- Leben mit Diabetes
„Diatattoos“ als Statement zur chronischen Erkrankung
2 Minuten
Bei Menschen mit Diabetes und deren Angehörigen gibt es einen Trend, sich Tattoos mit Bezug zu der Stoffwechselerkrankung stechen zu lassen. Sie spiegeln zum Beispiel Solidarität mit Betroffenen oder Akzeptanz des lebenslang notwendigen Selbstmanagements wider.
Tätowierungen sind eine zunehmend beliebter werdende Mode: War der Körperschmuck früher eher in gesellschaftlichen Randgruppen zu finden, hat inzwischen jeder Fünfte hierzulande mindestens ein Tattoo, wie eine Studie der Universität Leipzig zeigte. Dazu zählen auch fast die Hälfte aller Frauen und Männer zwischen 25 und 34 Jahren in Deutschland.
Drückten die Körperzeichnungen vor Jahrzehnten noch meist eine rituelle oder soziale Zugehörigkeit aus, stehen Tattoos heutzutage häufig für eine persönliche Geschichte oder eine individuelle Aussage des Trägers, etwa als Erinnerung oder Statement.
Vidal: Insulinpumpen-Tattoo aus Solidarität mit seinem Sohn
Tattoos verdanken ihre wachsende Beliebtheit unter anderem ihrer Präsenz in der Popkultur: Viele prominente Sänger, Schauspieler, Models und Sportler tragen den Körperschmuck. Auch FC-Bayern-Spieler Arturo Vidal hat zahlreiche Tätowierungen, eine davon zeigt eine Insulinpumpe. Er hat sich das Motiv aus Solidarität mit seinem an Diabetes Typ 1 erkrankten Sohn stechen lassen.
Betroffene selbst geben unterschiedlichste Gründe für ein Tattoo mit Diabetesbezug, wie etwa den blauen Kreis oder einen prägnanten Schriftzug, an. Sei es in Erinnerung an die Diagnose, als Gedächtnisstütze zur kontinuierlich notwendigen Selbsttherapie mit Blutzuckermessen und Insulinspritzen oder zur Akzeptanz der Erkrankung. Sie begleitet jeden Menschen mit Diabetes wie ein Tattoo lebenslang.
Selbstbewussterer und selbstbestimmterer Umgang mit Diabetes
Auch Iris Schmidt trägt ein Diatattoo: „Ich habe mir den Schriftzug ‘I choose to live’ tätowieren lassen. Diese Idee kam mir, als ich 2013 in Melbourne viele Diabetiker aus anderen Ländern kennenlernen durfte. Es bedeutet ‘Ich habe mich dafür entschieden, zu leben.’ Dies hat für mich eine große Bedeutung – denn ich hatte zu meiner Manifestation sehr große Schwierigkeiten, mit dem Diabetes umzugehen und ihn zu akzeptieren. Ich fühlte mich einfach allein und überfordert.“
„Dieser Trend zeigt, dass Menschen mit Diabetes heute selbstbewusster und selbstbestimmter mit ihrer Erkrankung umgehen als früher“, sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Immer mehr Betroffene und Angehörige sehen den Diabetes nicht mehr als Stigma, dass es zu verstecken gilt, sondern gehen ganz offen und selbstverständlich mit ihrer Krankheit um. Mit dem Tattoo setzen sie ein zusätzliches Statement und können so schnell als Communitymitglied identifiziert werden.“
Mittlerweile trägt jeder Fünfte in Deutschland ein Tattoo
Ende 2016 befragte die Universität Leipzig bundesweit 2.510 Menschen im Alter zwischen 14 und 94 Jahren zur Verbreitung von Tätowierungen, Piercing und Körperhaarentfernung in Deutschland und verglich die Ergebnisse mit Umfragen aus den Jahren 2003 und 2009:
Demnach trägt jeder Fünfte in Deutschland ein Tattoo, darunter 44 Prozent der Frauen und 41,5 Prozent der Männer im Alter von 25 bis 34 Jahren. 10,2 Prozent der Männer und 8,8 Prozent der Frauen tragen mehr als ein Tattoo. In der Altersspanne von 25 bis 54 Jahren habe die Zahl der tätowierten Männer und Frauen 2016 deutlich zugenommen, nachdem es bereits von 2003 zu 2009 bei den Frauen zu einem starken Anstieg gekommen war.
Die Entscheidung für Tätowierungen sollte nicht einer vorübergehenden Laune entspringen, sondern vorher gut überlegt und sorgfältig geprüft sein. Denn sie zieren den eigenen Körper nicht nur ein Leben lang, sondern können auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein; insbesondere beim Tätowiervorgang selbst als auch langfristig.
Worauf Sie deshalb bei der Entscheidungsfindung und Risikoabwägung sowie bei einer möglichen Durchführung achten sollten, erfahren Sie in diesen Blogbeiträgen des Dermatologen Dr. Uwe Kirchner (Mainz):
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 5 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße