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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #21| Urlaubsmodus on – die Planung
4 Minuten
So langsam wird es von Tag zu Tag wärmer und sonniger. Ich kann den Sommer förmlich riechen… Du auch? Wer mich kennt weiß, dass ich es liebe zu verreisen. Immer und egal zu welcher Jahreszeit! Kurz nach meiner Diagnose hatte ich sorge, dass meine Typ-2-Diabetes-Erkrankung mich an meinen zukünftigen Reiseplänen hindern würde. Doch zum Glück ist das bis heute (noch) nicht der Fall! Denn wenn man das ein oder andere bei seinen Reiseplänen berücksichtigt, so ist Reisen trotz Diabetes kein Problem. Was ich genau meine? Ich erklär‘s Dir…
Planung ist die halbe Miete
Fragt man 100 Leute, wie der perfekte Urlaub aussieht, so erhält man 100 verschiedene Antworten.
Denn jeder Mensch hat natürlich eigene Vorstellungen, Vorlieben und Prioritäten, was seine freien Tage anbelangt. Egal, ob auf Balkonien, Gardinia oder im In-/Ausland. So gibt es Leute, die gerne vorab planen und sich vielleicht ganz explizit für gewisse Reiseziele entscheiden, die bspw. eine gute medizinische Grundversorgung haben. Aber dann gibt es natürlich auch die Art von Reisenden, die einfach gerne spontan, besonders abenteuerlich sowie flexibel sind und erst am Tag der Abreise zum Flughafen fahren, buchen und losfliegen.

Lebt man mit einer chronischen Erkrankung, wie bspw. Diabetes, dann bedeutet das keineswegs, dass man bei Reisen an Flexibilität sowie Spontanität einbüßen muss. Sondern eher, dass man ein wenig vorausschauender planen sollte. Und nein, damit ist nicht gemeint, dass man den Urlaub von A bis B durch taktet und ihm somit die Leichtigkeit nimmt. Vielmehr geht es darum, dass man vorab medizinische Vorkehrungen trifft und somit auf mögliche Eventualitäten gut vorbereitet ist.
Fragen-Check vor Reiseantritt oder Buchung:
- In welches Land reise ich?
- Gibt es dort eine gute medizinische Versorgung?
- Gibt’s in der Nähe des Reiseziels ein (deutschsprachiges) Krankenhaus?
- Habe ich meinen Diabetes Pass sowie eine aktuelle Liste meiner verordneten Medikamente inkl. Einnahme-Intervalle dabei?
- Habe ich genügend Medikamente eingepackt (plus Vorrat)?
- Darf ich meine Medikamente unbedenklich ins Einreiseland einführen?
- Wer ist mein Notfallkontakt und wo steht dieser?
- Habe ich eine Auslandskrankenversicherung? Was ist in dieser inkludiert?
Klare Empfehlung: Eine Auslandskrankenversicherung
Ein Urlaub im Ausland soll vor allem eins sein: Sorglos! Natürlich kann immer mal der Fall der Fälle eintreten und man wird krank oder verletzt sich. Shit happens! Daher finde ich es – gerade als Mensch mit Diabetes – unfassbar wichtig eine Auslandskrankenversicherung zu haben, die die Kosten im Notfall bspw. bei einem stationären Aufenthalt oder einfach nur bei einem Arztbesuch übernimmt. I.d.R. ist ja bei gesetzlichen Krankenkassen die Versorgung innerhalb der EU inkludiert. Doch außerhalb dieser Länder sollte wirklich eine Zusatzversicherung her.
Natürlich weiß ich, dass das Thema „Versicherungen“ bei dem ein oder anderen schwer ist und das soll auch keine Werbung für Versicherungen sein. Doch Arzt- und Krankenhauskosten im Ausland sind wirklich exorbitant hoch und können einen hoch verschulden. Daher ist dies eine klare Empfehlung an alle Menschen mit einer chronischen Erkrankung, wo einfach die Wahrscheinlichkeit, dass etwas passieren kann, höher liegt. Und die gute Nachricht ist: Auslandskrankenversicherungen sind gar nicht mal so teuer und schon mit einem wirklich kleinen Jahresbeitrag erhält man eine gute Versorgung im Ausland. Und lass mich Dir eins sagen – es lässt sich wirklich entspannter reisen, wenn man nicht ständig und überall aufpassen muss und einfach abgesichert ist.
Wie warm darf es heute sein?
Wusstest Du, dass die Wärme bzw. Hitze Einfluss auf Deinen Blutzuckerspiegel haben kann? Also ich merke das im Sommer immer direkt! Sobald bei uns die Temperaturen über 28° Grad ansteigen, habe ich direkt etwas höhere Werte. Jetzt nicht viel höher, aber einfach höher. Besonders auffallend ist es dann, wenn es wieder kühler wird, denn dann sinkt der Blutzuckerspiegel direkt mit ab. Ich glaube, ein Grund, warum die Blutzuckerwerte höher bei heißen Temperaturen sind, ist, dass bei geringerer Flüssigkeitszufuhr der Körper schneller dehydriert und somit der Blutzuckerspiegel ansteigt. Dennoch würde ich behaupten, dass ich im Sommer eigentlich viel trinke und deutlich mehr, als an kühleren Tagen. Doch anscheinend noch immer nicht genug, was bedeutet, dass ich dieses Jahr wohl noch ein paar Gläschen mehr trinken muss! 😉

Solltest auch Du bei Hitze ein kleines Blutzucker-Sensibelchen sein, dann achte bitte stets darauf, dass Du immer genügend Flüssigkeit zu Dir nimmst. Und am besten solltest Du auch Urlaubsziele in Wüstenregionen im Hochsommer meiden. Auch 27° Grad sind ein gutes Badewetter! 😉
Doch wie läuft das eigentlich genau mit den Medikamenten im Urlaub ab? Stay tuned!
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?-
ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
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schorschlinger antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
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hexle antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
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hexle antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….
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uho1 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
