Wechseljahre und Ernährung: Neue Lebensphase, neue Gewohnheiten

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Wechseljahre und Ernährung: Neue Lebensphase, neue Gewohnheiten | Foto: Dragana Gordic – stock.adobe.com
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Wechseljahre und Ernährung: Neue Lebensphase, neue Gewohnheiten

Wenn Frauen ein gewisses Alter erreicht haben, setzen bei ihnen die Wechseljahre ein, in denen die Fruchtbarkeit abnimmt und schließlich endet. Ähnlich wie in der Pubertät verändern sich der Hormonhaushalt und damit die körperlichen Bedürfnisse. Typischen Beschwerden wie Hitzewallungen oder Veränderungen an Herz und Knochen kann mit einem veränderten Lebensstil entgegengewirkt werden.

In den Vierzigern geht es bei den meisten Frauen mit den hormonellen Veränderungen los. Änderungen im Zyklus und starkes Schwitzen, besonders in der Nacht, zählen zu den ersten Vorboten. Oft erklären sich Frauen mit Diabetes das Schwitzen zunächst mit Veränderungen des nächtlichen Blutzuckers und bringen es nicht direkt mit den Wechseljahren in Zusammenhang. Hitzewallungen und Nachtschweiß können leicht mit Unterzuckerungen verwechselt werden.

Die Änderungen im weiblichen Hormon-Haushalt werden medizinisch gesehen in vier Phasen gegliedert. Etwa ab Mitte 40 beginnt die Prä-Menopause und es kommt zu ersten hormonellen Veränderungen. In der anschließenden Peri-Menopause treten deutliche Zeichen der nahenden Menopause auf.

Die Menopause beschreibt den Zeitpunkt der letzten Monatsblutung. Die letzte Phase der Wechseljahre ist die Post-Menopause, in der noch vereinzelt Beschwerden wie Hitzewallungen oder Veränderungen beim Ein- und Durchschlafen vorkommen können. Insgesamt kann sich das Ganze etwa zehn Jahre und länger hinziehen.

Essen in den Wechseljahren – darauf kommt es an

  • täglich bis zu 400 Kilokalorien weniger aufnehmen
  • zu jeder Hauptmahlzeit große Portionen Gemüse und Salat essen
  • 1 bis 2 Portionen frisches Obst wie Beerenfrüchte pro Tag einplanen
  • Eiweiß verstärkt aus pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Getreide aufnehmen
  • 1 bis 2 Milchprodukte wie Quark, Skyr oder Joghurt am Tag essen
  • maximal 300 Gramm Fleisch, inklusive Wurst und verarbeitete Fleischprodukte, pro Woche einplanen
  • täglich 25 bis 30 Gramm Nüsse ohne Zusätze knabbern
  • 2 Portionen Fisch (Lachs, Makrele, Thunfisch, Hering) pro Woche essen
  • täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter kalziumreiches Mineralwasser und/oder Tee ohne Zucker trinken
  • Süßigkeiten nur gelegentlich essen
  • auf Alkohol weitgehend verzichten

Keine Angst vor Veränderungen

Über die Beschwerden, die im Zuge der Wechseljahre auftreten können, und deren Intensität sind viele Frauen besorgt. Hitzewallungen, vermehrtes Bauchfett, wechselnde Stimmungen, erschwertes Ein- und Durchschlafen sind typisch. Aber auch Veränderungen der Blutfettwerte sowie insbesondere bei Menschen mit Typ-1-Diabetes die Gefahr einer Osteoporose (Knochenschwund) steigen im Zuge dieses Lebensabschnitts.

Die gute Nachricht: Nicht alles kommt, um zu bleiben. Fakt ist jedoch, dass eine unbefriedigende diabetische Stoffwechsellage die Beschwerden verstärken kann. Je höher z. B. die Blutzuckerwerte vor der Nachtruhe sind, desto schwieriger wird das Ein- und Durchschlafen. Mittlerweile wird viel geforscht im Hinblick auf die Veränderungen der hormonellen Situation von Frauen in dieser Zeit. Eine Umstellung der Lebens- und Bewegungsgewohnheiten kann enorm dazu beitragen, Beschwerden zu lindern, und auch der Blutzucker und die Seele profitieren davon.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße