Datenerhebung: Diabetes in Deutschland

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Datenerhebung: Diabetes in Deutschland

Am Robert-Koch-Institut (RKI) wurde mit der Entwicklung einer strukturierten Datenerhebung (Surveillance) zu Diabetes mellitus für ganz Deutschland begonnen. Ziel des vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) finanzierten Vorhabens ist es, eine Datengrundlage für die Entwicklung gesundheitspolitischer Maßnahmen zu Behandlung und Prävention von Diabetes zu entwickeln.

In Deutschland sind nach Zahlen des RKI schätzungsweise 6,7 Millionen Erwachsene von Diabetes betroffen. Trotz verbesserter Früherkennung und Behandlungsmethoden ist Diabetes für viele Betroffene auf lange Sicht immer noch mit schwerwiegenden Komplikationen verbunden. Aufgrund der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Aufbau einer nationalen Diabetes-Beobachtungsstrategie (Surveillance) beschlossen. Diese hat auch Modellcharakter für andere Volkskrankheiten wie Lungenerkrankungen oder Krebs.

Ziel: Bundeseinheitliche, strukturierte Datenerhebung zu Diabetes

Das RKI hat ein wissenschaftliches Rahmenkonzept erarbeitet. Im ersten Schritt wurden Handlungsfelder und Maßzahlen definiert, die dazu dienen sollen, Informationen zu Diabetes mellitus in Deutschland in Zukunft in allen Bundesländern einheitlich, engmaschig und dauerhaft zu erheben.

Die vier großen Handlungsfelder sind dabei:

  • Diabetes-Risiko reduzieren
  • Diabetes-Früherkennen und Behandlung verbessern
  • Diabetes-Komplikationen reduzieren
  • Krankheitslast und Krankheitskosten senken

Studie zu „Krankheitswissen und Informationsbedarfe – Diabetes mellitus“

In einer bundesweiten telefonischen Befragung wurde darüber hinaus untersucht, was die Menschen in Deutschland zum Thema Diabetes wissen, wo sie Informationen suchen und wie sie vorhandene Informationen einschätzen. Die Ergebnisse dieser Studie fließen ebenfalls in die nationale Diabetes-Surveillance mit ein. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird die Daten zur Entwicklung von Strategien für eine verbesserte Information der Bevölkerung zum Thema Diabetes mellitus nutzen.

Insgesamt nahmen rund 2.300 Personen ohne und rund 1.500 Personen mit diagnostiziertem Diabetes an der Telefon-Befragung teil, aus der sich folgende Schlüsse ziehen ließen:

  • Insgesamt besteht ein deutlicher Bedarf für eine zielgruppenspezifische Information und Kommunikation zum Thema Diabetes, denn Wissen ist eine notwendige Voraussetzung für gesundheitsförderliches Verhalten.
  • Befragte ohne Diabetes haben das größte Informationsbedürfnis im Bereich ‚Lebensstilanpassung, Gesundheitsförderung und Prävention‘.
  • Befragte mit Diabetes wünschen sich mehr Informationen zum Thema ‚Behandlung und Therapie‘.
  • Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin ist die wichtigste Informationsquelle für Betroffene. Daneben haben auch gedruckte Informationen und Internetseiten einen hohen Stellenwert. Die Nutzung dieser Medien ist jedoch auch abhängig vom Bildungsgrad.
  • Etwa die Hälfte der Befragten findet es schwierig, die Vertrauenswürdigkeit von Diabetes-Informationen in den Medien einzuschätzen.

Neue Aufklärungs- und Kommunikationsmaßnahmen werden sich in Zukunft daran messen lassen müssen, ob sie dazu beitragen, bestehende Informationslücken zu schließen. Eine Wiederholung der Befragung zu gegebener Zeit soll den Erfolg neuer Maßnahmen messbar machen.

Das RKI fasst die wissenschaftliche Vorgehensweise und erste Daten in einer aktuellen Schwerpunktausgabe des „Journal of Health Monitoring“‘ zusammen.


Quelle: Diabetesinformationsdienst München

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Woche

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
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