- Diabetes-Grundwissen
Diabetiker dürfen das! – Top 7
3 Minuten
#1 Elektronische Geräte beim Essen auf den Tisch legen
Ich lege beim Essen oft meinen PDM (und oft auch mein FreeStyle Libre) auf den Tisch, ohne mit der Wimper zu zucken. Gerade im Hochsommer fehlen mir einfach die Taschen, um den ganzen Kram zu verpacken. Der PDM ist aber auch riesig groß. Nicht-Diabetiker wissen natürlich, dass es unhöflich ist, sein Handy neben den Teller zu legen, und werfen mir dann schon mal einen schiefen Blick zu. Und dann kommt oft die Frage, warum mein Smartphone so unglaublich klobig ist.
#2 Während eines Konzerts mit der Traubenzuckerverpackung knistern
Es ist wirklich nicht die feine Art, während eines Konzertes Geräusche zu machen. Nicht umsonst werden in der Oper keine Chipstüten verkauft. Schon das helle Display eines Messgerätes kann zu bösen Blicken führen, wenn dann aber auch noch das laute Knistern der Traubenzucker-Verpackung den Hörgenuss stört, dann ist Schluss mit lustig. Wir Diabetiker bitten jedoch um Verständnis, dass das in seltenen Fällen einfach sein muss, wenn Ihr nicht möchtet, dass wir das Konzert ansonsten durch einen Notarzteinsatz stören.
#3 Im Kino mitgebrachte Süßigkeiten mit in den Saal nehmen
An dieser Stelle wird es ernst, denn gerade kürzlich hörte ich mal wieder von einem Fall, wo ein kleines Mädchen an der Saaltür abgewiesen wurde, weil es mitgebrachten Traubenzucker mit in die Filmvorstellung nehmen wollte. Liebe Kinobetreiber: Bitte schreibt Euch hinter die Ohren, dass jede Regel („keine mitgebrachten Speisen und Getränke“) auch Ausnahmen haben muss! Eine davon sollte für Diabetiker gelten, die ihren Traubenzucker nun mal immer dabeihaben müssen.
#4 Um eine Pause bitten, ohne sich dumme Sprüche anhören zu müssen
Tanztraining, alle sind voll konzentriert, nun soll endlich die komplette Folge klappen. Aufstellung, gleich geht es los, die Anspannung steigt – und dann komme ich mit der Bitte um eine kurze Pause. Ich habe das Gefühl, demnächst zu unterzuckern und will das prüfen. Das war mir schon echt peinlich, aber es war richtig so. Und keiner hat mir das krummgenommen, im Gegenteil.
Ich ertappe mich eigentlich noch viel zu oft dabei, dreimal zu überlegen, ob ich jetzt auf meinen Körper hören sollte oder nicht. Dabei habe ich meist echt gute Gründe dafür und die Menschen um mich herum haben absolutes Verständnis dafür.
#5 Mit potenziellen Waffen ein Rockkonzert besuchen oder ein Flugzeug betreten
Was haben wir Diabetiker für eine Macht! Wir hantieren mit potenziell tödlichen Substanzen, die auch noch in Glasfläschchen transportiert werden, und haben dauernd Nadeln dabei, mit denen man Menschen verletzen könnte (na ja…). Darauf sind wir auch dann angewiesen, wenn wir uns in Sicherheitsbereichen (Flugzeug, Rockkonzert) befinden. Ich habe Angst vor dem Tag, an dem doch mal einer ausflippt und das ausnutzt, um irgendetwas Schlimmes zu tun. Bitte lasst uns alle verantwortungsvoll und vorsichtig mit diesem Sonderrecht umgehen!
#6 In den unmöglichsten Situationen anfangen zu piepsen
Der Omnipod macht sich (unter anderem) bemerkbar, wenn seine Lebenszeit sich dem Ende neigt. Wenn dieser Zeitpunkt ausgerechnet mit einem Meeting, einem Vortrag oder der Chorprobe zusammenfällt (was irgendwie sehr oft der Fall ist), dann entstehen schon mal unangenehme Situationen. Und diese Warnung lässt sich leider auch nicht deaktivieren, sodass man nichts, aber auch gar nichts dagegen tun kann. Dann hilft nur cool gucken und möglichst schnell den PDM zur Hand haben.
#7 Das Hemd nicht in die Hose stecken
Nun gut, über diesen Punkt kann man streiten (und er ist auch hinfällig, seit ich eine Pumpe trage). Aber ich trage generell gerne das Hemd „aus der Hose“ und habe lange Zeit das häufige Spritzen als Ausrede dafür genutzt. Dabei ist es einfach bequemer und gerade im Sommer wesentlich angenehmer. Und sogar zum Anzug kann so ein lässig getragenes Hemd echt gut aussehen. Sorry, ich schweife ab, das ist ja hier kein Modeblog. Jedenfalls ist das einer der wenigen Punkte, bei denen ich den Diabetes als Ausrede nutze.
Das waren jetzt nur einige Punkte, die mir ganz oft im Alltag begegnen. Dabei habe ich sicherlich ganz viel vergessen. Wer die Liste ergänzen oder verlängern möchte, der darf das gerne tun.
Hier kommt ihr zum nächsten Teil von Christians „Motivation monatlich“: Mit dem FreeStyle Libre durch den Sommer
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße