Sushi Stopp! Sashimi: Top!

3 Minuten

Sushi Stopp! Sashimi: Top!

Das Echt essen-Gasthaus im Januar: Faszinierendes Experiment mit GeMessen essen: Sushi lässt den Blutzucker explodieren. Sashimi senkt ihn tendenziell, was der schlanken Linie schmeichelt.

Den frischesten Fisch in einem japanischen Kölner Restaurant serviert derzeit das “Ito”. Was daran liegt, dass vieles direkt aus dem benachbarten Holland, aber auch einiges (wenig umweltfreundlich) direkt aus Tokio nach Düsseldorf und von dort nach Köln kommt. Aus Düsseldorf kommt auch der Sushi-Meister Kengo Nishimi, der dort lange Zeit die rechte Hand war von Yoshizumi Nagaya, dem besten japanischen Koch in Deutschland.

Großes Messer, großer Geschmack: Sushi-Meister Kengo Nishimi

Zum Lunch war ich am 16. Dezember im „Ito“ und habe für 29 Euro die drei Gänge genossen: Miso-Suppe, Spinatsalat mit grandiosen gebratenen Garnelen und dann eine Platte mit Sushi und Nigiri, eine fingerlange Rolle Sushireis, belegt mit einem Stück Fisch. Das alles schmeckt grandios – und ist doch eine ernährungsphysiologische Katastrophe, was ich gut dokumentieren kann: Denn derzeit trage ich das „FreestyleLibre3“, ein Messgerät, das permanent den Blutzucker misst, siehe dazu meine Geschichte.

Schmeckt gut, tut schlecht: Sushi und Nigiri

Obwohl ich vor dem Essen noch 3 Einheiten Insulin gespritzt habe, nach dem Essen sofort eine runde Stunde gelaufen bin, explodierte der Blutzucker, kletterte deutlich in den kritischen Bereich von über 200 mg/dl. Alles natürlich eine Folge von dem hochglykämischen Reis, der ähnlich wie durchgekochte Nudeln, zerkochte Kartoffeln ein Zuckertreiber ist. Wer so etwas häufig isst, wird auf Dauer dick, denn der hohe Blutzucker lockt das Insulin, ein Masthormon.

Schmeckt gut, tut gut: Sashimi

Also Teil 2 des Experiments eine Woche später am 23. Dezember. Diesmal verzichte ich auf das Lunch-Angebot und bitte um die große Sashimi-Platte aus der Abendkarte, was mir nach kurzer Diskussion auch zubereitet wird. Wieder starte ich mit der exzellenten Miso-Suppe, dann eine Portion Edamame, also die nussig schmeckenden Kerne der Sojabohnen, die reich an hochwertigen Eiweißen und Fetten sind.

Schon optisch ein Gedicht ist die große Sashimi-Platte für 49 Euro. Bestückt mit dem Besten, was die japanische Fischküche zu bieten hat, mageren und fetten Thunfisch, der schmelzend-schlotzig schmeckt; Gelbschwanzmakrele, Lachs und als Besonderheit Zander, der auf japanisch Suzuki heißt. Aber halt keine „schnellen“ Kohlenhydrate von dem Reis. Dazu ein heißer Grüntee und ein Glas Grüner Veltliner, ein beglückendes Mahl.

Von 120 auf 97: Essen und abnehmen!

Wieder dasselbe Procedere nach dem Essen: Rund eine Stunde durch die belebte Kölner Innenstadt laufen – und begeistert auf das Handy-Display schauen. Punkt 12 Uhr war ich im Ito mit einem Blutzuckerwert von rund 120. Dann ein kurzer Anstieg, wahrscheinlich durch die wenigen Kohlenhydrate der Soja-Bohnen. Aber dann ein stetiger Abfall bis auf 97 mg/dl um 14 Uhr. Ein faszinierendes Ergebnis – sogar ohne dass ich Insulin gespritzt habe.

Also lautet der Rat: Wer langfristig schlank bleiben will, hält sich an das Sashimi mit seinen hochwertigen Proteinen

Diabetes-Prävention vom Feinsten: „Ito“-Rechnung


ECHT ESSENheißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.



von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de

Internet: www.lauber-methode.de

zurück zur „Echt essen“-Übersicht

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

L’Imprimerie: Vive la France

Das Echt essen-Gasthaus im April: Eine unverfälschte französische Landküche bietet die ehemalige Druckerei im gutbürgerlichen Kölner Stadtteil Bayenthal. Ein Restaurant, das polarisiert

4 Minuten

Izmir: „Fischeparadies“

Echt essen im November: Die Vier-Millionen-Metropole begeistert mit frischen Fischen, mediterraner Küche, interessanten Weingütern – und eleganten Katzen

6 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • ole-t1 antwortete vor 2 Wochen

      Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

Verbände