- Aus der Community
Hohe Blutzuckerwerte am Abend
3 Minuten

Es ist 17 Uhr und ich radle mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause. Ich betreue in einer neuen Mittelschule Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Kurz bevor ich mit dem Fahrrad losfahre, nehme ich bei einem Blutzucker von 82 mg/dl (4,6 mmol/l) noch ein Smoothie zu mir, dass mein Blutzucker durch die Bewegung nicht weiter absinkt.

Großer Hunger nach der Arbeit
Zu Hause angekommenen, befindet sich mein Blutzuckerspiegel mit 96 mg/dl (5,3 mmol/l) auf einem optimalen Niveau. Erschöpft lege ich meine Schultasche nieder. Mein nächster Gang ist dann oft weiter zum Kühlschrank. Ich beginne dann, „dual“ für meine Tochter und mich zu kochen. Was bedeutet „dual“? Meine Tochter isst normale Kohlenhydrate, wie Spaghetti oder Pizza, und ich als Dia-Mama koche mir meist ein buntes Gemüse mit einer vegetarischen Bratwurst oder Tofu. Während des Kochens esse ich vorab meist schon eine Karotte, einen Apfel oder ein Stück Käse. Zusammen mit meiner Tochter (mein Mann kommt erst in der Nacht nach Hause) esse ich dann gemeinsam Abendbrot. Im Anschluss wird noch alles für den kommenden Tag vorbereitet. Dann bringe ich meine Tochter ins Bett.
Und jetzt kommt das Problem …
Problem des „Nicht-Aufhören-Könnens“ und Low Carb

Zur Entspannung oder zum Entstressen beginne ich dann manchmal, weiterzuessen. Natürlich bemühe ich mich, „Low Carb“ zu essen, zum Beispiel Karotten, einen Apfel oder Käse. In der Vorweihnachtszeit rutschen aber leider auch öfters Kekse oder andere Süßigkeiten mit dazwischen. Und genau diese kleinen oder großen Mengen an Kohlenhydraten provozieren bei mir einen erhöhten Blutzucker. Zwar gebe ich mir über meine Insulinpumpe einen Bolus, doch verspätet in der Nacht – oft gegen 2 oder 3 Uhr – steigen die Werte dann auf Werte über 200 mg/dl (11,1 mmol/l).
Jetzt denkt ihr euch sicher: „Jetzt beherrsch dich doch! Du hast schließlich Diabetes!“ Doch dieses Problem des Nicht-Aufhören-Könnens kenne ich bereits vom Unterzucker. Eine Hypoglykämie provoziert im Gehirn das Gefühl: „Ich habe Hunger!“
Sinkt der Blutzuckerspiegel ab, bekommt das Gehirn zu wenig Zucker. Das Gehirn kann nicht wie andere Organe Zucker speichern. Das Gehirn fordert dann mit Botenstoffen wie Stresshormonen nach Kohlenhydraten (vergleiche www.diabetes-online.de, www.feelfree-welt.de).
Zu viel Essen als emotionale Herausforderung

Auf der anderen Seite ist dieses „Nicht -Aufhören-Können“ eine Emotion, um sich vom Stress und der Anspannung des Tages zu befreien. Die Situation dieser erhöhten Blutzuckerwerte stört mich extrem. Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich da etwas ändern könnte. Manche von euch werden denken: „Da soll sie doch einfach abends nichts mehr essen!“ Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die gerne abends etwas zu viel isst. Deshalb habe ich mir einige Alternativen überlegt:
Ein paar Kohlenhydrate zum Abendbrot bremsen den Heißhunger
Nach Low Carb habe ich körperlich oft immer noch ein bisschen Hunger. Es fehlt irgendwie etwas. Also esse ich jetzt zu meinem Gemüse doch eine Kartoffel oder ein paar Nudeln.
Gleich nach dem Abendessen Zähne putzen und damit den Heißhunger überlisten
Ich bemühe mich jetzt, öfters mit meiner Tochter gemeinsam die Zähne zu putzen und danach nichts mehr zu essen. Denn die Prozedur des Zähneputzens doppelt durchzuführen, mag niemand.
Einen verlängerten Bolus, um die Kohlenhydrate nachts abzufangen
Falls ich doch am Abend zu viel „gesündigt“ habe, gebe ich mir einen verlängerten Bolus und stelle mir nachts gegen zwei Uhr den Wecker, um meinen Blutzucker zu kontrollieren.
Wie geht es euch mit dem Essen am Abend? Seid ihr diszipliniert mit dem Essen oder passiert es euch auch, dass ihr manchmal zu viel esst und dann am anderen Morgen einen erhöhten Blutzucker habt?
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lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Tag, 19 Stunden
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/







Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße