Unfallfrei durch die Weihnachtsbäckerei

2 Minuten

Unfallfrei durch die Weihnachtsbäckerei

Bratäpfel, Weihnachtsplätzchen, Festmenü: Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit geht es in der Küche oft hoch her. Das ist nicht immer ungefährlich – aber es ist auch nicht schwer, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) kennt typische Küchenunfälle aus ihren Mitgliedsbetrieben. Sie gibt Tipps für Sicherheit und ungetrübten Spaß beim Kochen und Backen.

„Nach unseren Erfahrungen passieren die meisten Unfälle in Küchen beim Hantieren mit heißen Gegenständen, Messern oder anderen Schneidegeräten”, berichtet Fred Meyerhoff, Präventionsexperte der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). In der BGW kennt man die typischen Küchenunfälle aus den Mitgliedsbetrieben der Genossenschaft. Auch Ausrutschen und Stolpern kommt relativ häufig vor. „Viele durchaus bekannte Gefahren werden im Alltag unterschätzt”, so Meyerhoff.

Auf richtige Technik und gutes Werkzeug achten

Für den Schutz vor Schnittverletzungen kommt es unter anderem auf die richtige Arbeitstechnik an. “Man schneidet grundsätzlich nicht in der Hand, sondern auf einem Brett”, mahnt der Fachmann. “Und so unglaublich es klingen mag: Scharfe Messer sind ungefährlicher als stumpfe. Mit ihnen muss man weniger Kraft aufwenden und rutscht nicht so leicht ab.”

Klingen wegräumen und Stecker ziehen

Küchenwerkzeuge mit Klinge lässt man besser nicht auf der Arbeitsfläche oder im Spülbecken herumliegen. Es kann sonst leicht jemand hineingreifen. Wichtig ist zudem, dass man elektrische Küchengeräte konsequent aus der Steckdose zieht, bevor man ihre rotierenden Teile berührt. “Vor der Arbeit mit elektrisch rotierenden Küchengeräten sollten lange Haare zusammengebunden werden”, so Meyerhoff, “damit sie nicht von ihnen erfasst werden.”

Tipps für Plätzchenbacken, zu Zuckeralternativen und anderen Möglichkeiten, die Weihnachtsbäckerei zuckerfreundlich zu gestalten, haben wir in “Alle Jahre wieder: Plätzchen backen!” für Sie zusammengestellt.

Verbrennungen und Verbrühungen vorbeugen

Heiße Materialien, Flächen und Gegenstände gibt es in der Küche zuhauf. Hier sind unter anderem Konzentration und Ordnung gefragt. Backbleche benötigen einen sicheren Platz zum Auskühlen. Dampfende Flüssigkeiten gießt man vom Körper weg aus Töpfen heraus, damit man sich nicht verbrüht. Und wer heiße Gegenstände anfassen muss, hantiert mit wärmeisolierenden Handschuhen sicherer als mit Topflappen.

Besondere Vorsicht bei Fett und Wasser

Besonders gefährlich sind Fettbrände. Fett entzündet sich selbst, wenn es zu heiß wird. Deshalb gilt: Töpfe oder Pfannen mit Fett beim Erhitzen niemals allein lassen. Und falls man doch mal nicht aufgepasst hat: Auf gar keinen Fall versuchen, Fett mit Wasser zu löschen. Das Wasser würde schlagartig verdampfen und das heiße oder gar brennende Fett in die Umgebung schleudern. Solche Fettexplosionen verursachen oft schwere Verletzungen und können die gesamte Küche in Brand setzen.

“Wenn ein Fettbrand noch klein ist, schiebt man den Topf oder die Pfanne möglichst auf eine kalte Platte und setzt einen Deckel darauf, um das Feuer zu ersticken”, rät Meyerhoff. Wenn das nicht mehr möglich ist oder zu gefährlich erscheint: Alle anwesenden Personen in Sicherheit bringen und die Feuerwehr rufen.

Pfützen und Kabelsalat vermeiden

Stolper- und Rutschpartien in der Küche werden oft durch nasse Fußböden, abgestellte Gegenstände oder Gerätekabel verursacht. Deshalb empfiehlt sich: Verschüttetes gleich aufwischen und möglichst keine Hindernisse aufbauen.

Sichere Arbeitsplätze für Kind und Kegel

Gerade bei der Weihnachtsbäckerei sind auch Kinder gern dabei. Wenn das Teigkneten, Ausrollen und Ausstechen auf dem Küchentisch oder der Arbeitsplatte stattfinden muss, reduzieren sichere Tritthocker die Sturzgefahr. Oder man rollt einfach den Wohnzimmerteppich ein und verwandelt den Couchtisch mit einem Wachstuch in eine Arbeitsfläche für die Kleinen.


Quelle: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Präventionsoffensive: Auftakt zum breiten Angriff auf chronische Krankheiten?
Noch wird um die genaue Ausgestaltung der „Zuckersteuer“ gerungen. Mit einer „Präventionsoffensive“ will das Bundesgesundheitsministerium dafür sorgen, dass diese Abgabe kein Strohfeuer im Kampf gegen Typ-2-Diabetes und andere chronische Krankheiten bleibt.
Zwei Fußballspielerinnen in schwarzen und blauen Trikots laufen auf einem grünen Rasen einem Fußball hinterher. Die Aufnahme aus der Vogelperspektive symbolisiert Bewegung und Prävention.

3 Minuten

Community-Rezept: Sonnenblumenkern-Brot von Daniel
Daniels Rezept für Sonnenblumenkern-Brot wird mit Roggenvollkornmehl, Leinsamen und Hefe gebacken. Der Teig braucht Zeit zum Gehen, ist aber schnell angerührt. Das Ergebnis ist ein saftiges, ballaststoffreiches Brot mit knuspriger Kruste und kräftigem Geschmack. Daniel zeigt, worauf es ankommt.
Community-Rezept: Sonnenblumenkern-Brot von Daniel | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

3 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • uho1 postete ein Update vor 6 Stunden, 30 Minuten

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