Ein Buch, das umdenken lässt

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© Stefanie Blockus
Ein Buch, das umdenken lässt

Was ändert sich in Familien, wenn ein Familien­mitglied Diabetes bekommt? Wie beeinflusst der Diabetes auch den Partner? Antje Thiel hat selbst Typ-1-Diabetes – und in ganz Deutschland betroffene Familien und Paare besucht. Ihr neues Buch begeistert Bloggerin Steff Blockus genauso wie deren Mann Hendrik.

Dieser Beitrag ist eine Vorabveröffentlichung aus der August-Ausgabe des Diabetes-Journals, die am 27. Juli 2018 erscheint..

Das Diabetes-Journal bekommen Sie im Kirchheim-Shop, als ePaper sowie an Kiosken auf Flughäfen und Bahnhöfen.

Was das Leben mit Diabetes für Familien und Paare bedeutet, erfahrt Ihr in dem Buch „In guten wie in schlechten Werten“ von Antje Thiel.

Wie gehen Angehörige und Freunde mit dem Diabetes um?

Hand aufs Herz: Fragt Ihr Euch nicht auch des Öfteren, wie Eure Partner, Ehemänner, Kinder, Eltern, Geschwister über Euch und den Diabetes denken? Wie sie bestimmte und immer wiederkehrende Situationen im Alltag, wie wir sie wohl alle kennen, erleben? Wie nah es ihnen geht, wie sie fühlen – und ob und wie der Diabetes sie belastet oder vielleicht auch total kalt lässt?

Nervt es Euch vielleicht sogar, dass sie so besorgt sind, sich zu sehr einmischen oder der Diabetes sie gar überhaupt nicht interessiert? Und wie sieht das eigentlich in anderen Familien aus? Haben die ähnliche „Probleme“ oder den Diabetes anders integriert, stellen sie sich ähnlichen Herausforderungen, streiten sie auch mal oder schweißt der Diabetes sie gar mehr zusammen?

Falls Ihr darauf ehrliche Antworten sucht, dann ist das Buch „In guten wie in schlechten Werten“ von Antje Thiel genau das richtige für euch! In diesem Buch kommen nun endlich mal die Angehörigen zu Wort, die oftmals viel zu kurz kommen.

Im Kirchheim-Shop:

In guten wie in schlechten Werten

Was ändert sich, wenn ein Familienmitglied oder Partner Diabetes bekommt? Die Autorin – selbst Typ-1-Diabetikerin – hat ein Mutmach-Buch geschrieben mit 15 Porträts, ehrlich und authentisch.
Antje Thiel; 1. Auflage 2018; 19,90 €
zum Kirchheim-Shop

Die Autorin Antje Thiel, die selbst Typ-1-Dia­betes hat, ist zu 15 Familien, verteilt in ganz Deutschland, nach Hause gereist. Sie stellt den Familien genau die Fragen, die Angehörige und wir Typ-1-Diabetiker vermutlich alle gern einmal beantwortet hätten.

Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können

Im Buch erzählen echte Familien, 15 an der Zahl (wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können), aus ihrem ganz normalen Alltag; ihre Geschichten sind authentisch – und natürlich nicht immer repräsentativ. Sie plaudern aus dem Nähkästchen, reden offen und ehrlich über das, was sie bewegt. Und genau das macht dieses Buch so spannend und genial!

Ich habe mich selbst schon so oft gefragt, wie andere den Diabetes in ihr Familienleben integrieren: Wie prägen schwankende Blutzuckerwerte ihre Beziehungen, worüber wird gestritten, und was ist für sie besonders herausfordernd im Alltag? Ist das ähnlich wie bei uns? Hat der Diabetes sie zusammengeschweißt, Vorteile verschafft oder nur Ärger ins Haus gebracht? Fühlen sich die Geschwister von Diabetikern vernachlässigt, weil sie zu kurz kommen? Sind die Eltern ständig besorgt? Mischt sich der Partner zu sehr ein?

Verdammt spannend zu lesen!

Mein Mann, der als Sohn und als mein Mann „Typ-F-betroffen“ ist, und ich haben uns gemeinsam aus dem Buch vorgelesen, mussten teilweise schmunzeln, weil wir uns in so vielen Situationen, welche die Familien beschreiben, wiedergefunden haben – allerdings auch in einigen so ganz und gar nicht.

Verdammt spannend zu lesen, was das Leben mit Diabetes für andere Familien und Paare bedeutet, welche Herausforderungen es für sie mitbringt, wie sie etwa mit Gereiztheit bei Unterzucker umgehen – bei depressiver Stimmung bei zu hohen Werten, bei fehlender oder zu viel Selbstdisziplin und Motivation.

Welche Ängste und Sorgen sie haben, wie der Diabetes die Terminplanung durcheinanderbringt. Wie offen sie mit dem Diabetes umgehen, über welche (unnützen) Ratschläge, Schuldzuweisungen, Vorwürfe sie sich ärgern. Wie sie einander Verständnis zeigen, sich gegenseitig trösten und unterstützen. Das Buch macht einfach Spaß und Mut!

Tipps vom Diabetologen und vom Psychologen!

„In guten wie in schlechten Werten“ hat meinen Mann und mich nach über 20-jähriger Diabetes-Karriere und über 13-jährigem Zusammenleben noch einmal umdenken lassen, hat uns Mut gemacht, neue Ideen mit auf den Weg gegeben, auch aufgrund der Experten-Tipps vom Diabetologen Dr. Jens Kröger sowie vom Psychologen und Psychotherapeuten Prof. Bernhard Kulzer. Damit wird das Buch neben einem Lesebuch mit spannenden Geschichten zum praktischen Ratgeber mit vielen Hinweisen, Tipps und Hintergründen. Ein Mutmach-Buch und eine Pflichtlektüre für Diabetiker wie für Angehörige.

Besser wäre es, wenn dieses Buch auch als Hörbuch erhältlich wäre – so hätten Hendrik und ich nicht „streiten“ müssen, wer es zuerst liest. Tipp: Gleich zwei Bücher kaufen oder gegenseitig vorlesen …


von Stefanie Blockus
Stefanie Blockus ist 36 Jahre, Online-Redakteurin und Leistungssportlerin aus Hannover, seit über 21 Jahren Typ-1-Diabetikerin. Ihr Motto: Diabetes ist Ausdauersport. Mehr über und von Steff lesen Sie hier: www.diabetes-leben.com und www.diabetiker.info

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (8) Seite 16-17

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  • uho1 postete ein Update vor 6 Tagen, 17 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
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    Wir freuen uns auf Euch! 🙂