„Alle Macht geht vom Volke aus …“

< 1 minute

„Alle Macht geht vom Volke aus …“

Im „Blickwinkel“ des letzten Diabetes-Journals stellte Redakteurin Dr. Katrin Kraatz die Frage: „Freie Forschung in Gefahr?“ Auf ihren Kommentar erreichte uns ein Leserbrief von der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Karin Thissen, MdB.

Hintergrund

Ein Forschungsinstitut hatte die Genauigkeit eines Blutzuckermessgeräts getestet, das es im Supermarkt zu kaufen gibt. Die Testreihen hatten ergeben, dass das Messgerät stark abweichende Blutzuckermessergebnisse erzeugt. Statt die Ergebnisse vollständig auf dem Diabetes Kongress 2016 in Berlin zeigen zu können, musste das Forschungsinstitut alle Passagen, in denen der Name des Gerätes genannt war, vom Studien-Poster entfernen.

Diesen Sachverhalt kommentierte Diabetes-Journal-Redakteurin Dr. Katrin Kraatz in der „Blickwinkel“-Kolumne der Ausgabe 6/2016.


Der Leserbrief von Dr. Karin Thissen, MdB (SPD), im Wortlaut:

Der Artikel beschreibt, wie ein Unternehmen seine Interessen sehr aggressiv verteidigt, zu Lasten der Verbraucher. Warum ist das möglich? Weil wir in Deutschland derzeit eine Gesetzeslage haben, die die Interessen der Unternehmen deutlich mehr schützt als die der Verbraucher.

Es gibt Abgeordnete, die seit Jahren daran arbeiten eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, damit Behörden „schlechte“ Prüfergebnisse veröffentlichen dürfen/müssen. Und es gibt Abgeordnete, die seit Jahren daran arbeiten, genau dies zu verhindern.

Jede wahlberechtigte Person kann sich darüber informieren, welche Abgeordnete welcher Partei gemeint sind. In einer Demokratie geht alle Macht vom Volke aus. Es wäre schön, wenn das Volk seine Macht nutzen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Karin Thissen, MdB


von Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Bürokratie und Sparmaßnahmen: Selbsthilfe-Verbände brauchen dringend verlässliche Absicherung!
Sparmaßnahmen, eine überbordende Bürokratie und Budget-Deckelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) setzen unser Gesundheitssystem zunehmend unter Druck. Dabei fängt die organisierte Selbsthilfe mehr und mehr auf, was die medizinische Regelversorgung nicht mehr leistet. Damit sie diese Mammut-Aufgabe weiter bewältigen kann, braucht sie endlich eine verlässliche Absicherung.
Viele Hände unterschiedlicher Hautfarben halten ein dichtes Netz aus Seilen. In der Mitte ist ein gerissenes Seil und ein großes Eurozeichen zu sehen – als Symbol für den finanziellen Druck auf die organisierte Selbsthilfe.

3 Minuten

Diabetes-Anker-Podcast: Moderne Diabetes-Medikamente im Überblick – mit Dr. Jens Kröger
Der Diabetes-Anker-Podcast geht nach der kurzen Sommerpause heute in eine neue Staffel! In deren ersten Folge spricht Stephanie Haack mit Dr. Jens Kröger über die medikamentöse Diabetes-Therapie. Der Hamburger Diabetologe und Vorstandvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe gibt einen Überblick über moderne Medikamente, wie sie wirken und für wen sie geeignet sind.  
Diabetes-Anker-Podcast: Moderne Diabetes-Medikamente im Überblick – mit Dr. Jens Kröger | Foto: Dirk Deckbar / MedTriX

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße