Laubers Kolumne: Sport statt E-Sport!

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Laubers Kolumne: Sport statt E-Sport!

Die Kinder werden immer dicker. Aber die Bundesregierung fördert statt dem Schwimmunterricht lieber den „E-Sport“. Ein starkes Stück, findet unser Kolumnist Hans Lauber.

Die Zahlen sind eindeutig: Schon jetzt leiden allein in Deutschland über 800.000 Kinder und Jugendliche an schwerem Übergewicht – und die Tendenz ist steigend, sodass wir demnächst über eine Million adipöser junger Leute zu beklagen haben. Die Folgen sind dramatisch, denn Übergewicht ist eine wesentliche Ursache für die gravierende Diabetes-Explosion mit einigen Hunderttausend Fällen in jedem Jahr. Neben dem Verzehr von Fast Food und gesüßten Getränken ist der Mangel an Bewegung die Hauptursache für zu viele Pfunde auf den Rippen.

Was tun? Jugendliche mit allen Mitteln zur Bewegung animieren. Passiert das? Im Gegenteil: Die Bundesregierung lässt zu, dass immer mehr Schwimmbäder geschlossen werden, dass immer weniger junge Leute noch schwimmen können, dass der Sportunterricht immer häufiger ausfällt. Doch mangelnde Bewegung macht nicht nur dick, sondern schränkt auch die geistige Leistungsfähigkeit ein, mindert das Konzentrationsvermögen, sodass viele Heranwachsende kaum in der Lage sind, längere Sätze zu lesen.


»E-Sport hat nichts mit Sport zu tun«
Peter Beuth, hessischer Innenminister


So träge die Regierung bei der Förderung des echten Sports ist, so aktiv ist sie bei der Förderung des sogenannten E-Sports. Ein klug gewählter Begriff der Gaming-Industrie, die so das stundenlange, sitzende Daddeln in den Rang echter sportlicher Aktivitäten heben möchte. So ist im Koalitionsvertrag von 2018 die Förderung des E-Sports ausdrücklich festgeschrieben. Vor allem Dorothee Bär, die Staatsministerin für Digitales, hat die Gamer fest in ihr Herz geschlossen, versteigt sich gar zu der Aussage, dass „die Games-Branche eine Schlüsselrolle für den Digitalstandort Deutschland einnimmt“. Da kann ich nur den Kopf über die CSU-Frau schütteln – und mit mir schüttelt den gottseidank auch Peter Beuth, Innenminister von Hessen: „E-Sport hat mit Sport nichts zu tun, wir müssen diesen Begriff ausradieren“.

Hört sich gut an, wird aber folgenlos bleiben, denn die Gaming-Branche ist Milliarden schwer – und weiß ihre Interessen durchzusetzen. So können nur die Einzelnen etwas tun – und ein erster Schritt ist es, den Kids an Weihnachten nicht noch eine Konsole oder ein Gaming-Update zu schenken, sondern ein paar ordentliche Sportschuhe. Wichtig ist es auch, dass Bewegung endlich viel positiver vermittelt wird. Dass sportliche Aktivität Lust nicht Last ist.

Vorbild Frankreich Wie das wunderbar funktioniert, habe ich letztes Jahr im französischen Brest beobachtet und beschrieben. Selten habe ich so viele junge Leute so begeistert sportlich engagiert erlebt – und das von Bogenschießen bis zum Tanzen. Also werte Frau Bär, lancieren sie doch einmal eine vernünftige Initiative nach französischem Vorbild – und damit ihre digitale Seele eine Ruh hat, können sie davon ja eine App programmieren lassen.


Hier noch einmal für alle meine mitreißende Reportage aus Brest:

Lauber’s Kolumne

So macht Sport Spaß!

Im französischen Brest konnten vor allem junge Leute an zwei Tagen über 50 Sportarten spielerisch ausprobieren. Eine gute Idee auch für Deutschland!



Ein bewegtes neues Jahr wünscht mit sportlichem Gruß
Hans Lauber


von Hans Lauber

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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?