- Ernährung
„Ito“: Frischester Fisch
6 Minuten
Das Echt essen-Gasthaus im Januar: To go auf seine schönste Weise beim Kölner Spitzenjapaner: Einfach heimtragen und die filigranen Kreationen ohne „Kochen“ genießen. PLUS: Heimische Heilpilze.
Neben dem Gasthaus des Monats gibt Hans Lauber in diesem Beitrag zusätzlich einen Einblick in die faszinierende Welt der heimischen Heilpilze.
In keinem Land gibt es so viele fitte Alte wie in Japan. Wesentlicher Grund für diese Vitalität ist das Essen – eine Ernährung, die mich bei meinen Besuchen immer wieder fasziniert hat. Alle Produkte sind ungemein frisch – und werden ungemein schonend zubereitet. Fisch, Gemüse und Reis bilden die Grundlage für diese wohl schmeckende und gesunde Küche.
„Ito“ Innen: Wann dürfen wir endlich hier sitzen?
Selten ist es in Deutschland möglich, diese japanische Qualität authentisch auf hohem Niveau zu genießen. Am Besten gelingt das noch in Düsseldorf, weil es da eine große japanische Community gibt. Unumstrittener Platzhirsch ist dort Yoshizumi Nagaya mit seinem gleichnamigen hochdekorierten Restaurant, das einen wunderbaren Ableger hat, das „Yoshi“ (resultierend aus dem Vornamen des Meisters), das ich vor Jahren schon einmal vorgestellt habe.
Seit neuestem lässt sich beste Nippon-Küche nun auch in Köln genießen, nämlich im „Ito“, das von Kengo Nishimi gegründet wurde, fast fünf Jahre lang die rechte Hand von Nagaya.
Zelebriert kompromisslose Qualität: Kengo Nishimi
Im normalerweise quirligen Belgischen Viertel in Köln liegt das strahlend helle, einladende Gasthaus mit seinen farbenfrohen Fischzeichnungen. Ein wunderbares Juwel, das aber noch nicht wirklich funkeln durfte, denn die geplante Eröffnung im November 2020 fiel in das Regime vom aus China stammenden Virus. Gottseidank gibt es aber ein hervorragendes Take away – und als ich das Bestellte abhole, begeistert ein ungemein warmherziger Empfang. Um die anderen Kunden nicht warten zu lassen, machen ich nur ein paar schnelle Fotos, packe alles in eine Tüte, zahle für Zwei 125 Euro und verabschiede mich.
Nichts ist verrutscht: Hamachi Carpaccio
Bin bange, ob die filigranen Köstlichkeiten die halbstündige U-Bahnfahrt überstehen. Eine unbegründete Sorge, alles bleibt hübsch an seinem Platz – ich muss nur noch die Deckel abnehmen. Als leidenschaftlicher Fischfreund bestelle ich fast ausschließlich Meeresgetier, die Spezialität des Hauses, die weitgehend aus dem ausgezeichneten Düsseldorfer Netzwerk des Meisters stammt. Ein Highlight ist Tuna Tataki, marinierter Thunfisch, scharf angebraten, für 17,50 Euro – ein Gedicht (auf dem großen Foto rechts). Ein köstliches Stelldichein der viel gelobten Omega-3-Fette ist das hier abgebildete „Hamachi Carpaccio“ mit fein geraspeltem Rettich, Zitrone, Knoblauch, Koriander und einer natürlich selbst gebrauten Yuzu-Soja-Sauce. Zu den wertvollsten und feinsten Fischen zählt die Gelbschwanzmakrele – und das zu Recht!
Fisch, was willst du Meer: „Ito“-Inszenierung
Extrem puristisch ist die Küche von Kengo Nishimi – und trotzdem höchst raffiniert. Schließlich dauert es viele Jahre, bis ein wahrer Sushi-Meister für die Gäste arbeiten darf. Denn je nachdem wie das Fleisch geschnitten wird, schmeckt es völlig unterschiedlich. Zu genießen bei den zart-schmelzenden Fischen der großen Sashimi-Variation für 36 Euro (vorne Mitte) mit einem hinreißend würzigen Shiso-Blatt. Intensiv-fettig, aber nicht fischig der Lachs beim Sushi-Nigiri (obere Schale unten links). Grandios die Inside Out Rolls, einmal mit Thunfisch und Avocado, einmal mit Gelbschwanzmakrele und Frühlingslauch.
