Laktose-Intoleranz: Wenn Milch nicht gut vertragen wird

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Laktose-Intoleranz: Wenn Milch nicht gut vertragen wird | Foto: denis_vermenko - stock.adobe.com
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Laktose-Intoleranz: Wenn Milch nicht gut vertragen wird

Ein Glas Milch – für viele ein Genuss, für andere der Auslöser von Bauchschmerzen. Wenn Milch und Milchprodukte regelmäßig Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall auslösen, steckt dahinter oft eine Laktose-Intoleranz. Diese kann auch bei Menschen mit Diabetes vorkommen und wirft dann oft zusätzliche Fragen auf.

Laktose ist Milchzucker, ein natürlicher Bestandteil der Milch. Damit der Körper diesen Zucker aufnehmen kann, muss er im Dünndarm in seine beiden Einzelteile Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) aufgespalten werden. Dafür ist ein Enzym namens Laktase notwendig.

Fehlt dieses Enzym ganz oder wird es nur in geringen Mengen gebildet, bleibt die Laktose unverdaut. Sie gelangt in tiefere Darm-Abschnitte, in denen sie von Bakterien abgebaut wird. Das Ergebnis: Gase und organische Säuren entstehen – und die machen sich durch Blähungen, Bauchkrämpfe, Völlegefühl und Durchfall bemerkbar.

Ursachen einer Laktose-Intoleranz

Eine Laktose-Intoleranz kann unterschiedliche Ursachen haben:

  1. angeborene Form – sehr selten
    Der Körper produziert von Geburt an keine Laktase (Alaktasie). Betroffene Säuglinge reagieren schon auf Muttermilch mit schweren Durchfällen und Gedeihstörungen.
  2. primäre Laktose-Intoleranz – die häufigste Form
    Bei den meisten Menschen weltweit (etwa 75 Prozent) nimmt die Laktase-Produktion im Laufe des Lebens ab (Hypolaktasie). Diese genetisch gesteuerte Veränderung ist natürlich, führt bei manchen jedoch zu Symptomen. Ob und wann Beschwerden auftreten, ist individuell unterschiedlich.
  3. sekundäre Laktose-Intoleranz – Folge anderer Erkrankungen
    Hier ist die Laktase-Produktion im Rahmen einer Schädigung der Dünndarm-Schleimhaut vorübergehend oder dauerhaft vermindert. Auslöser können zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn), Zöliakie oder Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen sein.

Laktose-Intoleranz ist keine Allergie

Bei einer Milch-Allergie reagieren Betroffene bereits auf kleinste Mengen von Milch und Milchprodukten. Bei einer Laktose-Intoleranz werden kleine Mengen Milchzucker problemlos vertragen.

Der Standard in Deutschland ist der H2-Atemtest, bei dem der Gehalt an Wasserstoff (H2) in der Atemluft gemessen wird, der durch das Fermentieren der nicht vollständig aufgenommenen Kohlenhydrate im Darm entsteht. Gen-Tests sind nur bedingt aussagekräftig und der reine Blutzucker-Test wird heute kaum noch empfohlen.

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  • Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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    Wir freuen uns auf Euch! 🙂

  • lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas