- Soziales und Recht
Bringen die Diabeteskosten das Gesundheitssystem zum Kollabieren?
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Zuwachs von 60 Prozent in 10 Jahren: Die britische Diabetes-Organisation warnt vor dem finanziellen Kollaps des Gesundheitssystems durch die rasant steigende Zahl von neuen Diabetesfällen. Vor allem müsse mehr zur Verhinderung von Folgekomplikationen des Diabetes getan werden, fordert Diabetes UK.
Einer neuen Datenerhebung der britischen Diabetes-Organisation Diabetes UK zufolge wächst die Zahl der Diabetesfälle im Vereinigten Königreich rapide an. Demnach gab es in den letzten zehn Jahren eine Steigerung von knapp 60 Prozent (rund 1,2 Mio Neuerkrankungen), so dass nunmehr 3.333.069 Menschen in Großbritannien einen diagnostizierten Diabetes haben.
Diabeteskosten: finanzieller Kollaps des Gesundheitssystems?
Damit laufe das nationale Gesundheitssystem in Großbritannien (National Health System – NHS) Gefahr, durch die rapide anwachsende Zahl an Diabetesfällen finanziell zu kollabieren. Die britische Regierung müsse daher schnell handeln und Präventionsmaßnahmen sowie eine effektive Behandlung des Diabetes vorantreiben, fordert Diabetes UK.
Denn in der Regel ist die Behandlung eines Diabetes sehr kostenintensiv – insbesondere, wenn Folgeerkrankungen hinzukommen. Von daher hänge viel von der Schulung der Patienten ab, damit diese wissen, wie sie eine gute Stoffwechseleinstellung erreichen und somit Spätfolgen vermeiden können, so Diabetes UK. Auch regelmäßige Untersuchungen der potentiell von Folgeerkrankungen betroffenen Organe seien hierfür essentiell.
Nur 6 von 10 Patienten erhalten die empfohlene Vorsorge
Derzeit erhielten aber nur sechs von zehn Diabetespatienten in England und Wales die vom Nationalen Institut für Gesundheitsversorgung (National Institute for Health and Care Excellence – NICE) empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen (“eight care processes”), die beispielsweise das ärztliche Messen von Blutdruck- und Blutzuckerwerten sowie das Monitoring der Nierenfunktion und der Netzhaut umfassen.
“In der letzten Dekade ist die Zahl der Menschen mit Diabetes im Vereinigten Königreich um eine Million gestiegen, was der Gesamtbevölkerung eines kleinen Staates wie Zypern entspricht”, mahnt Barbara Young, Vorstandvorsitzende von Diabetes UK. Aufgrund dieser traurigen Rekordzahlen dürfe keine Zeit verschwendet werden: Die Regierung müsse jetzt handeln, so Young weiter.
Diabetes verursacht in Großbritannien 14 Mrd. Euro pro Jahr
Angesichts der Entwicklung gelte es sicherzustellen, dass bei allen Menschen mit Diabetes im Vereinigten Königreich die vom NICE festgelegten Vorsorgeuntersuchungen vollständig durchgeführt werden, um das Risiko für Folgekomplikationen zu minimieren und so das ohnehin finanziell unter Druck stehende Gesundheitssystem NHS zu entlasten.
“Diabetes führt zu jährlichen Kosten für das NHS von rund 10 Mrd. Britischen Pfund (mehr als 14 Milliarden Euro; Anm. d. Red.) und 80 Prozent davon werden für die Behandlung von eigentlich vermeidbaren Diabetesfolgen ausgegeben”, rechnet Young vor. Es gebe also ein riesiges Potential, um Geld einzusparen. Dazu müsse das NHS dafür sorgen, dass eine bessere Versorgung der Patienten erfolgt und sie intensiver geschult werden. Ansonsten drohe langfristig der finanzielle Zusammenbruch des NHS, warnt die Diabetes UK-Vorsitzende abschließend.
von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
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lena-schmidt postete ein Update vor 15 Stunden, 46 Minuten
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße