Wann ist Dein Diaversary?

5 Minuten

© Gift Habeshaw - Unsplash
Wann ist Dein Diaversary?

Das Diaversary-Projekt ist ein Projekt der #dedoc° Diabetes Online Community. Es erhielt auf der „Diabetes-Charity-Gala 2017“ eine Anschubfinanzierung aus Spendengeldern von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Weitere Partner sind der Kirchheim-Verlag mit dem Diabetes-Journal und die Initiative Diabetes-Kids von Michael Bertsch.

Leben mit Diabetes ist anstrengend – jeden Tag. Wer ein weiteres Jahr mit Diabetes gemeistert hat, verdient Anerkennung und Respekt. Daher schenkt #dedoc° jedem Teilnehmer zum eigenen Diaversary einen Blue Circle Pin – das internationale Symbol für Diabetes. Trag ihn mit Stolz, und gib anderen Menschen mit Diabetes zu erkennen: Du bist nicht allein!

Antje Thiel, Medizinjournalistin und Bloggerin, bringt es auf den Punkt: Der Tag der Diagnose ist für Menschen mit Diabetes ein einschneidendes Erlebnis. Ein Tag, an den wir uns mit gemischten Gefühlen erinnern – Verunsicherung und Angst, Sorge und Schmerz, aber auch Hoffnung und Motivation zur Veränderung.

»Es gab in meinem Leben zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor: der Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und der Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt. Heute ist er ein Teil von mir.«
Antje Thiel

Das Diaversary-Projekt möchte Menschen mit Diabetes dazu ermutigen, sich am Jahrestag ihrer Diagnose einen Moment Zeit zu nehmen: Zeit zum Nachdenken und Auftanken, zum Feiern und Trauern, zum Freuen und Ärgern. Zeit für das Gestern, Heute und Morgen im Leben mit Diabetes.

Sichtbares Symbol: Wer mitmacht, bekommt den blauen Pin

Das Diaversary-Projekt richtet sich an alle Menschen mit Diabetes in Deutschland – egal welchen Typs. Auch Eltern von Kindern mit Diabetes können sich im Namen ihres Kindes anmelden.

»Ich wurde gewarnt, aber ich habe immer weitergemacht mit meinem ungesunden Lebensstil. Dann bekam ich vor 3 Jahren Typ-2-Diabetes. Das war ein Wendepunkt! Diabetes bestimmt seitdem mein Leben und verlangt viel harte Arbeit. Doch ich feiere jede positive Veränderung seit der Diagnose.«
Ümit Sahin

Teilnehmer erhalten eine kostenlose Ausgabe des Diabetes-Journals, eine 1-jährige Probe-Mitgliedschaft in der Selbsthilfe – und außerdem einen „Blue Circle Pin“! Das internationale Symbol soll Diabetes zu mehr Sichtbarkeit verhelfen, ein wenig Freude machen und alle Diabetikerinnen und Diabetiker in der großen Diabetes-Familie willkommen heißen.

»Ich wünschte, mir hätte vor 20 Jahren jemand von all den Menschen erzählt, die sich gegenseitig helfen, motivieren und einander verstehen – und die alle eine Geschichte zu erzählen haben, in der andere sich wiederfinden können. Welche ist Deine?«
Bastian Hauck

Das Diabetes-Journal wird ab der nächsten Ausgabe jeden Monat ausgesuchte Diaversary-Geschichten veröffentlichen. Wenn Du dabei sein möchtest, schick Deine ganz persönliche Diagnose-Geschichte an mail@diaversary.de
– wir freuen uns, von Dir zu hören!

Alle Informationen zum Diaversary-Projekt gibt es auf www.diaversary.de.


Die Diaversarys des aktuellen Monats

Im Februar 2020 gratulieren wir

Birgit L., Yvonne U., Johanna R., Annett B., Ines M., Ava P., Christa K., Lena K., Andrea L., Simone F., Ben v. D., Laura N., Sharon K., Sabine W.

