- Ernährung
Wie empfehlenswert sind Chia, Goji-Beeren & Co.?
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Viele Menschen erhoffen sich aus dem Verzehr weit gereister Superfoods wie Chia, Açai oder Matcha eine Extra-Portion Gesundheit und Fitness. Wer sich klimabewusst und zugleich gesund ernähren möchte, der sollte jedoch lieber auf regionale und saisonale Ware zurückgreifen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM).
Superfoods aus fernen Ländern liefern Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Damit sind sie aber nicht allein: Heimische Lebensmittel sind ebenso nährstoffreich. So enthalten getrocknete Goji-Beeren 48 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm während in derselben Menge frischen schwarzen Johannisbeeren 181 Milligramm vorhanden sind. Quinoa liefert pro 100 Gramm 4,57 Gramm Eisen und im Hafer sind es 4,25 Gramm. In Brombeeren stecken mit 153 Milligramm pro 100 Gramm mehr Anthocyane als in Açai (111 Milligramm).
Superfoods oft verpackt in hoch verarbeiteten Lebensmitteln
Verpackt werden die Superfoods oft in hoch verarbeiteten Lebensmitteln. So gibt es beispielsweise Superfood-Müsli-Riegel wahlweise mit Açai oder Quinoa zu kaufen oder Toast mit Chiasamen. „Anbieter stellen den Gesundheitswert von Superfoods, die aus fernen Ländern zu uns kommen, gerne heraus. Ein hoch verarbeitetes Lebensmittel, das exotische Superfoods enthält, ist jedoch noch kein ernährungsphysiologisch günstigeres: Weißmehl-Toast bleibt Weißmehl-Toast, ob mit oder ohne Chia“, sagt Professor Dr. oec. troph. Dr. med. Anja Bosy-Westphal, Präsidentin der DGEM. Die Superfood-Müsli-Riegel enthalten oft ebenso viel Zucker wie herkömmliche Riegel. „Dass sie Superfoods enthalten, darf aus gesundheitlicher Sicht also kein Alibi für den Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel sein“, so Bosy-Westphal.
Erzeugung exotischer Superfoods hat häufig ökologische Nachteile
Jedoch auch als einzelne Zutat am heimischen Herd laufen lokale Superfoods den Exoten zunehmend den Rang ab. Verbraucherinnen und Verbraucher legen bei ihrer Kaufentscheidung immer mehr Wert darauf, wie, wo und womit das Lebensmittel produziert wurde. Die Erzeugung von Chiasamen & Co. bringt häufig ökologische Nachteile mit sich. Diese entstehen beispielsweise durch lange Transportwege und hohen Wasserverbrauch auf den Anbauflächen. Die wenigsten der weit gereisten Superfoods stammen aus nachhaltigem Anbau – mit oder ohne Bio-Label.
Kontaminationen schmälern das gesunde Image
Dass exotische Superfoods mit Pestiziden, Schwermetallen (Blei), aromatischen Kohlenwasserstoffen, Schimmelpilzen oder mit Salmonellen kontaminiert sein können, schmälert ihr gesundes Image ebenfalls. Zwar weisen pflanzliche Superfoods aus fernen Ländern eine bessere CO2-Bilanz auf als tierische Produkte, den heimischen Superfoods sind sie aber aus sozialer und aus ökologischer Sicht unterlegen. „Planetary-Health-Diet-konform – also einer sowohl gesunden als auch ökologisch und sozial vertretbaren Ernährung entsprechend – sind Superfoods erst, wenn wir sie in unseren Breitengraden anbauen, was zum Teil schon passiert, etwa mit Quinoa“, sagt Bosy-Westphal.
Heimische Lebensmittel sind ebenfalls „super“
Wer die Klimawirkung und die sozialen Folgen seiner Ernährung berücksichtigen möchte, dem empfiehlt die DGEM-Präsidentin, häufiger auf heimische Superfoods zurückzugreifen, etwa auf Schwarze Johannisbeeren und Sanddorn statt auf Goji-Beeren.
„Wer die weitgereisten Superfoods mag, kann sie aus ernährungsphysiologischer Sicht auf seinem Speisezettel stehen lassen – immerhin enthalten sie wertvolle Vitalstoffe,“ so die Leiterin der Abteilung Humanernährung an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. „Es lohnt sich aber auch heimische Superfoods zu integrieren – schließlich ist es eine abwechslungsreiche, bedarfsgerechte und insgesamt ausgewogene Kost, die uns gesund und abwehrstark macht“, betont Bosy-Westphal.
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1209-2909
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM)
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uho1 postete ein Update vor 1 Tag, 10 Stunden
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 3 Tagen, 7 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 2 Tagen, 8 Stunden
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
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