Vielseitig und gesund: Kohlgemüse

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© two4food.de, Bernhard Kölsch (Fotos), Gabi Kölsch (Styling)
Vielseitig und gesund: Kohlgemüse

Kohlgemüse gehört in die heimische Küche wie kein anderes Gemüse, ist seit Alters her sehr beliebt und kam schon früher regelmäßig auf den Tisch. Ganz gleich ob Weiß- oder Rotkohl – heute feiern sämtliche Kohlsorten ihr Comeback in der gesundheitsbewussten Küche: Denn sie lassen sich in unendlichen Varianten gekocht und auch roh zubereiten. Kommen Sie mit auf eine kulinarische Reise mit rotem, grünem und weißem Kohl.

Kasseler oder Schupfnudeln mit Sauerkraut, Krautpfanne mit Hackfleisch und Kartoffeln, Bayerisch Kraut, milder Krautsalat oder oder feurig-süß aus dem Wok, im Wrap oder geschmort als Beilage zu Fleisch und Fisch: Wie hätten Sie es denn gern?

Weißkohl kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum

Weißkohl ist der bekannteste und hierzulande wohl beliebteste Vertreter aus der Kohlfamilie. Er wird großflächig in Deutschland angebaut, kommt aber ursprünglich aus dem Mittelmeerraum; die weiß- bis lindgrünen Blätter sind mit einer feinen Wachsschicht überzogen, dadurch glänzt er leicht.

Werden die äußeren Blätter entfernt, lassen sich die inneren ohne zusätzliches Waschen verwenden: Vierteln Sie dazu den Weißkohlkopf und schneiden Sie den harten Strunk keilförmig heraus. Zerkleinern Sie ihn je nach Verwendung in der Küchenmaschine fein, reiben ihn auf einer Mandoline mittel bis fein oder schneiden ihn in Streifen, um ihn zu braten oder zu blanchieren.

Ballaststoffe sind reichlich vorhanden im Kohlgemüse

Ballaststoffe sind im Kohlgemüse reichlich enthalten. Und das ist prima für einen gemäßigten Blutzuckerverlauf, zum natürlichen Ankurbeln der Verdauung und um sich schneller und länger angenehm satt zu fühlen.

Eine 150-g-Portion Weißkohl deckt dabei den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Ballaststoffen zu 13 bis 17 Prozent. Nebenbei gibt es dazu natürliches Vitamin C, Provitamin A und B-Vitamine. Das für das Immunsystem wichtige Vitamin C wird allerdings erst durch die Umwandlung der Vorstufe Ascorbigen beim Kochen freigesetzt.

Sauerkraut: nützlich gegen Magen- und Darmkrebs

Dazu gibt es Kalzium, Kalium, Eisen und Jod. Besonders in vergorener Form, als Sauerkraut, kann er nützlich zur Prophylaxe von Magen- und Darmkrebs sein. Es lohnt sich also, öfter Weißkohl und auch Sauerkraut zu genießen. Und das ist in guter Qualität das ganze Jahr über möglich. Der Großteil kommt dabei aus heimischem Anbau. Qualitativ frische Kohlköpfe erkennt man daran, dass sie geschlossen sind, sich fest und knackig anfühlen und frei von dunklen Flecken sind.

Zu Hause angekommen, lagern Sie Kohl am besten an einem kühlen, trockenen Ort für maximal zwei bis drei Wochen. Legen Sie angeschnittene Köpfe in fest verschließbare Plastikdosen oder fest mit Klarsichtfolie umwickelt ins Gemüsefach des Kühlschranks und verarbeiten sie innerhalb von drei bis fünf Tagen.

Rotkohl – die farbenfrohe Schwester

Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid. So heißt es. Früher hatte Rotkohl tatsächlich etwas mit dem Thema Heiraten zu tun. Laut Ammenmärchen hieß es, dass junge Frauen, die imstande sind, Rotkohlgemüse richtig zu kochen und zu würzen, bereit waren zum Heiraten. Rotkohl richtig zu kochen, ist nicht so schwer, allerdings bedienen sich die meisten heute fertiger Produkte aus Gläsern, Konserven und der Gefriertruhe. Hier lohnt der Blick auf Zutatenliste und Nährwertanalyse: Denn Fertigrotkohl ist häufig gezuckert oder enthält Äpfel, Apfelmus oder Apfelsaft.

Wer nicht selbst Hand anlegen will, wählt am besten fertig geschnittene Erzeugnisse, denen weder Gewürze, Fette, Zucker oder Früchte zugesetzt wurden. Es lohnt sich jedoch, Blaukraut selbst zu kochen. Der Gaumen freut sich über einen ausgezeichneten Geschmack, der Körper über eine Fülle an Vitalstoffen. Mit dabei Vitamin C und K, Selen, Folsäure, Magnesium, Kalium und Ballaststoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyan verleihen dem Kohl seine wunderbar pink-lila Farbe und schützen den Körper vor schädlichen Sauerstoffradikalen.

Bevor es ans Kochen geht, entfernen Sie die äußeren Blätter, vierteln den Kopf und schneiden den Strunk heraus. Dann schneiden Sie ihn wie Weißkohl in der Küchenmaschine, auf einer Mandoline oder mit einem Messer. Waschen Sie den geschnittenen Kohl und sortieren Sie dicke Rippen aus. Da es eine farbenfrohe Angelegenheit ist, lohnt es sich, eine Schürze und Handschuhe dabei zu tragen. Denn Rotkohlflecken lassen sich nur schwer aus Stoffen entfernen.

Geschmacksveredler Nelken, Öl und Äpfel

Dank seines milden und auch etwas süßlichen Aromas passen Äpfel, Birnen, Orangen, getrocknete Pflaumen, Feigen, Apfelringe oder Aprikosen wunderbar dazu. Wer selbst kocht, kann dabei viel besser dosieren, wie viel vom jeweiligen Obst ins Gemüse kommt.

Je feiner Rotkohl geschnitten wurde, desto leichter lässt er sich zum beliebten Gemüse zubereiten. Dazu kommen neben dem geschnittenen Kohl Zwiebelwürfel, Nelken und etwas Salz. Gießen Sie das Ganze mit wenig Wasser auf und dünsten es eine Stunde auf kleiner Flamme. Wer mag, gibt 30 Minuten vor Garzeitende zum Beispiel Früchte oder Maronen dazu. Je länger das Gemüse durchzieht, desto intensiver ist sein Aroma.

Mischen Sie zum Schluss einen Schuss Essig und etwas Öl unter: So glänzt der Kohl appetitlich lecker. Seine Hauptsaison beginnt jetzt, und auch hier sind feste, knackige Köpfe ohne braune Stellen ein gutes Qualitätsmerkmal.

Was hilft gegen Blähungen?

Was tun gegen Blähungen? Es hilft, den Kohlkopf einen Tag im Tiefkühlfach zu lagern: Dank der Kälteeinwirkung wird Kohl besser verdaulich. Auch hilft das Mitkochen von Kümmelkörnern direkt im Gemüse oder im Kaffee-/Teefilter, den Sie nach dem Kochen aus dem Topf nehmen. Wer Kümmel nicht mag, trinkt an Kohltagen Anis- oder Fencheltee. Guten Appetit!



von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (10) Seite 72-74

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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