- Ernährung
„Zirbelstube“: Genießend den „Zucker“ zähmen
5 Minuten
Das Echt essen-Gasthaus im Februar: In der Bad Mergentheimer „Zirbelstube“ kommen über 70 Prozent der Zutaten aus einem Radius von 50 Kilometern.
Das im lieblichen Taubertal liegende Bad Mergentheim ist vielen Diabetikern ein Begriff: Denn keine zweite Stadt in Deutschland besitzt so viele Einrichtungen zur Behandlung von Diabetes. Auch das renommierte Diabetes-Zentrum, zu dem eine große Klinik gehört, hat hier seinen Sitz. Geleitet wird es von Professor Dr. Thomas Haak, der auch Chefredakteur des Diabetes-Journals ist. Direkt unterhalb seiner Klinik fängt der einladende Kurpark an, wo in einem architektonisch schönen Brunnenhaus quellfrisches Heilwasser getrunken werden kann, darunter ein intensiv-schwefliges, das mir sehr zusagt, worüber Professor Haak allerdings nur den Kopf schütteln konnte. Kaum Einwände dürfte der erfahrene Diabetologe allerdings bei dem nachfolgenden Menü aus der „Zirbelstube“ haben, das auf echte Weise Genuss und Gesundheit verbindet.
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass die meisten Köche und Kritiker Hummer und Jakobsmuscheln zum Hohelied einer guten Küche verklärten. Unbeeindruckt davon gab Otto Geisel vor rund fünf Jahren die Parole aus: „Wir kochen vornehmlich mit dem, was unsere Hohenloher Heimat bietet“. Für Hubert Retzbach, den damaligen und heutigen Chefkoch der „Zirbelstube“ im Hotel Victoria, war das zuerst ein Schock, denn noch nie hatte ein von den Führern hoch gelobtes Haus versucht, konsequent auf regionale Produkte zu setzen. Doch der erfahrene Küchenmeister schaffte das von vielen für unmöglich gehaltene: Er kocht seitdem auf höchstem Niveau heimisch, wobei ihm natürlich das Genießerland Hohenlohe mit seinen einmaligen Produkten, wie etwa Schwäbisch Hällische Schweine, entgegenkommt.
Otto Geisel ist immer auf dem Sprung. Der Patron des Hotels Victoria, zu dem auch die einmalig schöne „Zirbelstube“ mit ihrer originalen Holzvertäfelung gehört, bekleidet eine Vielzahl von Ämtern und Ehrenämtern. Vor allem für die echten, handwerklich gemachten Produkte macht sich der gelernte Koch stark, weshalb er sich auch als Präsident für Slow Food engagiert hat. Wesentlich auf ihn geht zurück, dass mit der „Slowfood-Messe“ in Stuttgart (dieses Jahr vom 15. bis 18. April) ein attraktiver Markt für regionale Produzenten geschaffen wurde. Begeistert war Geisel auch von meiner Idee mit den „Echt-Essen-Gasthäusern“. Er ermunterte mich immer wieder: „Das müssen Sie machen“. Danke, lieber Otto Geisel!
Geisels ganz große Leidenschaft aber ist der Wein. Nicht nur, dass er im Taubertal ausgezeichnete eigene Weine anbaut, er hat auch einen Weinhandel, ist einer der wenigen international anerkannten Weinexperten aus Deutschland – und er offeriert in der Zirbelstube ein Weinangebot, das von seiner Fülle, etwa bei den großen Franzosen, und seinen reellen Preisen kaum schlagbar ist. Otto Geisel ist ein Beweger, ein Anstoßer, auch wenn es manchmal fast zu viele Projekte sind. Vor allem aber ist er ein großartiger Gastgeber, wer einmal bei einer Weinprobe mit ihm dabei sein durfte, wird es nie mehr vergessen.
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| Lebt „Echt Essen”: Otto Geisel | Kocht „Echt Essen”: Hubert Retzbach |
Gang 1: Salat mit Bachsaibling und Fenchelpüree

Ein hinreißendes Gericht: Sanft geräucherte Stücke vom Bachsaibling aus dem Spessart, auf knackig frischen Salatblättern. Umrahmt von einem feinen Fenchelpüree und in der Mitte auf einem kleinen, fluffigen „Fisch-Törtchen“ frischer Rogen des Fisches. Alles mit leichter Hand zubereitet – so gut können Vitalstoffe schmecken!
Dazu empfiehlt sich das Geisel´sche Eigengewächs „Alte Reben Riesling mit Silvaner“ 2008 aus 50 Jahre alten Reben. Wobei die beiden Rebsorten zusammen als „gemischter Satz“ angebaut werden, anschließend natürlich spontan vergoren werden – und trotz moderaten 11,5 Prozent Alkohol einen hinreichend intensiven absolut trockenen Wein ergeben. Ein Wein, der in Maßen getrunken, auch ein Zucker balancierendes Potential enthält.
Gang 2: Zander mit Artischocken

Weil ich so gerne Fisch mag, noch ein saftig gebratener Zander in einer eleganten Beurre Blanc. Darauf gedünstete Artischocken und mit Artischocken gefüllte Ravioli. Gerade Artischocken liebe ich, weil sie eine leichte Bitternote haben, und deshalb gut für die Verdauung sind. Zuerst hatte Hubert Retzbach statt mit der Buttersauce das Ganze auf Olivenölbasis hergestellt, weil das prinzipiell gesünder ist. Aber es wurde leicht säuerlich, weshalb wir bei der „Weißen Butter“ geblieben sind. Merke: Zu „gesund“ ist auch nicht gut, Geschmack ist genau so wichtig.
Gang 3: Wildhase mit Schwarzwurzeln und Steinpilzen

Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen: Einen wilden Hasen, inzwischen eine Seltenheit. Hubert Retzbach hat ihn wunderbar auf den Punkt gebraten – wenn Sie das Fleisch übrigens nicht so „rot“ mögen, bestellen Sie das Gericht lieber nicht, da der Hase sonst unweigerlich zu trocken wird. Dazu Scheiben von Steinpilzen und die Diabetiker-freundlichen Schwarzwurzeln, deren mehrkettige Kohlenhydrate so verstoffwechselt werden, dass kein dickmachendes Insulin ausgeschüttet wird. Das Ganze zart mit einer intensiven Sauce aromatisiert.
Gang 4: Ziegenkäse mit Apfel-Sellerie-Chutney

Die der menschlichen ähnlichste Milch ist die Ziegenmilch, weshalb ich den daraus gewonnenen Käse auch für besonders verträglich halte. In der Zirbelstube gab es einen frischen Ziegenkäse aus dem nahen Ilsfeld, dazu ein Chutney aus Apfel und Sellerie – milde Säuren, die zum Schluß das ganze Essen verträglicher gestalten.
Fazit: Für rund 55 Euro habe ich ein echtes „Echt-Essen-Menü“ gegessen, denn über 70 Prozent der Zutaten kommen aus einem Radius von 50 Kilometern. Vor allem mittags gegessen, dürften diese Gerichte auch keine negativen Auswirkungen auf den Blutzucker haben – sofern Sie sich beim ausgezeichneten eigenen Kümmelbrot zurückhalten.
Aber Sie essen hier nicht nur formidabel, sondern das Hotel Victoria bietet auch sehr schöne Zimmer, in denen es sich trefflich übernachten lässt. Was liegt da nicht näher, das umfassende Angebot der Diabetes-Einrichtungen von Bad Mergentheim mit dem solitären gastronomischen Angebot des Hotels Victoria zu verbinden? Mir fällt dazu eine präventive „Genuss-Kur“ ein, bei der die Leute eine Woche lang etwa nach der „Lauber-Methode“ feinst-gesund essen, im Victoria übernachten – und ihren „Zucker“ bei einer der vielen Diabetes-Einrichtungen kontrollieren und einstellen lassen. Was halten Sie davon, klingt doch verlockend?
von Hans Lauber
E-Mail: aktiv@lauber-methode.de
,
Internet: www.lauber-methode.de
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55