1 / 3

Irma S., 23. August 2002

Ich war gerade 50 geworden. Nach einer Weltreise mit Mann und Kind im Segelboot lebte ich 2002 in Australien, hatte einen Job und bemühte mich um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Doch plötzlich wurde ich immer schneller müde, hatte keinerlei Energie mehr. Meine Diagnose: LADA, eine Sonderform des Typ-1-Diabetes. Mein Traum von einer Aufenthaltsgenehmigung war damit geplatzt, wir kehrten nach Deutschland zurück. Es fiel mir lange schwer, die Diagnose zu akzeptieren. Doch heute bin ich sogar dankbar: Wegen meines Diabetes habe ich in Deutschland wieder Fuß gefasst.

2 / 3

Steffie N., 15. März 2004

Meine Geschichte beginnt im Frühjahr 2004. Ich war zum ersten Mal schwanger. Klar, dass ich Übelkeit, Erbrechen und starken Harndrang auf die Schwangerschaft schob. Die Diagnose lautete erst Gestationsdiabetes, dann Typ-2-Diabetes. Doch alle Medikamente nützten nichts. Erst nach einem Antikörpertest wusste ich: Ich habe Typ-1-Diabetes und brauche Insulin. Ich las mich ein, gründete mit meiner Dia­betesberaterin einen Stammtisch und suchte den Austausch via ­Instagram und meinem eigenen Blog. All das hilft mir, mit meinem Diabetes klarzukommen.

Caption Two
3 / 3

Thomas G., 18. Dezember 2018

Mein Typ-2-Diabetes begleitet mich seit 2005. Doch am 18.12.2018 erfuhr ich, dass mein Langzeitwert bei 10,5 Prozent liegt und ich Insulin benötige. Mehrmals am Tag spritzen, dazu Tabletten – ich wollte es nicht wahrhaben. Doch mein Diabetologe machte mir klar, wie ich meine Lage selbst verbessern kann. Ich ging ins Fitnessstudio, änderte meine Ernährung und nahm 20 kg ab. Am 20.11.2019 sagte mein Doc: „Sie können aufhören zu spritzen!“ Ich treibe weiter Sport und habe ohne Insulin einen Langzeitwert von 6,1 Prozent. Ich bin froh, dass es in meinen Kopf „Klick“ gemacht hat.

Caption Three





Die Diaversarys vergangener Monate

Im Januar 2020 gratulierten wir:

Ulrike D., Jasmin R., Christian W., Lena R., Iris N., Amin Z., Kelley B., Nadine R., Patricia K.-L., Urte W., Manja B., Hermann W., Petra S., Raphaela F., Carsten H., Nikie K., Andreas K., Manuela S., Sonja L., Katharina B., Monika W., Lea W., Yasmin M., Susanne S., Patrick W., Anna Lena R., Kerstin P.-S., Susan W., Melina J., Larissa U., Marcel C., Sandra R., Katharina W., Tim L., Franz L., Danny K., Frederik W., Alexander K., Jörg W., ­Ivonne W., Lilly K., Martina K., Marilena R.


von Bastian Hauck
Website: www.dedoc.de
E-Mail: mail@dedoc.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (1) Seite 40

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Mögliche neue Therapie-Ansätze: Forschende decken auf, wie die innere Uhr einzelner Organe anders ticken
Forschende haben einen Mechanismus entschlüsselt, mit dem verschiedene Organe denselben zirkadianen Taktgeber – auch als innere Uhr bezeichnet – nutzen, um ihre jeweils eigenen Aufgaben im Tagesverlauf zu steuern. Dies könnte neue Therapie-Ansätze für Diabetes und Herzerkrankungen hervorbringen.
Illustration einer menschlichen Silhouette in der Mitte einer zweigeteilten Uhr: Orange und Blau markieren unterschiedliche Tagesphasen, umgeben von Symbolen verschiedener Organe.

3 Minuten

Cyber-Attacken sind eine unterschätzte Herausforderung für vernetzte Diabetes-Technologie
Vernetzte digitale Diabetes-Technologie, bei der verschiedene Systeme miteinander kommunizieren und Daten austauschen, eröffnet enorme Chancen. Gleichzeitig bietet diese Interoperabilität aber auch Angriffsflächen für Cyber-Attacken von Unbefugten und Kriminellen. Vor allem Klinik-Systeme sind gefährdet, aber auch Systeme und Apps, die Menschen mit Diabetes nutzen können unter Umständen kompromittiert werden.
Eine schematische Darstellung digital-vernetzter Systeme im Gesundheitsbereich

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße