„taku“: Taktvoll asiatisch

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© EXCELSIOR HOTEL ERNST AG
„taku“: Taktvoll asiatisch

Der Echt essen-Blitztipp im Mai: Im eleganten Kölner Restaurant kocht Mirko Gaul asiatisch inspiriert. Nicht gerade preiswert, aber höchst aromatisch und bekömmlich.

Die gehobene asiatische Küche ist in aller Munde – zu Recht: Werden hier doch hochwertige Produkte sanft zu wohlverträglichen Gerichten veredelt. Ein eigenständiger Vertreter des fernöstlichen Genusses ist Mirko Gaul, der seit 2012 das zum Tophotel „Ernst“ gehörende „taku“ leitet. Im Souterrain gelegen, kitschfrei asiatisch eingerichtet, mit einem höflichen, meist fernöstlichen Service gesegnet, garantiert das Restaurant einen entspannten Abend. Das liegt auch am sympathischen, in Köln geborenen Koch, dessen gastronomische Stationen im wesentlichen rund um den Kölner Dom liegen, etwa im Hyatt Regency auf der anderen Rheinseite.

Liegt im Souterrain, wohnt im Himmel: „taku“

Dem Luxushotel gegenüber dem Dom geschuldet, ist es hier nicht gerade preiswert, aber für das gebotene Essen auch nicht überteuert. Wir wählen fünf Gänge, die pro Person 115 Euro kosten. Das Menü des verdientermaßen in den Michelin Sternehimmel gehobenen Kochs startet mit einem kleinen Feuerwerk an aromatischen Köstlichkeiten, etwa einer feurigen Chili/Sesam-Butter zum ausgezeichneten, selbst gebackenen Pflaumenbrot. Es folgen wunderbare Gabelhappen, etwa eine Dashi (japanische Fischsauce) geadelte Garnele und eine kraftstrotzende vietnamesische Brühe.

Geräuchert, gebraten, gebadet: Jakobsmuschel

Ein Gedicht der erste Gang, Sashimi von der rohen Dorade mit Spargel-Salat sowie Dashi- und Kopfsalat-Sud. Gut, dass die Scheiben von der Dorade nicht zu dünn sind, sodass sich ein intensives Geschmackserlebnis einstellt. Ein konzentriertes Geschmackswunder auch die geräucherte, gebratene, Buttermilch-Sud gebadete Jakobsmuschel – gekrönt von sanft gegartem Quinoa-Salat. Gesundheit, wie genussvoll kannst du schmecken! Süß-sauer der dritte Gang, eine mit Miso-Marinade geflämmte Forelle, deren zart-süße Aromen leicht sauer gepickeltes Gemüse, wie Karotte, Kohlrabi, balanciert.

Vorbildlich: Die Forelle stammt aus dem nahen Lambachtal – und Mirko Gaul holt den Fisch auf der Fahrt von seinem Wohnort Gummersbach direkt bei der Zucht. Das alles erzählt der herzlich-charmante Koch unprätentiös und von profunder Sachkunde geprägt. Ein Auftritt, der zum Stil passt, wo er der asiatischen Küche taktvoll Respekt zollt, aber seinen eigenen Weg geht.

USA meets Germany: Lobster, Granny Smith

Das wird deutlich beim besten Gang des Abends, wo er amerikanischen Maine-Lobster mit deutschem Granny-Smith vermählt. Nur leicht temperiert der Hummer und so perfekt gegart. Saftig fleischig, ein leicht süßlicher Traum, kongenial begleitet von einem fein-gehobelten Fenchelsalat mit Fenchelgrün und Olivenöl. Ebenfalls großartig der Tropfen aus der Weinbegleitung (ein Glas zu jedem Gang, für insgesamt leider zu teure 85 Euro): Ein 2016er Gewürztraminer vom Südtiroler Paradeweingut Alois Lageder. Gerät der gewürzte Traminer oft plump und schwerfällig, glänzt hier dieser biologisch-dynamische Wein mit kraftvoller Raffinesse – ein Volltreffer.

Aromatisches Fleisch, würzige Sauce: Entenbrust

Ausgezeichnet gelingt auch der Hauptgang, wo Gauls Liebe zur dezenten Schärfe einen eleganten Auftritt hat: Eine trocken gereifte, auf den optimalen rosa Punkt gebratene Entenbrust, begleitet von einem Entenfond, den Pfeffersud aromatisch intensiviert. Noch eine kleine Rettichrolle, etwas Schnittlauch – und fertig ist ein enorm konzentriertes Gericht, das die bissfeste und sehr aromatische Ente auf das Beste inszeniert. Interessant: Der ohne das Fleisch eher holzige Rioja von Marques de Murietta ist plötzlich der ideale Gegenspieler zur würzigen Sauce. Ein feiner Abschluss eines interessanten Menüs.

Fazit: Eine hochkarätige asiatische Küche, die schmeckt und bekömmlich ist.

„taku“ im Excelsior Hotel Ernst


Adresse: Trankgasse 1-5, 50 667 Köln

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ab 18 Uhr 30

Kontakt: 0221/2701, Restaurant-Website



ECHT ESSEN
heißt der Blog, in dem ich seit zehn Jahren jeden Monat mindestens ein Gasthaus vorstelle. Wichtiges Auswahlkriterium: Herkunft der Produkte.



von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de

Internet: www.lauber-methode.de

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • ole-t1 antwortete vor 2 Wochen

      Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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