- Soziales und Recht
DDG: Reduktionsmaßnahmen alleine reichen nicht
2 Minuten

Morgen findet der 2. Deutsche Zuckerreduktionsgipfel in Berlin statt. Unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wollen Fachleute eine gesamtgesellschaftliche Strategie finden, um den Zucker-, aber auch Salz- und Fettkonsum der Bevölkerung zu reduzieren. Auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) beteiligt sich an der Expertenrunde. Sie weist jedoch zugleich darauf hin, dass nicht nur Ernährungsprävention wichtig ist, um Diabetes Typ 2 und Adipositas zu bekämpfen. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Nationale Diabetes-Strategie lasse bis heute mit konkreten Maßnahmen auf sich warten.
Auf Initiative des AOK-Bundesverbands findet am 17. Oktober 2018 der 2. Zucker-Reduktionsgipfel unter Beteiligung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin statt. Wie auch beim ersten Gipfel vergangenen Jahres wollen hier Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Gesundheitsbranche Lösungswege finden, den Anteil von Zucker, aber auch von Salz und Fett in Lebensmitteln zu verringern.
„Die Politik ist gefragt, der Industrie mehr Druck zu machen“
„Unsere Kernbotschaft an die Lebensmittelindustrie lautet erneut: Etablierung einer allgemeinverständlichen Lebensmittelkennzeichnung mit mehr Transparenz über die Inhaltsstoffe und ein Ende des gezielten Kinder-Marketings für ungesunde Produkte“, so DDG Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland. „Die Politik ist gefragt, der Industrie mehr Druck zu machen. Denn eine industrielle Selbstverpflichtung hat sich nicht bewährt.“ So müsse auch die vom BMEL ins Leben gerufene „Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie“ für die Industrie verpflichtend sein, sonst bliebe es eine weitere wirkungslose Maßnahme.
Die DDG weist im Zuge dieser Veranstaltung darauf hin, dass die Ernährungsprävention nur ein Baustein im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes sein kann. Darüber hinaus müssen noch andere Wege beschritten werden, um nicht nur den weiteren Anstieg an Diabeteserkrankungen in Deutschland wirkungsvoll zu verhindern, sondern um auch die Menschen mit Diabetes besser zu versorgen. „Die von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag angekündigte Nationale Diabetes-Strategie ließ vermuten, dass endlich eine Gesamtstrategie für Diabetesprävention, -früherkennung und -therapie gefunden werden soll und die Politik den Ernst der Lage erkannt hat“, so Müller-Wieland.
Von den fast sieben Millionen Betroffenen wissen bis heute zwei Millionen nichts von ihrer Erkrankung, sie und viele andere entwickeln aufgrund einer unzureichenden Versorgung schwere Krankheiten in Folge ihres Diabetes. So sollen mit Hilfe einer Nationalen Diabetes-Strategie auch die Früherkennung, Versorgungsforschung und Versorgung in Deutschland strukturell verbessert werden. Die DDG begrüßte daher die Entscheidung der Koalitionäre, diese lange überfälligen und notwendigen Maßnahmen endlich in die Wege zu leiten.
Nach 220 Tagen: „Eine greifbare Gesamtstrategie fehlt weiterhin“
Nun zieht die Fachgesellschaft Bilanz: „Seit Verabschiedung des Koalitionsvertrags im März dieses Jahres sind genau 220 Tage vergangen und noch immer hat die darin angekündigte Nationale Diabetes-Strategie der Bundesregierung keinen Schritt vorwärts getan – eine greifbare Gesamtstrategie fehlt weiterhin“, bedauert DDG Geschäftsführerin Barbara Bitzer. „Es darf nicht bei guten Absichten bleiben. Wir erwarten vor allem seitens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) den politischen Willen und ein Konzept zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen – im Interesse der heute Erkrankten und künftigen Patienten. Zu lange wurde bereits gewartet und nichts unternommen. Leidtragende sind die Patienten.“
Seit Jahren fordert die DDG neben effektiveren Maßnahmen der Primärprävention eine Nationale Diabetes-Strategie. Ziele dieses Gesamtkonzepts sind eine bessere, sektorenübergreifende medizinische Versorgung für Menschen mit Diabetes, unter anderem auch durch eine adäquate Medizinerausbildung und -weiterbildung, ein flächendeckendes Versorgungsnetz durch niedergelassene Haus- und Fachärzte, eine angemessene Behandlung und Pflege von Menschen mit Diabetes im Krankenhaus, moderne Medikamente sowie ein deutschlandweites Diabetesregister. Zudem müsse der Beruf der Diabetesberaterin/des Diabetesberaters staatlich anerkannt werden.
Um dem jahrelangen Stillstand im Kampf gegen Diabetes endlich entgegenzuwirken, appellieren die Diabetologen an die Bundesregierung, den eigenen Worten Taten folgen zu lassen und es nicht länger bei Ankündigungen zu belassen.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 1 Stunde
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 16 Stunden
Ich meinte Liberty




Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?