„Ängste von Diabetes-Patienten werden geschürt“

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„Ängste von Diabetes-Patienten werden geschürt“

Der Deutsche Diabetiker Bund hat kritisch Stellung bezogen zum Bestandsmarktreport 2014 der TK. Die Krankenkasse spiele mit Patientängsten und habe dabei lediglich wirtschaftliche Vorteile im Blick.

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) kritisiert die Vorgehensweise der Techniker Krankenkasse, mit der Veröffentlichung ihres Bestandsmarktreportes 2014 Patienten zu verunsichern.

Bei dem Report, der in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen und dort Prof. Dr. Gerd Glaeske entstand, handele es sich um eine Veröffentlichung, die den heutigen wissenschaftlichen Anforderungen nicht genüge und offensichtlich über die Hintertür den gesetzlich geregelten Wegfall der Nutzenbewertung für den Bestandsmarkt wieder einführen soll, so der DDB.

Nicht den Anforderungen entsprechend und widersprüchlich

Der Bestandsmarktreport untersuchte 17 Arzneimittel aus drei Wirkstoffgruppen und stellt die Behauptung auf, dass Antidiabetika wie GLP-1-Analoga und DPP-4-Inhibitoren keine patientenrelevanten Vorteile hätten.

Der Deutsche Diabetiker Bund weist darauf hin, dass die Bewertung der Techniker Krankenkasse den gesetzlichen Anforderungen, die ursprünglich für die Nutzenbewertung des Bestandsmarkts gegolten haben, nicht entspricht und überdies den vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) durchgeführten Verfahren und dessen Ergebnissen widerspricht.

Zusatznutzen wurde nicht auf tatsächlicher Grundlage bewertet

Der DDB-Bundesvorsitzende, Rechtsanwalt Dieter Möhler, hierzu: “Das verwendete Ampelmodell, mit dem die Ergebnisse dargestellt werden und bei dem alle Diabetesmedikamente durchfielen, spricht allenfalls den minderen Intellekt an.”

“Im Nutzenbewertungsverfahren wies beispielsweise das Medikament Sitagliptin (Handelsbezeichnung Januvia) von MSD, laut G-BA, einen Zusatznutzen auf”, so Möhler weiter, “Medikamenten aus dem Bereich der Gliptine wurde kein solcher Zusatznutzen attestiert. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass sich die Nutzenbewertung an Studien ausrichtet, damit aber keineswegs eine Krankenversicherung als Behauptung für sich in Anspruch nehmen kann, der Zusatznutzen sei auf tatsächlicher Grundlage bewertet worden.”

Ängste schüren, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen

Der DDB kritisiert, dass in allgemein zugänglicher Weise auf angebliche Risiken nach Markteinführung verwiesen wird, ohne weitere später verfügbare, aktuelle Daten zu berücksichtigen, die beinhalten, dass sich eben gerade diese Risiken, die den Patienten offenbart werden, nicht als stichhaltig erwiesen haben.

Der Vorsitzende weiter: “Die Patientenbeteiligung, die vom Deutschen Diabetiker Bund inhaltlich wirkungsvoll wahrgenommen wird, beschäftigt sich im Nutzenbewertungsverfahren mit der Bewertung von Nebenwirkungen einer Therapie. Dazu gehören auch Krebsgefahren. Es ist eine nicht zu duldende Herangehensweise, veraltete Bedenken weiter zum Schüren von Patientenängsten zu verwenden, damit aus wirtschaftlicher Sicht für eine Krankenversicherung ein Vorteil erzielt wird.”

Patientenpräferenzen ohne Patienten?

Zurückgewiesen wird vom DDB auch die Behauptung, es seien bei den durchgeführten “Untersuchungen” Patientenpräferenzen berücksichtigt worden. Dieter Möhler hierzu: “Was Patientenpräferenzen aus Sicht der Patienten sind, sollten doch besser die Patienten bestimmen und nicht Leute, die aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus über Patienten reden statt mit ihnen.”

“Nimmt man das Beispiel Gliptine, geht es dem Patienten doch vorrangig um die Vermeidung von Hypoglykämien. Die günstigeren Arzneimittel, auf die die Patienten nach dem Willen der Krankenversicherung umgestellt werden sollen, bergen doch gerade die Gefahr von Unterzuckerungen. Das ist unverantwortbar”, kritisiert Möhler.

Der DDB weist darauf hin, dass die den Nutzenbewertungen zugrunde liegenden Vergleichstherapien den Behandlungsstand Ende der 1950er Jahre abbilden und dazu ausreichendes Studienmaterial zur Beurteilung vielfach erst recht nicht ersichtlich ist.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB)

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  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 2 Wochen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena