- Soziales und Recht
Deutlich mehr Diabetiker pro Jahr
2 Minuten
Die Zahl der Diabetespatienten wächst – weltweit und auch in Deutschland. Das ist nichts Neues. Doch entwickelt sie sich dramatischer als bisher angenommen. Das zeigt der aktuelle Versorgungsatlas zum Thema “Diabetes”, den das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Februar vorgelegt hat.
In Deutschland leben 7 bis 9 Prozent Diabetiker – dachte man zumindest. Zu einem noch schlechteren Ergebnis kommen die Wissenschaftler vom Versorgungsatlas: Erstmals haben sie auf der Basis bundesweiter ärztlicher Abrechnungsdaten die Häufigkeit (Prävalenz) von Diabetes mellitus für die Jahre 2009 bis 2015 erfasst. Auch die Neuerkrankungsrate (Inzidenz) wurde für die Jahre 2012 bis 2014 erhoben.
Schon die Zahl neuerkrankter Patienten liegt höher als bisher angenommen: Die Studie zeigt, dass jährlich bei rund 500 000 Menschen in Deutschland zum ersten Mal Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird. Damit wächst auch die Häufigkeit: Die Diabetes-Prävalenz ist insgesamt von 8,9 im Jahr 2009 auf 9,8 Prozent in 2015 gestiegen. Die gute Nachricht: Der Anteil der Patienten mit Typ-1-Diabetes ist im gleichen Zeitraum von 0,33 auf 0,28 Prozent leicht gesunken.
Mehr männliche Diabetiker
Männer in fast allen Altersgruppen sind vom Diabetes stärker betroffen als Frauen. Am häufigsten trat die chronische Erkrankung bei Männern zwischen 80 und 85 Jahren auf (im Jahr 2015 bei rund 35 Prozent). Bei gleichaltrigen Frauen lag der Anteil in diesem Zeitraum ebenfalls hoch (32 Prozent). Eine weitere Erkenntnis der Studie, die aber nicht neu ist: Im Osten Deutschlands gibt es mehr Diabetiker. So haben in den neuen Bundesländern 11,8 Prozent der Bürger Diabetes, in den alten dagegen 9,2 Prozent.
Starnberg top, Prignitz flop
Noch ausgeprägter sind die Unterschiede auf Kreisebene: Im Kreis Starnberg (Bayern) ist die Häufigkeit des Typ-2-Diabetes mit 6,5 Prozent bundesweit zwischen 2013 und 2015 am niedrigsten. Mehr als doppelt so viele Diabetiker fanden die Forscher hingegen im Kreis Prignitz (Brandenburg) mit 14,2 Prozent. Im Osten Deutschlands erkranken Frauen und Männer zudem früher an Typ-2-Diabetes als im Westen.
Viele junge Frauen im Westen mit Typ-2-Diabetes
Der Typ-2-Diabetes machte zwischen 2009 und 2015 mit fast 96 Prozent der Gesamthäufigkeit den größten Anteil des diagnostizierten Diabetes aus, so die Forscher. Beim Typ-1-Diabetes und den sonstigen Diabetestypen fiel dieser sehr gering aus.
Die Autoren heben auch hervor, dass der relative Anstieg der Häufigkeit bei jungen Frauen in Westdeutschland besonders stark war. Dieser Trend werde sich in besagter Subpopulation vermutlich fortsetzen. Der Anstieg müsse ernst genommen werden, da eine Manifestation des Diabetes mellitus schon in jungen Jahren zu einer längeren Erkrankungsdauer führt und somit die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Komplikationen im späteren Verlauf der Krankheit erhöht.
Bei der Interpretation der Ergebnisse lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte ausmachen, betonen die Wissenschaftler.
Zunächst sei augenfällig, dass ein eindeutig steigender Trend der Diabetes-Typ-2-Prävalenz festzustellen ist. Dieser war, wie erwähnt, im Osten etwas stärker ausgeprägt als im Westen. Die Entwicklungen weisen jedoch darauf hin, dass einstellige Prävalenzen auch in Westdeutschland in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören könnten.
Appell an die Gesundheitspolitik: regionale Unterschiede im Auge haben
“Aufgrund der prognostizierten demografischen Entwicklung müssen wir davon ausgehen, dass in Zukunft die Krankheitslast durch Diabetes mellitus weiter zunehmen wird”, erklärt Benjamin Goffrier, Erstautor der Studie. Und Dr. Jörg Bätzing-Feigenbaum, Leiter des Versorgungsatlas, gibt der Gesundheitspolitik auf den Weg, bei der Entwicklung von Präventionsprogrammen und Versorgungsstrukturen die regionalen Unterschiede zu berücksichtigen.
Die Datengrundlage dieser umfassenden Studie zum Diabetes umfasst alle gesetzlich Krankenversicherten, was etwa 85 Prozent der deutschen Bevölkerung entspricht.
von Angela Monecke
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (4) Seite 46-47
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 6 Stunden, 12 Minuten
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 1 Stunde
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 20 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 19 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 16 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 1 Tag, 2 Stunden
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Tag, 1 Stunde
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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