Praktisch ist alles roher Fisch, was viele nicht mögen. Wer aber vitalisierende Proteine in Höchstform erleben will, fühlt sich im siebten Gesundhimmel. Ideal als Getränkebegleitung ist ein kräftiger japanischer Grüntee.
Herrlich verträglich und beflügelnd schmeckt das – und schon bald werde ich genau das Gleiche noch einmal bestellen!
Fazit: Eine ideale Mischung aus höchstem Genuss und höchster Vitalität.
„Ito“
Adresse: Antwerpener Straße 15, 50 672 Köln
Öffnungszeiten: Bestellungen von Mittwoch bis Sonntag ab 12 Uhr. Abholung (keine Lieferung) ab 17 Uhr.
Kontakt: 0221/355 7327, www.ito-restaurant.de
Hinweise: Zahlung nur bar oder mit EC-Karte. Rechtzeitig bestellen, da vieles oft ausverkauft ist!
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Die faszinierende Welt der heimischen Heilpilze
Pilze sind wichtig in der japanischen Küche – genau so wie in der gesamten asiatischen. Gerade in China werden Pilze in der Küche hoch geschätzt und spielen eine entscheidende Rolle in der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM). Was viele nicht wissen: Etliche dieser Pilze stammen auch aus Deutschland, sei es vor allem aus Zuchten, aber es gibt für Kenner auch heimische Heilpilze in der freien Natur. Ein lohnendes Ziel, schließlich bergen viele Pilze auch antivirale Kräfte.
Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit sind solche raren Schätze zu finden, weshalb ich endlich wieder einmal mit Christian Heinichen aus Rheinbach bei Bonn in die nahen Wälder aufbreche. Der studierte Landschaftsgärtner wirkt auch als Mykologe, bietet Pilzführungen an – und kennt Rezepte für die geheimnisvollen Köstlichkeiten.
Weiß, wo die Pilze wachsen: Mykologe Christian Heinichen
Eine ganz eigene Welt bilden die Pilze, sind weder Pflanze noch Tier. Wobei sie von ihrer Biologie her eher dem Tierischen zuzurechnen sind, da sie im Gegensatz zu Pflanzen keine eigene Energie aus dem Sonnenlicht gewinnen können, sondern auf „vorgefertigtes“ Material angewiesen sind. Im Winter ist das vor allem vermoderndes Holz, das sie soweit zersetzen, dass es wieder dem Waldkreislauf zugeführt wird.
Geschneit hat es am Vorabend, ich würde hier nichts finden. Aber Christian Heinichen sagt zielführend „wir nähern uns dem Judasohr“. Das weiß er, weil er weiß, welcher Pilz in welcher Symbiose wächst. Hier sind es vor allem Holundergewächse, weshalb der Pilz im Volksmund auch Holunderschwamm heißt. Als „Mu Err“ wird das Judasohr in der chinesischen Küche und Medizin seit über zweitausend Jahren genutzt.
Wohltemperiert: Zucker senkende Judasohren
Auch bei uns wird der Holunderschwamm medizinisch eingesetzt. Ihm werden folgende Eigenschaften zugesprochen: So vermindert er die Insulinresistenz, was bedeutet, dass das Hormon besser arbeiten kann, der Blutzucker gesenkt wird – und er damit hilfreich ist beim weit verbreiteten Typ-2-Diabetes. Auch bessern sich die Cholesterin- und die Blutdruckwerte, was auch wissenschaftlich dokumentiert ist.
Wirkt antiviral: Samtfußrübling
Weiter geht es – und wir finden eine wahre Medizinfabrik, den Samtfußrübling, der in Japan als Enokitake hoch im Kurs steht. Dieser Baumpilz wirkt gegen den Krebs, hilft der Leber auf die Sprünge, senkt den Blutdruck, zügelt Entzündungen der Magenschleimhaut und hat eine Eigenschaft, die ihn derzeit besonders wertvoll macht: Er hemmt die Vermehrung von Viren. Noch etwas macht diesen Pilz wertvoll: Er mundet ausgezeichnet, weshalb wir ihn gerne sammeln.
Stimuliert das Immunsystem: Goldgelber Zitterling
Wunderschön leuchtet in der Winterlandschaft der Goldgelbe Zitterling, der in Japan als Shiro kikurage besonders geschätzt wird, schützt er doch vor radioaktiver Strahlung. Da wir gottlob bislang weitgehend von den tödlichen Strahlen verschont sind, erfreuen wir uns daran, dass der Pilz zähen Schleim löst, und dass er das stärkt, was wir derzeit besonders brauchen: das Immunsystem. Leider finden wir nur ein Exemplar, was wir natürlich stehen lassen.
Müssen bissfest bleiben: Judasohren
Über vier Stunden wandern wir, was großen Appetit macht. Höchste Zeit unsere Pilze zuzubereiten. Weil das Judasohr relativ wenig Eigenschmack hat, brät Christian Heinichen eine klein geschnittene Zwiebel in Butter glasig an, gibt die Pilze dazu, dünstet alles in der geschlossenen Pfanne – würzt dann mit Rosmarin, Zitrone, Wein, Salz, Pfeffer und Sahne. Lässt alles sanft einköcheln und streut am Schluss fein gehackte Petersilie darüber.
Beim Samtfußrübling dünstet er zuerst klein geschnittene Petersilien- und Pastinakenwurzel, gibt die Pilze dazu, lässt es bei niedriger Hitze köcheln, fügt einen Tannenzweig (Wald zu Wald) hinzu, würzt mit Muskat, Pfeffer und Salz. Dazu passt ein Kartoffelgratin, verfeinert mit Knoblauch, Zwiebel, süßer Sahne und geriebenem Emmentaler.
Phänomenales Standardwerk: „Heilende Pilze“
Ein Höhepunkt der Recherche für mein Buch „TDM Traditionelle Deutsche Medizin“ war der Besuch bei Jürgen Guthmann, der in der Nähe von Ansbach lebt. Der Diplom-Ingenieur für technische Chemie, der lange an der Hochschule Weihenstephan arbeitete, hat in zehnjähriger Arbeit mit „Heilende Pilze“ ein einzigartiges Standwerk geschaffen, das 150 Pilzarten vorstellt, mit 494 Fotos ausgezeichnet bebildert ist und mit 1600 Literaturzitaten wissenschaftlich unfassbar gründlich fundiert ist.
„Gibt es antivirale Pilze?“, frage ich per Mail – und erhalte freundlicherweise schon tags drauf folgende Antwort: „Es gibt interessante Berichte zur antiviralen Wirkung der Schmetterlingstramete, vom Raupenpilz und nicht zuletzt vom Shiitake (auch bei SarsCov2). Ich nehme alle drei!!! Die ersten beiden als Extrakt und den Shiitake frisch oder als Pulver“.
Natur hilft bei Covid Zwei Dinge folgere ich: Möglichst bald nach Bayern zum ungemein sympathischen und kompetenten Jürgen Guthmann aufbrechen, um das mit Covid genauer zu erfragen. Und mein Wunsch an die aktuelle Forschung: Unbedingt auch die Pilze bei der Entwicklung neuer Medikamente gegen die Seuche einbeziehen. Schließlich stammen die Viren aus der Natur (Stichwort Zoonosen) – und wahrscheinlich weiß auch die Natur am Besten, was dagegen hilft.
ECHT ESSEN
heißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.

von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
Internet: www.lauber-methode.de
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 10 Stunden, 35 Minuten
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 18 Stunden, 11 Minuten
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 10 Stunden, 43 Minuten
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 10 Stunden, 21 Minuten
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 9 Stunden, 14 Minuten
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 8 Stunden, 20 Minuten
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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galu postete ein Update vor 4 Tagen, 15 Stunden
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 4 Tagen, 13 Stunden
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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