Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #21| Urlaubsmodus on – die Planung

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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #21| Urlaubsmodus on – die Planung

So langsam wird es von Tag zu Tag wärmer und sonniger. Ich kann den Sommer förmlich riechen… Du auch? Wer mich kennt weiß, dass ich es liebe zu verreisen. Immer und egal zu welcher Jahreszeit! Kurz nach meiner Diagnose hatte ich sorge, dass meine Typ-2-Diabetes-Erkrankung mich an meinen zukünftigen Reiseplänen hindern würde. Doch zum Glück ist das bis heute (noch) nicht der Fall! Denn wenn man das ein oder andere bei seinen Reiseplänen berücksichtigt, so ist Reisen trotz Diabetes kein Problem. Was ich genau meine? Ich erklär‘s Dir…

Planung ist die halbe Miete

Fragt man 100 Leute, wie der perfekte Urlaub aussieht, so erhält man 100 verschiedene Antworten.

Denn jeder Mensch hat natürlich eigene Vorstellungen, Vorlieben und Prioritäten, was seine freien Tage anbelangt. Egal, ob auf Balkonien, Gardinia oder im In-/Ausland. So gibt es Leute, die gerne vorab planen und sich vielleicht ganz explizit für gewisse Reiseziele entscheiden, die bspw. eine gute medizinische Grundversorgung haben. Aber dann gibt es natürlich auch die Art von Reisenden, die einfach gerne spontan, besonders abenteuerlich sowie flexibel sind und erst am Tag der Abreise zum Flughafen fahren, buchen und losfliegen.

Foto: Annie Spratt – unsplash.com

Lebt man mit einer chronischen Erkrankung, wie bspw. Diabetes, dann bedeutet das keineswegs, dass man bei Reisen an Flexibilität sowie Spontanität einbüßen muss. Sondern eher, dass man ein wenig vorausschauender planen sollte. Und nein, damit ist nicht gemeint, dass man den Urlaub von A bis B durch taktet und ihm somit die Leichtigkeit nimmt. Vielmehr geht es darum, dass man vorab medizinische Vorkehrungen trifft und somit auf mögliche Eventualitäten gut vorbereitet ist.

Fragen-Check vor Reiseantritt oder Buchung:

  • In welches Land reise ich?
  • Gibt es dort eine gute medizinische Versorgung?
  • Gibt’s in der Nähe des Reiseziels ein (deutschsprachiges) Krankenhaus?
  • Habe ich meinen Diabetes Pass sowie eine aktuelle Liste meiner verordneten Medikamente inkl. Einnahme-Intervalle dabei?
  • Habe ich genügend Medikamente eingepackt (plus Vorrat)?
  • Darf ich meine Medikamente unbedenklich ins Einreiseland einführen?
  • Wer ist mein Notfallkontakt und wo steht dieser?
  • Habe ich eine Auslandskrankenversicherung? Was ist in dieser inkludiert?

Klare Empfehlung: Eine Auslandskrankenversicherung

Ein Urlaub im Ausland soll vor allem eins sein: Sorglos! Natürlich kann immer mal der Fall der Fälle eintreten und man wird krank oder verletzt sich. Shit happens! Daher finde ich es – gerade als Mensch mit Diabetes – unfassbar wichtig eine Auslandskrankenversicherung zu haben, die die Kosten im Notfall bspw. bei einem stationären Aufenthalt oder einfach nur bei einem Arztbesuch übernimmt. I.d.R. ist ja bei gesetzlichen Krankenkassen die Versorgung innerhalb der EU inkludiert. Doch außerhalb dieser Länder sollte wirklich eine Zusatzversicherung her.

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Natürlich weiß ich, dass das Thema „Versicherungen“ bei dem ein oder anderen schwer ist und das soll auch keine Werbung für Versicherungen sein. Doch Arzt- und Krankenhauskosten im Ausland sind wirklich exorbitant hoch und können einen hoch verschulden. Daher ist dies eine klare Empfehlung an alle Menschen mit einer chronischen Erkrankung, wo einfach die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passieren kann, höher liegt. Und die gute Nachricht ist: Auslandskrankenversicherungen sind gar nicht mal so teuer und schon mit einem wirklich kleinen Jahresbeitrag erhält man eine gute Versorgung im Ausland. Und lass mich Dir eins sagen – es lässt sich wirklich entspannter reisen, wenn man nicht ständig und überall aufpassen muss und einfach abgesichert ist.

Wie warm darf es heute sein?

Wusstest Du, dass die Wärme bzw. Hitze Einfluss auf Deinen Blutzuckerspiegel haben kann? Also ich merke das im Sommer immer direkt! Sobald bei uns die Temperaturen über 28° Grad ansteigen, habe ich direkt etwas höhere Werte. Jetzt nicht viel höher, aber einfach höher. Besonders auffallend ist es dann, wenn es wieder kühler wird, denn dann sinkt der Blutzuckerspiegel direkt mit ab. Ich glaube, ein Grund, warum die Blutzuckerwerte höher bei heißen Temperaturen sind, ist, dass bei geringerer Flüssigkeitszufuhr der Körper schneller dehydriert und somit der Blutzuckerspiegel ansteigt. Dennoch würde ich behaupten, dass ich im Sommer eigentlich viel trinke und deutlich mehr, als an kühleren Tagen. Doch anscheinend noch immer nicht genug, was bedeutet, dass ich dieses Jahr wohl noch ein paar Gläschen mehr trinken muss! 😉

Foto: Derek Thomson – unspalsh.com

Solltest auch Du bei Hitze ein kleines Blutzucker-Sensibelchen sein, dann achte bitte stets darauf, dass Du immer genügend Flüssigkeit zu Dir nimmst. Und am besten solltest Du auch Urlaubsziele in Wüstenregionen im Hochsommer meiden. Auch 27° Grad sind ein gutes Badewetter! 😉

Doch wie läuft das eigentlich genau mit den Medikamenten im Urlaub ab? Stay tuned!

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

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  • Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

  • thomas55 postete ein Update vor 5 Tagen, 10 Stunden

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 6 Tagen, 9 Stunden

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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