- Ernährung
„maiBeck“: Die Gartenköche
5 Minuten
Das Echt essen-Spezial im September: Sterneküche im Schrebergarten. Eine gute Idee und eine zukunftsträchtige, findet unser Kolumnist Hans Lauber
Nein, wie ein typisches Sternerestaurant sieht das Kölner „maiBeck“ nicht aus: Die Einrichtung ist minimalistisch, die Tische sind klein und eng gestellt. Es gibt keine Tischtücher, aber Stoffservietten. Die Qualität ist hoch, die Preise sind moderat. Denn statt Luxuswaren werden größtenteils Produkte von kleinen Gärtnereien und Bauern aus dem Kölner Umland raffiniert veredelt.
Benvenuto per una festa sui prati
Auf diese Produzenten, mit denen sie teilweise seit Jahren zusammen arbeiten, sind die Macher des maiBeck besonders stolz. So sagten die Köche Tobias Becker und Jan Maier, die Initiatoren des inzwischen Kultstatus genießenden Gasthauses gerne zu, als sie im Rahmen eines Kölner Foodfestivals nach einer aufregenden Location gefragt werden. Ihnen fällt sofort eine Kleingartenanlage in Weidenpesch ein, was im Kölner Norden liegt. Die Wahl ist kein Zufall, denn von dort beziehen sie seit Jahren einen Großteil ihrer Kräuter.
Vom Garten auf den Tisch: Schnittknoblauch
Laurence Schweiger heißt die Kräuterfrau, die einen prächtigen Garten ihr eigen nennt mit einer unglaublichen Pflanzenfülle von Myrte, Olivenkraut über Pimpernelle bis Schnittknoblauch und Topinambur. Selten habe ich so einen vitalen und trotzdem verspielten Garten gesehen. Viele dieser Kräuter werden für die Gartengerichte verwendet, etwa der Schnittknoblauch mit seinen sanft-scharfen Blüten zur Krönung des Ziegenquarks beim Apéro.
Glückliche Gartenköche: Jan Maier (vorne), Tobias Becker
Vier Gänge umfasst das Menü an einem lauen Sommerabend in der Kleingartenanlage, beginnend mit Salatherzen sowie Tafelspitz bis hin zu im Garten geräuchertem Lachs, zart gegrilltem Schweinebauch sowie als Dessert die fein veredelten Pfirsiche von Eva und Manfred. „Endlich können wir da essen, wo unsere Ware herkommt“, freut sich ein sichtlich begeisterter Jan Maier in seiner launigen Ansprache an die rund 100 Gäste des Abends.
Gärtnerstolz: Eva Boss und Manfred Willems
Vor dem Essen können die Gäste die Gärten links und rechts der langen Tafel besichtigen. Erst zögerlich, dann richtig fasziniert wird die Gelegenheit genutzt. Auch ich horche mich um und treffe auf Eva Boss und Manfred Willems. Ein Paar, das mit Liebe alte Sorten kultiviert, wie etwa Boskop, Roter Eiserapfel. Besonders stolz sind sie auf ihren Baum mit echten Weinbergspfirsichen, die leider schon komplett für das Dessert abgeerntet sind. Aber zum Trost schicken sie mir ein Foto von dem prallen Baum. Fotografiert habe ich die beiden sympathischen Gärtner vor der Rosensorte „Kölner Flora“.
Das Beste, was ein Pfirsich werden kann: Weinberg
Das gefällt mir so an diesen Gärten, deren Name auf den Leipziger Arzt Dr. Moritz Schreber zurückgeht: Richtige kleine Paradiese sind das häufig, wo sich die Menschen sichtbar wohlfühlen, idealer Nährboden für langlebige Gemeinschaften. Auch sind viele Gärten Refugien, wo alte Sorten überleben, wo Bienen ideal „weiden“ können. Und weil selten gespritzt wird, ist das Ganze auch fast ökologisch zu nennen. Trotzdem werden die Gärten gerne belächelt, werfen bauwütige Interessenten immer intensivere Blicke auf diese stadtnahen Flächen – obwohl sie wunderbar helfen, die überhitzten Städte unserer heißen Sommer zu kühlen.
Freut sich auf junge Familien: Rudi Bock
Eine Hommage an diese Gärten ist denn auch die Schreber-Küche des maiBeck. Schließlich wird über die Veranstaltung in den Medien breit berichtet – was das Verständnis für die Relevanz der Refugien stärkt. Was mir auffällt: Auch die Gärtner sind begeistert, wozu sicher auch beiträgt, dass die an die Tafel Angrenzenden selbstverständlich eingeladen sind. Sehr zufrieden auch der Vereinsvorsitzende Rudi Bock, der nur ein Problem hat: Eine lange Warteliste. Aber er freut sich ganz besonders auf junge Familien, denn er findet es wichtig, dass die Kinder sich hier austoben können; dass sie erfahren, wie echtes Gemüse schmeckt.
Ton in Ton: Eigenes Besteck, eigenes Glas
Meister des Miteinander sind die maiBeck-Macher mit ihrer hochmotivierten Mannschaft. Schon in ihrem lichten Restaurant nahe dem Rheinufer schaffen sie eine quirlig-legere Atmosphäre, wo sich alt und jung, prominente Kulturleute genau so wie Normalos wohlfühlen – und viele der Gärtner berichten mir begeistert von ihren maiBeck-Besuchen. Die viel beschworene Schwellenangst vor der Sterneküche, sie existiert hier nicht. Auch im Garten schaffen sie sofort ein kreatives Miteinander, denn alle Teilnehmer hatten ihr eigenes Besteck, ihre eigenen Gläser mitzubringen. Das macht kommunikativ und erleichtert die Logistik, denn schließlich zog das Lokal mit zwei Lastwagen in den Garten – und das für einen Tag!
Hier zapft der Chef: Steffen Heller
Moderate 99 Euro kostete das Menü, einschließlich einem Rot- und einem Weißwein. Es ist ein ausgezeichneter Muskateller mit sommerlich-schlanken 11 Prozent Alkohol vom Pfälzer Weingut Oliver Zeter. Natürlich darf auch der Haustrunk der Domstadt nicht fehlen, das Kölsch. Hier selbstverständlich in süffiger Bio-Qualität von der kleinen Familienbrauerei Hellers – und persönlich gezapft vom sympathischen Steffen Heller. Der moderate Preis ist kein Zufall, denn auch im maiBeck kostet das vortreffliche 4-gängige Menü unter 50 Euro. Noch ein Vorurteil widerlegt: Sterneküche sei teuer.
Zügelt Entzündungen: Myrte
Langsam gehen die Gäste zu Tisch, und ich wandere noch einmal in den Zaubergarten der Laurence Schweiger. Dort bewundere ich einen prächtigen Myrtenbusch, kaue die harzig-bitteren Blättchen, die Entzündungen hemmen. Auch das ein wichtiger Aspekt der kleinen Gärten: Hier wachsen viele Heilpflanzen, die wie selbstverständlich von den Bewohnern genutzt werden. Auch deshalb sind für mich Schrebergärten, wo sich die Leute bewegen, wo sie höchst frisches Gemüse ernten, Gesundgärten – und sie sind Teil meines Buches „TDM Traditionelle Deutsche Medizin“.
Wenig sagen kann ich über die Qualität des Essens. Denn vor Beginn des Menüs verlasse ich die seit Monaten restlos ausverkaufte Veranstaltung. Aber ich bin sicher, es war so gut wie bei meinen vielen Besuchen, und wie ich es vor einigen Jahren beschrieben habe.
Langsam wird es dunkel – und es wird sicher, heute Abend regnet es nicht. Aber das hatte Jan Maier schon fröhlich prophezeit: „Jott is ene Kölsche!“
ECHT ESSEN
heißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.

von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
Internet: www.lauber-methode.de
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
