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Was mein Inneres Team zu meinem Diabetes zu sagen hat …
3 Minuten
Kennt ihr das auch: Sätze, die euch urplötzlich und immer wieder in den Kopf schießen. Als würden verschiedene Personen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander diskutieren. Gerade in Situationen, in denen es nicht so klappt, wie wir es uns wünschen, kann es recht laut, emotional und ruppig zugehen im „Inneren Team“.
Diabetesmanagement nicht immer ein Kinderspiel
In der Vergangenheit habe ich mich oft gefragt, warum es eigentlich oft nicht so richtig klappt mit dem Messen und Spritzen. Eigentlich alles logisch: messen, rechnen, spritzen – aber die Realität war leider oft eine andere. Klarheit hat mir dann in meiner Ausbildung zum Coach die Methode „Das Innere Team“ gebracht, denn in dieser Zeit habe ich mein Inneres Team das erste Mal bewusst kennen und schätzen gelernt.
Ordentlich was los im Inneren Team
Ich war gerade in einer Phase, in der mich mein Alltag mit Diabetes ordentlich auf Trab gehalten hat. Mal hat es eine Zeit lang ganz gut geklappt und dann wieder nicht – unmotiviert, nachlässig und Scheißegal-Einstellung. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und meiner Mitstreiterin in der Coaching-Ausbildung meinen Fall zur Verfügung gestellt.
Darf ich vorstellen … mein Inneres Team zu diesem Zeitpunkt:
- Die Strenge: „Du hast es schon wieder nicht geschafft! Was soll ich mit dir bloß machen!“
- Die Gleichgültige: „Ist doch egal, mach’ ich morgen.“
- Die Ängstliche: „Oh mein Gott, irgendwann fallen mir die Füße ab.“
- Die Optimistische: „Heute halte ich mich ganz konsequent daran und alles wird gut.“
- Die Faule: „Das ist mir jetzt zu viel und zu aufwendig.“
- Die Vernünftige: „Das ist doch nicht schwer, das ist doch zu schaffen – es geht um deine Gesundheit.“
Alle im Team hatten eine Meinung dazu, wenn es darum ging, dass ich mir als Ziel gesetzt hatte, vor jeder Mahlzeit meinen Blutzucker zu messen und Insulin zu spritzen. Ich wünschte mir, dass ich mich erleichterter und glücklicher fühlte. Ich hatte ein paar Unterstützer im Team, aber auch ein paar echte Saboteure, die alles darangesetzt haben, dass ich mein Ziel nicht erreiche.
Was hat’s gebracht?
Am Ende der Übung hatte sich einiges getan. Meine einzelnen Teammitglieder haben sich miteinander unterhalten und Konflikte konnten geklärt werden. Es haben sich sogar neue Kooperationen gebildet. Die Strenge hat ihre Einstellung verändert: „Ich will aufpassen und unterstützen.“ Sie steht ab jetzt der Gleichgültigen zur Seite. Die Faule konnten wir verabschieden – eine Schutzfunktion aus meiner Jugend. Sie hat heute bei mir als Erwachsene keine Bedeutung mehr.

Mein Inneres Team ist gestärkt aus dieser Übung herausgegangen und steht mir in meinem Alltag mit Diabetes zur Seite. Mich hat diese Übung einen großen Schritt weitergebracht in meiner Beziehung zu meinem Diabetes und in meinem Diabetesmanagement. Ich habe Klarheit gewonnen und es ist sehr angenehm, die fiesen Statements der Strengen nicht mehr im Ohr zu haben.
Das Innere Team – eine Coaching-Methode von Friedemann Schulz von Thun
Das hört sich jetzt etwas skurril an, und nein, ich höre keine Stimmen. Das Innere Team ist eine Coaching-Methode, die dabei unterstützt, Klarheit in Situationen zu gewinnen, in denen wir hin- und hergerissen sind und es nicht so klappt, wie wir es uns vorstellen.
Das Innere Team ist eine Metapher für die verschiedenen Anteile in uns, wenn es um eine spezifische Fragestellung geht. Jedes Teammitglied hat eine Botschaft und bekommt einen Namen. Die jeweilige Botschaft spiegelt unsere Gedanken, Gefühle und Werte wider und verleiht dem Teammitglied einen spezifischen Charakter.
Die einzelnen Teammitglieder treten nun in Interaktion miteinander. Sie werden befragt, wie sie zueinander und zu dem übergeordneten Ziel, in meinem Fall das Messen und Spritzen vor dem Essen, stehen. Uneinigkeiten und innere Konflikte werden klar und können gelöst werden. Durch die Gruppendynamik und den Austausch ergibt sich ein Perspektivwechsel auf das bisherige Verhalten und macht eine Veränderung möglich.
Coaching bei Diabetes? Mehr darüber könnt ihr natürlich in Inas Beiträgen nachlesen, aber auch Christian ist auf diesem Gebiet aktiv.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 5 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße