- Aus der Community
Kolumne „Fernweh“: Hypo-Helfer international
2 Minuten

Geht im Ausland der Traubenzucker zur Neige, ist Kreativität gefragt: Von Datteln im Oman über „Pastel de Nata“ in Portugal bis zu Jelly Babies in England – schnelle Kohlenhydrate als Hypo-Helfer finden sich überall. Manchmal wird daraus sogar ein Abenteuer, berichtet Susanne in ihrer Kolumne.
Sinkt der Blutzucker in gefährlich tiefe Regionen, braucht man schnelle Kohlenhydrate. So weit, so einfach. Doch was tun, wenn im Ausland der eigene Hypohelfer-Vorrat aufgebraucht ist und man in den dortigen Super- und Drogeriemärkten sowie an den Kiosken nicht seine gewohnte Zucker-Dosis findet?
Die wichtigste Botschaft lautet: Keine Panik. Denn erstens heben auch regionale Süßwaren den Blutzucker zuverlässig an. Und zweitens kann das Ausweichen auf lokale, schnell wirksame Kohlenhydrate richtig gut schmecken! Im Oman stieg ich zum Beispiel gern auf Datteln um, die zahlreich und vielerorts zum Verkauf angeboten wurden. Eine Dattel hat rund sechs Gramm Kohlenhydrate … ideal!
Hypo-Helfer-Spezialitäten: Pastel de Nata, Orangina und Jelly Babies
Ohnehin kann die Vor-Ort-Recherche nach Alternativen echten kulinarischen und touristischen Mehrwert bieten: In Portugal kann das süße Törtchen „Pastel de Nata“ aus dem Blutzuckertal helfen, in Frankreich etwa ein Glas der Limonade „Orangina“ und in England lohnt es sich, die Gelee-Bonbons „Jelly Babies“ immer griffbereit zu haben. Einziger Nachteil: Oft sind die neu entdeckten Süßigkeiten so lecker, dass ich gelegentlich „übers Ziel hinausschieße“ und dann für die (zu) vielen gegessenen Kohlenhydrate wieder Insulin verabreichen muss.
Aber was natürlich sowohl zu Hause gilt als auch, wenn man unterwegs ist: Wenn es wirklich dringend wird mit der Kohlenhydrat-Zufuhr, hört der Spaß auf. Da nimmt man (fast) alles! Als ich vor vielen Jahren mit einer Freundin in einer Unterkunft am Arthur’s Pass Pause von der langen Route durch die neuseeländischen Alpen auf der Südinsel machte, war an dem Bergpass wenig los: In das unbewohnte Airbnb gelangten wir durch einen Code, daneben gab es nur zwei, drei offenbar unbewohnte Häuser und gegenüber war eine Gastwirtschaft. Wir kochten, ich spritzte viel zu viel Insulin – und bemerkte kurz darauf, dass ich keinen Traubenzucker mehr im Gepäck hatte.
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Also durchwühlten wir unsere Gastküche auf der Suche nach (Haushalts-)Zucker – ohne Erfolg – und gingen dann in die Gastwirtschaft auf der anderen Straßenseite. Dort gab es wie erwartet Hypohelfer. Und zudem viel Unerwartetes: Wie aus dem Nichts tauchten nach einiger Zeit etwa 30 Jungs in der einsamen Location auf dem Bergpass auf und sorgten für Stimmung. „Junggesellenabschiedstour“, erklärte uns der Busfahrer, der die Gruppe fröhlicher Neuseeländer chauffierte. Spät in der Nacht winkten wir nach einem lustigen Abend dem Bus hinterher und gingen in unsere Unterkunft zurück. Was man wegen Unterzuckerungen so alles erlebt …
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (8/9) Seite 82
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uho1 postete ein Update vor 2 Tagen, 6 Stunden
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 2 Tagen, 6 Stunden
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 4 Tagen, 3 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 3 Tagen, 5 Stunden
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





