Was ich vom Diabetes lernte – 5 Weisheiten

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Was ich vom Diabetes lernte – 5 Weisheiten

Diabetes mellitus Typ 1 begleitet mich nun schon seit fast 20 Jahren. Manchmal frage ich mich, wie mein Leben wohl verlaufen wäre, wenn ich es nicht hätte. Ich weiß es nicht, denn ich kann es mir nicht vorstellen. Wahrscheinlich wäre es so ohne spritzen, essen, rechnen und all das, was Diabetiker sonst so jeden Tag machen, deutlich einfacher geworden. Auch heute würde ich den Diabetes natürlich gerne abgeben. Doch so sehr er mich auch manchmal nervt, er ist mit der Zeit zu einem Teil von mir geworden, den ich in meinem Leben akzeptiere. Ich nehme mich an, wie ich bin, und wenn dazu kaputte Beta-Zellen gehören, dann ist das so.

Herausforderung statt Überforderung

Ob Leistungssportler, Menschen, die es aus der Armut geschafft haben oder Menschen, die eine Weltreise mit nur wenig Geld im Gepäck machten – es scheint, als würden herausfordernde, ja sogar extreme Situationen, den Menschen stärker werden lassen, ihn lernen und wachsen lassen. Aber eben nur, wenn der Mensch seine Situation als Herausforderung angenommen hat und sie nicht als Berg ansieht, den er niemals besteigen kann.

Quelle: Stephanie Hill

Bis zu den Grenzen – aber zusammen

Natürlich gerate ich als Mensch mit Typ-1-Diabetes auch ab und an mal an meine Grenzen. Doch im Großen und Ganzen habe ich dann das Gefühl, mein Diabetes will mich ärgern, will mich kitzeln, will mich herausfordern. Manchmal auf ziemlich üble Weise, manchmal nur ganz sachte.  Also dachte und denke ich mir dann dabei: „Na warte, dir zeig ich’s!“. Das war und ist meine Motivation. Ich versuche zudem den Spieß ein bisschen umzudrehen und versuche an meine Grenzen zu gehen. Dabei sage ich mir gewissermaßen zu meinem Diabetes: „Mal sehen, was du dazu sagst, und wie weit wir zusammen gehen können.“ Zusammen gehen – das ist meine Devise, denn wenn ich den Diabetes ignorieren würde, meine Therapie nicht bestmöglich ausführen würde, dann käme ich nicht weit und mein Diabetes würde mich gewissermaßen nur auslachen.

Diabetes als Lehrer

Wer seine Herausforderung annimmt, der wächst mit ihr – das habe ich zumindest in meinem Leben festgestellt. Und so lehrte mich der Diabetes so einige Lebensweisheiten. Diabetes ist nach wie vor eine Erkrankung für mich, die ich gerne los werden möchte und wirklich niemandem wünsche. Dennoch kann ich rückblickend sagen, dass ich dankbar für die Erfahrungen bin, die ich in meinem Leben auch wegen des Diabetes gemacht habe. Ohne ihn würde ich mich selbst und meinen Körper nicht so gut kennen, wie ich das heute tue.

Meine #DiaChance

Im Folgenden möchte ich deshalb meine #DiaChance vorstellen: 5 Dinge, die mir der Diabetes geschenkt hat.

1. Das bin ich.

Quelle: Stephanie Hill

270 mg/dl? – Warum denn das, frage ich mich. Wenn mein Messgerät mir so einen Wert anzeigt, checke ich alle möglichen Ursachen ab: Katheter kaputt? Insulin kaputt? Essen falsch geschätzt? Wenn das alles nicht der Fall ist, dann gehe ich tiefer in die Ursachenforschung. Schließlich beeinflussen Hormone ebenso den Blutzucker und damit auch teilweise die Emotionen. Bin ich also gerade aufgeregt? Fühle ich mich wegen irgendetwas unwohl? Mache ich mir Sorgen? Bin ich angespannt? Mein Diabetes zeigt mir, welche Auswirkungen meine Gefühle auf meinen Körper haben und wann ich mehr in mich hineinhören muss, um beispielsweise Anspannungen zu entspannen. So lernte ich mich besser kennen und stellte fest, wann mir etwas nicht guttut, in welchen Situationen ich mir Sorgen mache und was mich stresst. Zum Beispiel mag mein Körper keinen Zeitdruck, doch manchmal mache ich mir den sogar unbewusst selbst. Das bin eben ich, auch mit meinen Schwächen.

2. So lebe ich gut.

Durch die Erkenntnis, wer ich bin und was mir guttut, versuche ich auch meinen Lebensstil so einzurichten und zu führen, dass er mir und damit auch meinem Blutzucker guttut. Zum Beispiel achte ich auf gesunde Ernährung, bewege mich regelmäßig und versuche Zeitdruck zu vermeiden oder mich zumindest regelmäßig zu entspannen.

3. Aufgeben ist keine Option.

Quelle: Stephanie Hill

Der nächste Katheterwechsel steht an und ich finde einfach keine passende Stelle – deswegen aufgeben? Niemals. Wie auch? Wer mit Diabetes mellitus Typ 1 lange leben will, kommt daran oder am Insulin spritzen nicht vorbei. Also weitermachen. Mit der Zeit beobachtete ich, dass ich das durch den Diabetes gelernte Durchhaltevermögen auch auf andere Lebensbereiche übertrug. Noch mehr lernen, keine Lust mehr? Egal, weiter machen, denn die Klausur steht an. Noch zwei Runden laufen obwohl ich nach zwei Stunden Training doch schon so viel gelaufen bin? Auch wenn die Muskeln etwas zittern, mir geht es noch gut, also weitermachen. So leicht gebe ich nicht auf.

4. Grenzerfahrungen sorgen für Motivation.

Ob starker Unterzucker oder gar die berühmt berüchtigte Ketoazidose – Diabetes kann einen in Situationen mit so starken Symptomen bringen, die einen an die Grenzen des Seins bringen. Trotz sehr guter Blutzucker-Einstellung bin ich an solche Grenzen geraten und seither weiß ich, was wirklich wichtig ist im Leben: Nämlich die Hauptsache, dass wir überhaupt leben dürfen und können. Genau daraus schöpfe ich meine Lebensfreude und daraus wiederum resultiert meine Motivation. Denn das Leben ist voller Möglichkeiten, von denen ich so einige genau ergründen und entdecken möchte.

5. Ich bin nicht allein.

Das Gefühl, einem fremden Menschen ganz nah zu sein, das erfuhr ich beim Austausch über Diabetes. Ich lernte viele Menschen kennen und teilweise fühlten wir uns sofort verbunden. Denn das Gefühl von Unter- oder Überzucker teilten wir. Für diese intensive Erfahrung und den Austausch bin ich dankbar. An dieser Stelle möchte ich auch der Blood Sugar Lounge und damit dem Kirchheim-Verlag danken. Ihr habt uns eine Plattform geschaffen, über die wir verantwortungsvoll und eindrücklich über unsere Erfahrungen schreiben und diskutieren können. Und das in einer umfassenden und intensiven Art und Weise, die das Gefühl „Ich bin nicht allein und fühle mich plötzlich fremden Menschen so verbunden“ deutlich verstärkt. Dafür sage ich von Herzen Danke.

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  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 2 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

  • gibt es Tips oder Ratschläge dieser Pumpe betreffend?

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