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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #9 | Sport gehört halt einfach dazu!
4 Minuten
Ob Du es mir glaubst oder nicht, aber ich war eigentlich schon immer relativ sportlich unterwegs. Zwar war ich nie die Klassenbeste bzw. die ultimative Sportskanone, doch Bewegung hat für mich seit Kindesbeinen an immer dazugehört. Und auch meine Eltern haben darauf viel Wert gelegt. Angefangen vom Kinderturnen über Schwimmen bei der DLRG, Volleyballspielen oder Trainieren im Fitnessstudio.
Eine Sache, die ich erst mit meiner Diabetes-Erkrankung gelernt habe, ist, dass Sport und Bewegung zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind. Unter Bewegung zähle ich alles, was keine direkte sportliche Aktivität ist, bspw. Spazierengehen, Treppenlaufen, usw.! Sportliche Aktivitäten hingegen sind meist mit Kraft- oder Ausdauer verbunden und kurbeln die Pumpe (also das Herz) ordentlich an.
Doch ich habe mal was ganz Verrücktes gelesen. Und zwar, dass die meisten Menschen, die im Alltag mehrfach die Woche sportlich aktiv sind, sich außerhalb dessen nur sehr wenig bewegen. Als würde das sportliche Limit mit z.B. drei Trainings die Woche erreicht sein, und den Rest der Woche bleibt man lieber „bequem“. Was meinst Du? Ob das stimmt?

Seit meinem 16. Lebensjahr bin ich Mitglied im Fitnessstudio. Neben Schule und Uni war es tatsächlich eine gut integrierte Routine in meinem Alltag, welcher ich 3- bis 4-mal die Woche nachging. Doch auch außerhalb des Gyms war ich eigentlich immer relativ flott zu Fuß unterwegs. Was vielleicht auch daran lag, dass ich kein eigenes Auto hatte und in der Stadt wohnte. Und das wirkte sich natürlich super positiv auf die Anzahl meiner Schritte pro Tag aus! Schade eigentlich, dass zu dem Zeitpunkt Fitness-Tracker noch nicht so das Ding waren. Den Schritte-Rekord innerhalb meines Familien- und Freunde-Kreises hätte ich mit Abstand täglich geknackt! 🙂
Doch wie Nelly Furtado einst sang „All good things come to an end“. Und mein persönliches – wenn auch vielleicht nicht lang anhaltendes – Ende war mein Berufsstart Ende 2015. Auf einmal saß ich 9 Stunden vorm PC, bewegte mich nur noch von A nach B mit dem Auto und pendelte bis zu 3 Stunden täglich. Und genau diese Pendelzeit war vorher die freie Zeit, die ich für mein Training genutzt hatte. Und so musste ich nun schauen, wie ich meine ganzen To-dos in noch weniger Freizeit packe. Anfangs versuchte ich mich am Training um 6 Uhr früh. Doch lange blieb ich leider nicht am Ball, da ich erstens abends nicht früh genug ins Bett ging und zweitens dafür auch viel zu gerne schlief. Somit wurden die Trainingstage im Laufe der Zeit weniger, und das eine oder andere Kilo kam hinzu.
Drei Jahre später wechselte ich meinen Job zu einer Arbeitsstelle, welche nur wenige Kilometer von zu Hause entfernt war. Was natürlich super war, denn mit dem kürzeren Arbeitsweg kam dann auch wieder die Zeit für Sport, was sich nicht nur positiv auf meinen Körper, sondern auch auf alles andere auswirkte. Bis die nächste schöne Sche*ße kam … Corona!
➤ Erfahre in diesem Video mehr über Caro und ihr Leben mit Typ-2-Diabetes
Zu Anfang der Pandemie wurden immer mal wieder die Fitnessstudios geschlossen, was uns Gym-Anhänger vor kreative Herausforderungen stellte. Relativ schnell entpuppten sich sich Home Workouts auf Youtube als Trend. Doch das war absolut nichts für mich! Im Wohnzimmer ist nun mal eben ein ganz anderer Vibe. Und man konnte auch viel einfacher und schneller auf Pause drücken…

Auf jeden Fall fand ich mein neues (sportliches) Glück in den Weinbergen beim Spazieren. Und tatsächlich war Spazieren etwas, was ich vorher nie bzw. ganz selten gemacht hatte. Doch bis heute ist es eine meiner schönsten Routinen im Alltag. Denn egal, ob allein unter der Woche oder mit Freundinnen am Wochenende – es ist einfach Balsam für die Seele!
Und obwohl es schon sehr anstrengend sein kann, durch die Weinberge zu wandern, so war mir das immer noch nicht genug. Auch hatte ich das Gefühl, umso länger ich meinen Rücken nicht trainierte, umso mehr Probleme im unteren Rückenbereich bekam ich, was leider dem langen Sitzen geschuldet war.
Also suchte ich nach einer Lösung und landete beim Hula-Hoop. Dem zweiten Lockdown-Trend auf Instagram aus dem Jahr 2020. Als Kind hatte ich absolut kein Händchen für Hula-Hoop. Und auch als Erwachsene sahen die ersten Wochen relativ erfolglos aus… doch dann… mit dem richtigen Reifen und dem letzten Fünkchen Hoffnung klappte es endlich. Und seitdem macht es einfach super viel Spaß und ist eine gute Alternative, wenn man mal nicht raus will zum Spazierengehen oder nicht ins Gym fahren möchte. Übung macht halt doch den Meister…

MEIN TIPP FÜR ELTERN
Im Austausch auf Instagram mit anderen Personen mit Diabetes wurde mir oftmals erzählt, dass es vielen schwer fällt, Sport in den Alltag zu integrieren – vor allem mit Kindern.
Mein Empfehlung für Euch: Bindet Eure Kinder in die sportlichen Aktivitäten mit ein!
Meine Top-3-Vorschläge:
1.) „They see me rollin‘…“ nutzt das Fahrrad, um zur Schule, Kindergarten oder Arbeit zu kommen!
2.) „Everbody dance now…“ wie wäre es mit einer wilden Dance-Party im Wohnzimmer? Es wird gelacht, getanzt und geschwitzt!
3.) „Eine Muh, eine Mäh, …“ Tierparks sind flächenmäßig einfach riesig! Da kommen pro Besuch ganz schön viele Schritte zusammen. Und man ist gleichzeitig an der frischen Luft!
Das Sport neben Ernährung eine wichtige Rolle in der Behandlung von Typ-2-Diabetes spielt, ist kein Geheimnis. Bis heute umfasst das Spazierengehen, Hullern und Trainieren im Gym meine sportlichen Aktivitäten. Ich selbst habe mir im Rahmen meines Diabetes-Managements zum Ziel gesetzt, dass ich täglich auf meine 10.000 Schritte kommen möchte. Plus zwei bis drei Trainingseinheiten die Woche, in denen vorrangig die Muskulatur trainiert wird, um den Blutzucker-Spiegel positiv zu beeinflussen sowie in die Fettverbrennung zugehen.
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Tag, 23 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Tag, 22 Stunden
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Tag, 20 Stunden
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 16 Stunden, 50 Minuten
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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