- Soziales und Recht
DPP-4-Hemmer: neue Beschlüsse
2 Minuten

Gliptine hemmen den Abbau des Darmhormons GLP-1 (Glukagon-Like Peptide 1) – und das abhängig vom Blutzuckerspiegel. Bei den aktuellen Nutzenbewertungen von Saxagliptin und Sitagliptin sowie von Kombinationspräparaten mit Metformin sieht der G-BA nur bei Sitagliptin einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Die erneute Bewertung war nach Fristablauf der Erstbeschlüsse erfolgt, berichtet das Gremium. Für Saxagliptin und Sitagliptin liefen seinerzeit Langzeitstudien mit jeweils etwa 15.000 Patienten.
Sitagliptin: Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen
"Leider zeigten die Studienergebnisse nun – entgegen aller Erwartungen – keine positiven Ergebnisse", so G-BA-Chef Prof. Josef Hecken, und zwar hinsichtlich der kardiovaskulären Endpunkte (für Herz und Gefäße) und in der Gesamtmortalität (Sterblichkeit). Er sprach bei den Studien sogar von "Risikosignalen" gegenüber der Behandlung mit den etablierten Standardtherapien "in Hinblick auf Herzschwäche für Saxagliptin und hinsichtlich Netzhauterkrankungen für Sitagliptin".
Anhand der neuen Daten konnte bei Sitagliptin jedoch ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen gefunden werden. Wegen der Unsicherheiten bezüglich der aufgetretenen Retinopathien (Netzhauterkrankungen) und noch fehlender Daten zu Hypoglykämien (Unterzuckerungen) in der kardiovaskulären Langzeitstudie (TECOS) hat der G-BA die Geltungsdauer des Beschlusses erneut befristet.
Saxagliptin: kein Zusatznutzen
Bei Saxagliptin sprach der Bundesausschuss wegen der hohen Relevanz für die Entwicklung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bei Diabetespatienten keinen Zusatznutzen aus. Auch für die Wirkstoffkombinationen von Saxagliptin und Sitagliptin mit Metformin konnte, laut G-BA, kein Zusatznutzen belegt werden.
Schon im Oktober 2013 hatte der G-BA Sitagliptin einen Zusatznutzen in der Behandlung des Typ-2-Diabetes zugesprochen. Dieser Beschluss war allerdings befristet worden, weil weitere Daten zur kardiovaskulären Sicherheit, zum Gesamtüberleben und zum generellen Sicherheitsprofil nachgereicht werden sollten.
Große Sicherheitsstudie vorgelegt
Der Hersteller
"Auf der einen Seite freuen wir uns, dass der G-BA dieser überzeugenden Datenlage Rechnung getragen und Sitagliptin erneut einen Zusatznutzen in der Behandlung des Typ-2-Diabetes zuerkannt hat", so Dr. Susanne Fiedler, Geschäftsführerin von
Auch die Aussagen des G-BA zu TECOS seien für den Hersteller überraschend gewesen, "weil es sich hierbei um eine Studie zur Bestätigung der kardiovaskulären Verträglichkeit von Sitagliptin handelte und die Endpunkte erreicht worden sind", betont Fiedler.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße