Kolumne „Fernweh“: Momente-Sammlungen

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Kolumne „Fernweh“: Momente-Sammlungen | Foto: ssstocker – stock.adobe.com
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Kolumne „Fernweh“: Momente-Sammlungen

Unsere Kolumnistin Susanne Löw liebt es, Erinnerungen und schöne Momente in Fotobüchern festzuhalten. Sie sind für sie mehr als nur schöne Sammlungen von Erlebnissen – sie erzählen ganze Geschichten. Und beim Blättern entdeckt Susanne sogar Meilensteine ihrer Diabetes-Therapie auf alten Reisebildern.

So schön es ist, unterwegs zu sein und Neues zu entdecken – so schön finde ich es auch, in Erinnerungen an die erlebte Zeit zu schwelgen, wenn ich wieder zu Hause bin. Daher investiere ich nach meiner Rückkehr meist viel Zeit in das Erstellen von Fotobüchern. Auch wenn ich beispielsweise ein paar Tage Besuch in Hamburg habe, fabriziere ich aus den Bildern von diesen Tagen gern hin und wieder ein kleines Fotobuch (und verschenke dann ein zweites Exemplar an den Besuch).

Eine nervenaufreibende, stundenlange Beschäftigung, die sich bei mir oft bis spät in die Nacht zieht: Lieber das Essens- oder das Sonnenuntergangsbild? Ein großes Foto pro Seite oder zwölf kleine? Runde oder eckige Bildform? Und welcher Hintergrund passt am besten? Aber die Mühe hat sich bis jetzt jedes einzige Mal gelohnt! Denn seien wir doch mal ehrlich: Sich durch Hunderte (Tausende?) Bilder am Smartphone zu klicken oder auf dem Sofa nach dem Fotobuch zu greifen, ist einfach ein Unterschied!

Wenn Fotobücher zu Chroniken der Diabetes-Therapie werden

Was mir kürzlich auffiel, als ich in Erinnerungen blätterte: Unbeabsichtigt sind die Fotobücher auch zu Chroniken meiner Diabetestherapie geworden. In fast 20 Jahre alten Reise-Dokumentationen entdeckte ich zum Beispiel meine allererste Insulinpumpe mit Katheter. Wir waren damals mitten auf der berühmten Panamericana in Ecuador wegen eines kaputten Autos gestrandet und jemand hatte mich und die anderen Helfer in dem Moment von hinten fotografiert, als wir das Fahrzeug gerade anschoben. Ganz deutlich zu sehen: meine türkisfarbene Premieren-Pumpe, die hatte ich beinahe ganz vergessen!

Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh

Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.

In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Irgendwann taucht dann meine heutige Patch-Pumpe auf Fotos auf und seit 2016 kleben auf sommerlichen T-Shirt-Bildern diverse CGM-Sensoren auf meinen Oberarmen. So zum Beispiel, als ich mit meiner damaligen Samba-Band gut zwei Wochen lang durch Bulgarien getourt bin. In der Hauptstadt Sofia machten wir damals eine zwar interessante, aber auch anstrengende Stadtführung: Das Gruppenbild von uns, wie wir alle mehr oder weniger aufmerksam dem Tourguide zuhören und dabei fast alle mit verschränkten Armen im Schatten stehen, lässt mich schmunzelnd daran erinnern, wie heiß es war – und wie aufgebraucht unser Energie-Reservoir. Die bemüht-konzentrierte Körper- und Armhaltung gibt den Blick frei auf meinen „Chip“ am Oberarm. Witzig – dieses Modell trage ich ja schon ewig nicht mehr …

Wie gesagt: Ein Fotobuch lohnt sich immer!


von Susanne Löw

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (6) Seite 82

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  • diahexe postete ein Update vor 6 Tagen, 4 Stunden

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

  • ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

  • anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

    Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“

    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
    selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
    Unsere Mission ist einfach:

    ✔ Kindern Sicherheit geben
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    ✔ Kita- und Schulteams entlasten
    ✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.

    Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.

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