- Ernährung
Kohlenhydrate berechnen: So schätzen Sie Speiseeis richtig
2 Minuten
Leckere Abkühlung bei diesen Temperaturen gefällig? Da denkt natürlich jeder sofort an Speiseeis. Aber Insulinpatienten sollten vorsichtig sein: Eis ist nicht gleich Eis, und entsprechend schwierig ist es oft, die Menge der Kohlenhydrate richtig zu berechnen bzw. einzuschätzen. Ernährungs-Expertin Evelin Sadeghian nennt praktische Tipps.
In der Regel wird Speiseeis aus Milch, Milcherzeugnissen, Ei, Zuckerarten, Honig, Trinkwasser, Früchten, Butter, Pflanzenfetten, Aromen und/oder färbenden Lebensmitteln hergestellt. Abhängig von der jeweiligen Speiseeissorte und dem Geschmack werden weitere Zutaten verwendet, beispielsweise Kakao, Schokoloade, Kaffee, Nüsse, Nougat oder Rosinen – und zugelassene Farbstoffe sowie Stoffe mit stabilisierender Wirkung, verdickender oder emulgierender Wirkung.
Vorgaben für Inhaltsstoffe und den Gehalt
Für folgende Speiseeis-Bezeichnungen gibt es Vorgaben für die Inhaltsstoffe: Cremeeis, Rahmeis, Milcheis und Eiscreme müssen bestimmte Mengen Milchfett oder Milch enthalten, Eiscreme zum Beispiel 10 Prozent Milchfett.
Für Fruchtsorbet, Fruchteis und Fruchteiscreme gibt es Vorgaben für den Fruchtanteil, Fruchteis muss mindestens 10 bis 20 Prozent Früchte enthalten. Wassereis hat einen Fettgehalt von weniger als 3 Prozent. Softeis ist keine eigentliche Eissorte, sondern beschreibt eine besondere Form der Herstellung: Es handelt sich um ein aufgeschäumtes Speiseeis.
Speiseeis-Packungen mit Nährwertangaben
Bei Fertigpackungen erleichtern Nährwertangaben die Berechnung. Vorgeschrieben ist die Mengenangabe, in Liter (l) oder (ml). Fehlt die Angabe in Gramm (g), ist beim Berechnen/Abwiegen zu beachten, dass 1.000 ml Eis etwa 500 Gramm entsprechen. Beispiel: 100 ml Eis enthalten 16 g Kohlenhydrate (KH); entsprechen ca. 50 g Eis.
Auf einen Blick: Kohlenhydratgehalt von Speiseeis
- Milchspeiseeis: 1 Portion (ca. 75 g): 17 g KH
- Fruchteis: 1 Portion (ca.75 g): 22 g KH
- Eiswaffel: klein (ca. 15 g): 12 g KH, mittel (ca. 22 g): 18 g KH, groß (ca. 26 g): 21 g KH
Wissenswertes zu Speiseeis
- 10 bis 20 Prozent Früchte müssen in Fruchteis mindestens enthalten sein
- 3 Prozent Fettgehalt wird im Wassereis nicht erreicht
- 10 Prozent Milchfett ist in Eiscreme enthalten
Berechnung schwierig, doch Faustformel hilft
Für eine Eiswaffel sollten je nach Größe etwa 1 bis 2 Kohlenhydrateinheiten (KE) veranschlagt werden. Die tatsächliche Eismenge einzuschätzen, gestaltet sich etwas schwieriger. Die Portionen können mitunter sehr unterschiedlich ausfallen, da es keine klassischen Eiskugeln in genormter Größe gibt.
Als grobe Faustformel kann eine Portion Milcheis, je nach Größe, mit 1 bis 2 KE veranschlagt werden. Eine Portion Fruchteis, je nach Größe, mit 1,5 bis 2,5 KE.
Weniger Kohlenhydrate in Softeis
Eine Portion Softeis ist im Vergleich zu Milcheis leichter, hier empfiehlt es sich, eine geringere Kohlenhydratmenge zu kalkulieren. Den Lieblings-Eisbecher richtig einzuschätzen, gelingt erfahrungsgemäß gut, wenn man bei der Zubereitung zuschaut und alle kohlenhydrathaltigen Zutaten zusammenzählt.
von Evelin Sadeghian
Evelin Sadeghian ist Diätassistentin, zertifizierte Adipositas-Trainerin (DAG) und Ernährungsberaterin für Kinder, Jugendliche und deren Eltern. Sie ist tätig in der Abteilung „Diabetologie, Endokrinologie, Gastroenterologie und Klinische Forschung“ am Kinder- und Jugendkrankenhaus „Auf der Bult“ in Hannover.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 1 Woche
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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