist berechtigt, wovon die vielen leeren Flaschen Sassicaia und Tignanello künden, die zu den besten und teuersten Tropfen unserer südlichen Nachbarn zählen. Es geht aber auch günstiger und erfreulicherweise lassen sich viele Flaschenweine auch glasweise genießen. Ich wähle einen weißen, angenehm gereiften Tropfen aus Sardinien für sechs Euro und bin sehr zufrieden. Wobei die ganze Flasche 30 Euro kostet, was sehr im Rahmen bleibt.
Großes Essvergnügen: Fischcarpaccio
Ein italienischer Klassiker ist Fischcarpaccio, in dünne Scheiben geschnittener Fisch, wobei meistens Thun, also Tonno, genommen wird. So hält es auch Marco Piras, der den rohen Tonno mit klein geschnittenem Fenchel, einer frischen Scheibe Orange und einer Mayonnaise aus Bottarga, also getrocknetem Fischrogen, kombiniert. Eine gewagte Zusammenstellung für 18 Euro, die aber bestens harmoniert und großes Essvergnügen bereitet.
Das Gericht zeigt, warum die italienische Küche weltweit so beliebt ist: Das alles sieht sehr simpel aus und ist dennoch von höchster Raffinesse. Allerdings braucht es einige Zutaten, um wirklich gut zu werden, nämlich besten frischen Fisch, ausgezeichnetes Olivenöl und einen versierten Koch für die geniale Mayo.
Findet sich leider ganz selten auf den Speiseplänen: Pferdefleisch
Eine rühmenswerte Ausnahme bildet das Zippiri, wo das Huftier sowohl als Vorspeise wie auch als Hauptgericht angeboten wird. Ich bestelle Pferdefilet Tagliata, also in Scheiben geschnitten, für 39 Euro. Perfekt auf den rosa Punkt gebraten ist das Filet, das auf einem Bett aus Rucola ruht und mit knackig-frischem Gemüse serviert wird. Ach ja, wie es schmeckt? Ganz normal würde ich sagen, von Rindfleisch kaum zu unterscheiden, was sicher auch am würzigen Parmesan liegt.
Nicht ungewöhnlich ist es für mich Pferdefleisch zu essen, bietet es doch sogar ein Kölner Traditionsgasthaus als Rheinischen Sauerbraten an. Aber prinzipiell wird das zarte, fettarme und damit gesunde Fleisch leider selten offeriert, was wohl an emotionalen wie religiösen Vorbehalten liegt. So hatten es einige Päpste sogar ganz verboten, wobei die Gründe bis heute im Dunkeln liegen. Meine Empfehlung: Einfach mal probieren!
Fazit: Ein ganz spezieller Italiener mit besten, teilweise ungewöhnlichen Produkten.
von Hans Lauber
Hans Lauber war lange Zeit als Marketing-Direktor bei einem TV-Sender tätig, bis im Jahr 1999 Typ-2-Diabetes bei ihm diagnostiziert wurde. Dies nahm er zum Anlass, seinen Lebenswandel komplett umzustellen: Lauber kündigte seinen Job und machte sich selbstständig, informierte sich intensiv über das Thema Diabetes und begann eine Methode zu entwickeln, um seinen Stoffwechsel ohne oder mit wenigen Medikamenten in den Griff zu bekommen. Messen, Essen und Laufen wurden so zu den Kernelementen der Lauber-Methode, die er in mehreren Bestseller-Büchern vorgestellt hat.
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lena-schmidt postete ein Update vor 4 Stunden, 43 Minuten
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße








